Klagen Begründung Reha-Buggy

Hier könnt ihr die Hilfsmittel eurer Kinder vorstellen, z. B. Reha-Buggy, Pflegebett, Stehtrainer, Therapieliege usw. - gerne auch mit Foto.
Ihr könnt hier übrigens auch Fragen bezüglich Technik und Anwendung verschiedener Hilfsmittel stellen.

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Mamamarti
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Klagen Begründung Reha-Buggy

Beitragvon Mamamarti » 24.08.2019, 19:12

Hallo,
Kann mir jemand ein paar Tipps geben wie ich die Klage wegen dem Reha Buggy begründen kann? Das Gericht schreibt das die KK nur verpflichtet ist den Nahbereich zu Versorgen und das wäre mit dem Untergestell mit der Sitzschale erledigt. Für den Auto Transport sind die nicht zuständig.

Wir brauchen aber etwas was sich zusammen legen lässt wegen dem Auto Transport. Sonst kann er seinen Papa nicht mehr besuchen.
Außerdem können wir die Familie und Freunde nicht mehr besuchen, weil sie alle hoch wohnen. Wir tragen den Buggy rauf und sitzen ihn rein.
Der Untergestell wiegt 70 Kilo und lässt sich nicht zusammen legen. Den kann ich nicht hochtragen. Mein Sohn müsste dann bei dem Besuch auf dem Boden liegen. Er kann nicht sitzen also kann ich ihn nicht einfach auf einen Stuhl sitzen.
Hat jemand eine Idee?
LG Marti

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HollysAnne
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Re: Klagen Begründung Reha-Buggy

Beitragvon HollysAnne » 24.08.2019, 20:51

Hallo Marti,

wie geht ihr denn raus, spazieren, einkaufen... ? Ich stell es mir grad krass vor, ein Untergestell von 70kg durch die Gegend zu schieben. Kämt ihr damit in einen Bus? Zur Teilhabe würde gehören, dass man raus vor die Tür kann. Auto-Transport ist vielleicht tatsächlich eine andere Liga, aber vielleicht kriegt ihr es über die Argumentation, dass ihr ja nur zu Hause damit sein könnt und dass frische Luft auch wichtig ist.

LG Anne
Anne (*83, Logopädin) mit Holly (*3/2012) Abszess zerstörte 2. HW, heute Dystrophie, beinbetonte Spastik, Skoliose,u.v.m. Fröhliche Rollipilotin und meine größte kleine Heldin, Labertasche und Dramaqueen :)
There are still faint glimmers of civilisation in this barbaric slaughterhouse that was once called humanity.

Senem
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Re: Klagen Begründung Reha-Buggy

Beitragvon Senem » 24.08.2019, 20:57

Hallo Mamamarti,

das ist wirklich eine schwierige Situation. Wie habt ihr es denn in der Vergangenheit gemacht? Ein größeres Auto, um den Rollstuhl rein zu schieben, käme nicht in Frage?

Ich fürchte, die Argumentation, dass ihr ja nur zu Hause damit sein könnt und frische Luft wichtig ist, wird nicht ausreichen. Die KK wird dann begründen, das Ihr ja vor die Tür könnt um spatzieren zu gehen.
Gruß

Selbstbetroffen mit einigen Baustellen

Manuela1304
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Re: Klagen Begründung Reha-Buggy

Beitragvon Manuela1304 » 25.08.2019, 02:40

Hallo

Was habt ihr denn jetzt für einen Rehabuggy bzw untergestell mit sitzschale ?
Das muss was ganz spezielles sein wenn es so schwer ist.
Rehabuggys, gerade für schwerer betroffene Kinder sind immer recht schwer aber von 70 kg nur das untergestell hab ich noch nicht gehört.
Wie alt ist euer Sohn ?
Ich denke auch das eure Argumentation nicht reicht. Denn ihr könnt euren Sohn im Kindersitz transportieren und vor Ort müsst ihr ihn eh die Treppen hoch tragen da nützt euch kein Rehabuggy der leichter ist. Oben angekommen kann er auch in einem bequem grossen Kissen liegen das bestimmt immer leichter ist als ein Rehabuggy.
Heisst so ein Kissen nicht z.b. Malta ?
Gibt es aber auch ähnliches frei zu kaufen.
Oder man legt ihn auf die Couch.

Ich hab nie ihrgentwo den Buggy hoch geschleppt sondern es fand sich immer eine andere Lösung.

