Protest gegen das geplante Intensivpflegegesetz

So manches Kind muss aufgrund seiner Behinderung besonders intensiv betreut werden - z. B. mit Hilfe eines Pflegedienstes. Viele Kinder werden von einer Krankenschwester in Kindergarten oder Schule begleitet, um optimal versorgt werden zu können. Das gilt beispielsweise für viele tracheotomierte Kinder. In dieser Rubrik können sich Eltern von so genannten Intensivkindern über die besonderen Bedürfnisse ihrer Kinder austauschen.

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Bika
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Re: Protest gegen das geplante Intensivpflegegesetz

Beitragvon Bika » 19.08.2019, 20:24


Nur zu gerne würde ich jetzt das Thema Spahn und Masernschutzimpfungspflicht vertiefen, da die Kritik an seine Politik hier im Thread auch explizit darauf bzw explizit auf die Masernschutzimpfungspflicht u.a. abzielte. Aber es ist nun mal der falsche Thread dafür: so unfair und übergriffig du diesen Einwand von mir finden magst.

Kontextbezogen, um auf die Gesamtausrichtung seiner Politik hinzuweisen, so wie man sie wahrnimmt und so wie sie einen stört, lediglich im Nebensatz erwähnt mit einer expliziten, in Klammern gesetzten, Entschärfung.
Dass dieser Hinweis, da themenfremd, unpassend ist (“und hier nix verloren hat“) stellst du als Tatsache dar.
Das sehe ich anders.
Ich will niemanden angreifen, mich “triggert“ wohl die Bewertung dessen, was in einem Thread erwähnt werden darf und was nicht.

Bika
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Re: Protest gegen das geplante Intensivpflegegesetz

Beitragvon Bika » 19.08.2019, 21:01

Hallo sania,

Ich entschuldige mich für die Nebenschauplätze und habe auch unterschrieben.

Für mich ist das Prinzip der Selbstbestimmung unbedingt schützenswerter als die Eindämmung von Mißbrauch.

LG

Sheila0505
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Re: Protest gegen das geplante Intensivpflegegesetz

Beitragvon Sheila0505 » 19.08.2019, 21:25

Nochmal hallo Bika, ganz ehrlich: ich dachte/denke eigentlich viel mehr, es geht hier im Grunde um deine persönliche Zustimmung (denn aus dem Impfthread ist mir deine Meinung und Einstellung zum Thema Impfpflicht durchaus nicht unbekannt) und deiner Sympathie gegenüber Sandys Spahnkritik. Auch ist mir durchaus noch im Hinterkopf verblieben, dass ich erst vor Kurzem speziell Dir gegenüber einen Einwand (bzgl eines eingestellten Links von Dir) brachte und der Einwand schlichtweg abgeschmettert wurde - was mir recht sein sollte.

Gut wenn es dir tatsächlich lediglich um die Sache geht, alles persönliche mal außen vor: wenn es legitim ist eine solch übergreifende Kritik bzgl Spahns Vorhaben hier einzuwerfen, dann muss es im Gegenzug auch legitim sein, darüber zu diskutieren - auch wenn das eigentliche Thema - nämlich das geplante Intensivpflegegesetz - dadurch vernachlässigt bzw übergangen wird.

Meine Kristallkugel sagt mir dann aber jetzt schon sofort, dass die Kritik an die Diskussionsdynamik in diese Richtung schon bald auf größere und lautere Kritik stoßen wird, nämlich: schade dass sich der Thread so ebtwickelt hat, schade dass das eigentliche Thema aus den Augen verloren wurde - bei einem solch wichtigen und existenzentscheidenden Thema.

Um es auf den Punkt zu bringen: es ist viel eher unfair, diesen Thread dafür zu missbrauchen. Denn ich befürworte die MasernschutzImpfpflicht absolut, ebenso die neuen Organspenderregelungen bzgl Widerspruch finde ich sehr richtig und wichtig. Doch das geplante Intensivpflegegesetz finde ich fatal und furchtbar, absolut nicht gehbar.

Doch wenn man seine Politik in einem Thread wie diesem als Ganzes ankreidet, seine Gesamtpolitik über einen Kamm schert und explizit auch noch auf andere überaus aktuelle und große Themen konkret Bezug nimmt, dann muss es gestattet sein, darauf einzugehen. Es eröffnet neue Diskussionen die hier ncht rein gehören.

Mir selbst wurde schon hier bei REHAkids angekreidet, dass ich ein Thema überlagert hatte und es wurde mir angeraten in den entsprechenden Thread zu schreiben, anstatt in jenem in welchen ich schrieb. Und das war auch richtig so und das habe ich eingesehen.

Ich habe Sandy schlicht darauf hingewiesen, dass es explizit Threads zu diesen Themen gibt, denn ich persönlich hätte gerne etwas zu ihrem Beitrag/ihrer Kritik bzgl Masernschutzimpfungspflicht geschrieben. Konnte ich aber nicht, weil das nunmal der falsche Thread hierfür ist. Daher finde ich es unfair, solche Deckel zu öffnen, aber niemand darf reinfassen.

Ich bin hier raus aus diesem Thread. Alles was ich zu sagen hatte, habe ich gesagt. Und ich möchte diesen Thread nicht noch mehr entgleisen lassen. Die Petition habe ich unterschrieben und darum ging es ja letztendlich.

Gruß Sheila

Bika
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Re: Protest gegen das geplante Intensivpflegegesetz

Beitragvon Bika » 19.08.2019, 22:06

[quote="Sheila0505"]

.

