Schulpflicht nach 9 Jahren beendet?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 04.08.2019, 17:00

Hallo,

wenn er panische Angst vor dieser Schule hat, dann muss man das ernst nehmen.
Vielleicht findest Du einen Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendpsychiater, der auch mit geistig Behinderten arbeitet. Damit er und Ihr einen Weg findet, mit der Angst umzugehen. Der kann, wenn es eine so große konkrete Angst ist, ihn auch krankschreiben.
Als zweites würde ich wirklich die UK vorantreiben, wenn er bei gutem Sprachverständnis so wenig aktiv kommunizieren kann.
http://www.gesellschaft-uk.de/index.php ... munikation

Und dann würde ich mal sehen, ob sich eine andere Schule findet, und ob er da angstfrei hingehen kann.
Engrid
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Re: Schulpflicht nach 9 Jahren beendet?

Beitragvon Silvia & Iris » 04.08.2019, 19:29

Hallo Quentin,

soweit ich das jetzt mitbekommen habe, eine Schulpflicht gibt es bis 15, danach gibt es eine Bildungspflicht. - Wie auch immer diese erfüllt wird... - es muss nicht mehr in einer Schule sein, es kann auch eine Lehrwerkstatt sein oder ähnliches, nur zu Hause bleiben, das geht nicht...

... (das war bis vor kurzem noch anders...)
Liebe Grüße
Silvia
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Alexandra2014
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Re: Schulpflicht nach 9 Jahren beendet?

Beitragvon Alexandra2014 » 04.08.2019, 20:36

Hallo!

Wäre ein Schulwechsel eine Option?
Oder eine Schulbegleitung, die auf ihn Acht gibt? Vielleicht fühlt er sich dann sicherer. Denn genau wie Engrid, denke ich auch, dass da etwas vorgefallen sein muss...

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Re: Schulpflicht nach 9 Jahren beendet?

Beitragvon Rita2 » 04.08.2019, 22:23

Hallo,

ich schreibe mal so meine Ideen unsortiert auf:
wenn er ein gutes Sprachverständnis hat aber nicht sprechen kann, dann sollte man Richtung Unterstützter Kommunikation unbedingt etwas machen. Damit er die Möglichkeit bekommt sich mitteilen zu können.

Gibt es die Möglichkeit, daß der die Schule wechselt? Und wenn es nur probehalber ist?

Mit ihm eine Reha machen. In der Zeit muß er zu Hause nicht in die Schule. so gewinnt man etwas Zeit. Und in den meisten Rehaeinrichtungen gibt es auch Schulunterricht. Vielleicht verliert er dadurch seine Abneigung gegen die Schule wieder.

Wenn du ihn in die Schule begleitest, also den ganzen Tag bei ihm bleibst? Würde er dann gehen?

Wenn wirklich nichts geht, würde ich an der Stelle, von mir aus Kontakt zum Schulamt aufnehmen und das Problem ansprechen und das Schulamt um Hilfe bitten. Da sieht das Schulamt, daß euch das Problem nicht egal ist.

LG
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

Vicki
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Re: Schulpflicht nach 9 Jahren beendet?

Beitragvon Vicki » 05.08.2019, 09:34

Hallo,

die Aussage "Die Schule meinte nur wir sollen zusehen das er kommt." ist immer so leicht gesagt von den Behörden.
Bei Krankschreibung bestände vielleicht die Möglichkeit des Hausunterrichtes? Zumindest hier in NRW ist das nach 6 Wochen so. Vielleicht einen anderen Arzt? Facharzt etc.? eine Möglichkeit.
Das mit dem Abholden durch die Behörden ist so eine Sache, ich möchte mal sehen wie die ein Kind mit solch einer Behinderung zwangsweise zur Schule bringen wollen, wie soll das praktisch funktionieren?

Gruss Vicki

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Re: Schulpflicht nach 9 Jahren beendet?

Beitragvon JasminsMama » 05.08.2019, 09:44

Es ist nichts vorgefallen und es kam von heute auf morgen. Er ist immer gern zur Schule gegangen und jetzt verlässt er nicht mal mehr das Grundstück weil er denkt er muss zur Schule
Hallo,
vielleicht ist etwas vorgefallen, dass die Lehrer nicht auf dem Schirm haben. Z.B. durch andere Schüler oder im Bereich der Toiletten, die ja nicht immer von den Aufsichtspersonen im Blick gehalten werden können.

Was ist denn Eure Idee für "nach der Schule"? Auch wenn er nicht arbeiten kann, könnte er in einer WfbM ja betreut werden. Die Werkstätten bei uns haben immer einen Bereich für stark eingeschränkte Menschen, die dort dann betreut werden.

Ansonsten könnte Euch vielleicht ein KJP helfen. Wie kommuniziert Ihr denn mit ihm? Kann er sich mit Gesten oder Karten verständigen bzw. zeigen was er möchte oder nicht möchte?

LG
Sandra
Sandra 06/76
Jasmin Marie 05/02 globale Entwicklungsverzögerung, vis. Wahrnehmungsstörung, Lernbehinderung, starke Hyperopie rechts, hochpathologisches EEG (Besserung seit Jan. 12),
PG 3, SBA 80% B, G, H
***Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht***


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