Ohne mehr Infos zu deinem Sohn fällt mir sonst nichts ein was euch helfen könnte.

Ganz liebe Grüsse
Manu

Mamamarti
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Re: Klagen Begründung Reha-Buggy

Beitragvon Mamamarti » 25.08.2019, 08:35

Hallo, ich habe vergessen zu schreiben dass er fast 20 ist.
Die Sitzschale wiegt 40 kg, mit ihm drin über 70. Ich kann ihn aber zum Transport nicht aus der Sitzschale heraus nehmen und ihn die Treppe hoch tragen. Ich schaffe es alleine nicht. Bei meiner Schwester tragen wir ihn zu zweit hoch und dann den Reha Buggy von 12 Kilo. Das Sitzschalen Untergestell über 40 Kilo schaffen wir auch zu zweit nicht in den 3 Stock.
Die Sitzschale mit dem Untergestell ist halt riesig und ich brauche den Reha Buggy auch für Arztbesuch. Neulich waren wir beim Orthopäden, sind 330 km einfach gefahren und vor Ort stellte sich heraus dass der Untergestell nicht in den Aufzug passt. Orthopädie im zweiten Stock. Alleine hätte ich wieder die 330 km zurück fahren müssen. Gott sei Dank hatte ich jemanden vom Pflegedienst dabei. Also haben wir ihn zusammen hochgetragen und auf eine Behandlungsliege gelegt. Rolli musste unten bleiben. Hätte ich den Buggy dabei könnte ich ihn zusammen legen und käme locker hoch.
Für das Untergestell bekommen wir eine Schiebehilfe. Musste ich auch einklagen. Jetzt ist das Untergestell schon seit 3 Wochen im sanihaus wegen dem Umbau. Ohne den Reha Buggy müsste mein Sohn die Zeit im Bett verbringen, und ich Zuhause da ich ihn nicht allein lassen kann. So ist es zukünftig bei jeder Reparatur.
Ich habe aber noch zwei weitere Kinder die ich vom kiga holen muss unsw.
Das Untergestell kann nur im Rollstuhl geeigneten Gelände fahren. Also kann ich mit Kleinkind nicht mehr zum Spielplatz.
Unserer Hausarzt ist auch nicht Barriere frei. Die zwei Treppen komme ich mit dem Reha Buggy Hoch, mit Rolli aber nicht.
Bis jetzt hatten wir den Buggy zusätzlich. Ab 18 will es die Kasse nicht mehr zahlen, da braucht er keine teilhabe mehr.
Das haben sie uns vorher nicht gesagt.
Ich habe dann einen Untergestell von Sorg beantragt das sich zusammen legen lässt. Als Kompromiss. Aber an Kompromissen ist die KK nicht interessiert. Reha Buggy gibt es keinen mehr und neuen Untergestell auch nicht.
Aber so ist es eben nicht ausreichend.
LG Marti

Silvia & Iris
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Re: Klagen Begründung Reha-Buggy

Beitragvon Silvia & Iris » 25.08.2019, 14:01

Hallo Marti,

kannst du nicht ein Schreiben der betroffenen Stellen (z. B. Arztbesuch nicht möglich?) vorlegen? - bzw. wie schaut denn die Versorgung sonst aus?? - Wo befindet sich denn dein Sohn Tag für Tag? - Ausschließlich bei dir? - Oder ist er in einer Einrichtung? - Wie erfolgt denn da der Transfer?
Ich denke schon, dass man da - mit den richtigen Stellen im Hintergrund - sehr wohl zu einer Lösung kommen sollte!
Betreust ausschließlich du deinen Sohn? Rund um die Uhr, Tag für Tag?
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

Mamamarti
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Re: Klagen Begründung Reha-Buggy

Beitragvon Mamamarti » 26.08.2019, 10:00

Hallo,
er geht noch zur Schule. Ich habe es bei der KK ausführlich begründet. Ich glaube aber nicht, das die das überhaupt lesen.
Jetzt ist es seit 8 Monaten beim Gericht. Die meinen jetzt wir sollen die Klage zurück ziehen, weil es teilhabe ist. Ich bin aber der Meinung, die KK hätte es gleich bei der Beantragung an die Eingliederungshilfe weiter leiten müssen . Jetzt sind sie plötzlich nicht zuständig und ich habe 1 und halb Jahre verloren
LG Marti


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