Beziehungsdiagnostik? Verhaltensdiagnostik? Was ist das?

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_Marta
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Beziehungsdiagnostik? Verhaltensdiagnostik? Was ist das?

Beitragvon _Marta » 20.08.2019, 22:28

Guten Abend,

ich weiß mit meiner Frage nicht wohin, nehme mal dieses Forum und hoffe, eine/r von euch kann weiterhelfen?

Die Schlagwörter heißen "erweiterte Beziehungs- und Verhaltensdiagnostik in Bezug zu Kindern, Erwachsenen und Eltern".

Ich habe natürlich schon etwas gegoogelt, habe aber wohl ein Brett vorm Kopf und bekomme keine Vorstellung davon.
Kennt ihr das?
Habt ihr Lesetipps?
Wann ist es sinnvoll?
Was ist das?
Wie geht das?
Was kommt da raus?

fragt sich und euch mit einem Nachtgruß

Marta
Sohn *09/10, Frühgeburt
F90.0G, F84.1V, Entwicklungsverzögerung Feinmotorik, HB, Funktionsniveau: 3 - 4

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 20.08.2019, 23:07

Hallo Marta,

das ist kein definierter, standardisierter Ausdruck. Da wird einfach geschaut, systematisch, was ist anders/besonders in der Beziehung, was ist anders/besonders im Verhalten. Was mit „erweitert“ gemeint ist, würde ich den Diagnostiker fragen. Vielleicht ein interner „Code“?
Ich nehme an, es geht um eine Diagnostik beim Psychiater oder Psychologen?

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

_Marta
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Re: Beziehungsdiagnostik? Verhaltensdiagnostik? Was ist das?

Beitragvon _Marta » 21.08.2019, 00:04

Hallo Engrid,

wir sind mit dieser Frage vom Kinderpsychiater in die Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie vom evangelischen Krankenhaus Alsterdorf (ehemalige WOI (Werner-Otto-Klinik)) eingewiesen worden.

Die Situation bei uns ist ja nicht einfach sowohl in Schule als auch Familie und die Symptome beim Kind sind komplex. Wir haben jetzt einen Bericht, und ich habe mir ehrlich gesagt etwas ganz anderes darunter vorgestellt. Ich wollte mal abklopfen, ob meine Vorstellung vielleicht falsch war.

Kurz gesagt: Die Klinik hat sich auf die Schulverweigerung meines Sohnes gestürzt, Verweigerung und Vermeidung festgestellt und darüber irgendwie alles begründet. Selbst die Lehrerinnen waren beim runden Tisch sehr skeptisch und erwähnten ebenfalls, dass die Verweigerung "erst" seit 8 Monaten besteht, nicht seit 2 Jahren Schulzeit. Wie das mit den 5 bis 6 Jahren Auffälligleiten einhergehen soll, bleibt mir ein Rätsel.

Ich hätte mir mehr Beobachtungen zu Interaktion und Kommunikation erhofft. Das ist aber alles m.M.n. oberflächlich und knapp. Ich habe noch einige Frage vom Ki-Psychiater im Hinterkopf, die dort alle nicht beantwortet werden. Sowas wie: Kann mein Sohn automatisiert mit bestimmten Interaktionen umgehen, oder ist alles gelernt und ritualisiert.

Nun. Ich muss mich noch sammeln. Ich dachte aber, ich schreibe noch einen Erfahrungsbericht und hoffe, dass andere davon etwas mitnehmen können. Es gab gute Elemente, aber überwiegend bin ich sehr enttäuscht.
(Ich brauch bloß noch etwas Zeit...)

Und um gleich mal etwas vorweg zu nehmen: Der uns noch unbekannte Fragebogen DISYPS III Autismus ergab, dass diesmal auch die Antworten des Vaters das Ergebnis "auffällig" bescheinigten (Immerhin, ich scheine nicht total zu fantasieren). Die Klinik erkennt zwar autistischen Züge, interpretiert sie aber als Ausdruck emotionaler Probleme weg. Die Diagnose ADHS wurde ohne weiter Begründung/Beschreibung als "Sypmtome reichen nicht aus" aberkannt. Es fußt lt. Klinik alles auf einer emotionalen Störung.
Wo der Psychiater noch "Ereignisse, die den Verlust des Selbstwertgefühls in der Kindheit zur Folge haben" erkannte, kann die Klinik dies nicht nachvollziehen und sieht als Hauptproblem, dass ich alleinerziehend bin.

Zusammengefasst: Sehr erfreulich das Ganze (Ironi!)
Zur Mutter-Kind-Interaktion gibt es 1 Satz, zur Vater-Kind-Interakton 2 Sätze. Auch wenn ich nicht viel Positives erwartet habe und mich auf Negatives eingestellt habe: Das ist doch dann doch sehr wenig.Finde ich.

Ich bin gespannt, was der Psychiater sagt.

Nachtgrüße,

Marta
Sohn *09/10, Frühgeburt
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