Um es auf den Punkt zu bringen: es ist viel eher unfair, diesen Thread dafür zu missbrauchen. Denn ich befürworte die MasernschutzImpfpflicht absolut, ebenso die neuen Organspenderregelungen bzgl Widerspruch finde ich sehr richtig und wichtig. Doch das geplante Intensivpflegegesetz finde ich fatal und furchtbar, absolut nicht gehbar.


Gruß Sheila[/

Warum erwähnst du die ersten Punkte zum dritten Mal und wer mißbraucht hier was?
Bin auch raus.

heidipet
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Re: Protest gegen das geplante Intensivpflegegesetz

Beitragvon heidipet » 20.08.2019, 07:41

Hey, die Petition ist wichtig.
Könnt Ihr Eure Streiterei nicht per PN austragen?
Danke
Heidi
Gruß
Heidi

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Re: Protest gegen das geplante Intensivpflegegesetz

Beitragvon Erica » 20.08.2019, 09:31

Guten Morgen,

Können wir bitte in diesem Thread themenfremde Diskussionen auslagern oder per PN klären?
Das Thema ist einfach zu wichtig und die Zeitknappheit der Frist bedingt, dass es wichtig ist, sich jetzt damit zu beschäftigen.
Es wäre sehr schade, wenn Interessierte den Thread öffnen, auf einen Streit stoßen und dann nicht weiterlesen...

LG
Erica
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Re: Protest gegen das geplante Intensivpflegegesetz

Beitragvon monika61 » 20.08.2019, 12:11

Hallo zusammen,

Kobinet hat hier eine Stellungnahme, von Sozial- und Rehabilitationsrechtler
Dr. Harry Fuchs, zum Referentenentwurf verlinkt:
https://kobinet-nachrichten.org/2019/08 ... enentwurf/


LG
Monika

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Re: Protest gegen das geplante Intensivpflegegesetz

Beitragvon Syrabo » 20.08.2019, 13:46

Hallo,

der Verein INTENSIVKinder zu hause e.V. hat auch weitere Informationen online gestellt.

Das eine solches Gesetz zur Intensivpflege mal kommt, war abzusehen - zumindest eine tiefergehende Richtlinie. Die Qualitätssicherung ist schon eine gewichtige Forderung, doch wirkt aktuell die Vorlage so, als sei sie direkt der Feder der Krankenkassen entsprungen.

Die Idee der Kosteneinsparung würde ich am Ende gar nicht mehr sehen, denn, vermutlich, wenn die Pflegeheime / Intensiv-WGs alles Patienten haben und es kaum noch Intensivpflegedienste gibt, werden diese die Kosten auch erhöhen, da auch klar werden wird: Es gibt viele Patienten, wenn diese menschenwürdig betreut werden sollen, die brauchen auch in Einrichtungen eine 1:1 Pflege am Tag.

Viel wichtiger ist, bei schweren Erkrankungen mehr die palliativemedizinische Sicht mit einzubringen, wodurch in den letzten Lebenswochen oder Lebenstagen die eine oder andere Beatmung vermieden werden könnte und das mehr Mittel zu Verfügung stehen, Menschen von der Beatmung wieder zu entwöhnen und auch, wenn es klappt, Tracheostoma wieder zu verschließen.

Viele Eltern von schwer erkrankten Kindern mit Beatmung und Tracheostoma erfahren schnell, wie viel diese Medizin Immobilität oder andere Einschränkungen bringt.

Ein weiteres Problem ist, dass die Gruppe der Kinder / Jugendlichen hier gar nicht bedacht werden, die Intensivpflege bekommen, obwohl sie nicht beatmet und/oder tracheotomiert sind. Was wird mit denen?

Auch ist ungeklärt, wie sich dann die Kindergarten- oder Schulbegleitung gestaltet.

Dazu kommt, dass mit dem Gesetz Familien zerrüttet werden, wenn schwer erkrankte Jugendliche ins Heim Zwangs verlegt werden.

Schaut auch hier: https://knaib.de/wp-content/uploads/201 ... GB-V-v.pdf

Wer die Betroffenen unterstützen will oder selbst Betroffen ist und was machen will: Schreibt auch die Politiker an.

Mit Gruß, Dirk
Linn*2004 "Mein Leben hat schon seinen Sinn, ich bin, was ich bin." (Lotte Karotte) -> IntensivKind
PCH2, Tracheotomie, beatmet, -> Vorstellung
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Re: Protest gegen das geplante Intensivpflegegesetz

Beitragvon Lisa Maier » 20.08.2019, 20:44

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Re: Protest gegen das geplante Intensivpflegegesetz

Beitragvon Sania » 20.08.2019, 21:52

Es ist einiges passiert in den Tagen. Es gibt mittlerweile viele Stellungnahmen von Verbänden. Raul Krauthausen hat sich bei einer Veranstaltung bzw. Demonstration vor dem Bundesministerium Spahn in den Weg gestellt und ihm den Grund der Proteste und die Forderungen mitgeteilt.

Es ist trotzdem wichtig, dass der Protest laut und unbequem weiter geht, damit Spahn uns nicht wieder bei den Diskussionen, die nun stattfinden sollen, vergisst.

Es darf einfach nicht sein, dass dieser Entwurf Gesetz wird und der Heimzwang über die Hintertür eingeführt wird. Egal ob man davon momentan direkt betroffen ist oder nicht.

Danke an alle, die die Petition mit gezeichnet haben und noch zeichnen werden!!!
Grüße
Sania

Rollifahrerin


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