Pflegegrad-Höherstufung-Schwierigkeit im Umgang mit Kind

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Gutachter Martin
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Re: Pflegegrad-Höherstufung-Schwierigkeit im Umgang mit Kind

Beitragvon Gutachter Martin » 13.07.2019, 08:06

Die Vorgeschichte klingt nach Pflegestufe 2 mit EAK und somit übergeleitetem Pflegegrad 4. Auf Grund der bisherigen Angaben eher unwahrscheinlich, dass inzwischen ein Pflegegrad 5 vorliegt. Wahrscheinlich fehlen Punkte aus Modul 1 und Modul 5, möglicherweise auch aus Modul 4.
Bei übergeleitetem PG 4 würde ich es trotzdem versuchen - auf Grund des Bestandschutzes kann nichts passieren und man hat ein aktuelles Bild.

Silvia & Iris
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Re: Pflegegrad-Höherstufung-Schwierigkeit im Umgang mit Kind

Beitragvon Silvia & Iris » 13.07.2019, 08:09

Hallo Katha,

also eine Einrichtung wird schon möglich sein, welche hängt vermutlich auch bei euch vom PG ab... - so werde ich mit einem intubierten, beatmeten Kind mit Magensonde, liegend nicht unbedingt in eine Caritas-Werkstatt gehen, wo das Kind 8 Stunden nur da liegt und keiner etwas macht mit ihm... - da werde ich wohl eher ein Heim - eine Einrichtung suchen, welche den notwendigen medizinischen Hintergrund hat... - Hingegen mit einem beeinträchtigten Menschen, der mobil ist, der auch kleine Anforderungen schafft, der wird vielleicht einen Werkstattplatz annehmen können... - Es gibt da ja eine Palette an Einrichtungen... und dementsprechenden Klientel...
... ich habe mir da inzwischen einige angeschaut... von der Pflegeeinrichtung über eine Einrichtung mit antroposophischen Ansatz, über eine mit eher homogenen Klientel mit Schwerpunkt Therapie, über Caritas-Werkstätte... es gibt da durchaus ziemlich unterschiedliche Einrichtungen! Ich nehme an, dass auch du schon einige angeschaut hast, wenn das Thema jetzt schon so brisant ist!

- und ja, auch ich bin nicht immer sonderlich erfreut über den pflegerischen Aufwand und schaffe die Therapie bei meinem Kind auch nicht mehr so, wie sie es braucht... deshalb braucht man ja auch Hilfe von außen und sollte sie dann auch annehmen und richtig einsetzen... - Leider auch eine finanzielle Sache...

Viel Erfolg bei der Heimsuche

wünscht

Silvia
... Heim - wie Daheim!
Liebe Grüße
Silvia
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Re: Pflegegrad-Höherstufung-Schwierigkeit im Umgang mit Kind

Beitragvon kati543 » 13.07.2019, 21:23

Ich sehe es bei meinem Sohn...solange er mobil ist, bekommt er keinen PG5.

auch fehlende bzw. eingeschränkte Mobilität reicht bei einer vorhandenen geistigen Behinderung nicht unbedingt für PG 5 .
Hallo Sally,

Ich kenne meinen Sohn ziemlich gut. Er hat schon einige Begutachtungen hinter sich. Wie man unten in der Signatur sieht, ist er keinesfalls nur geistig behindert, sondern hat noch einiges mehr. Wenn ihm irgendwann auch noch die Mobilität fehlt - das wird kommen, er hat zu viele Fehlbildungen und Fehlstellungen - bekommt er auch den PG5.

LG
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Re: Pflegegrad-Höherstufung-Schwierigkeit im Umgang mit Kind

Beitragvon Katha71 » 13.07.2019, 21:38

Ich danke nochmal euch allen für die Antworten. Ich habe es verstanden, denke ich.

Gute Nacht.
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Re: Pflegegrad-Höherstufung-Schwierigkeit im Umgang mit Kind

Beitragvon HeikeLeo » 14.07.2019, 13:23

Liebe Katha,

Deine Tochter ist 15, richtig? Und sie hatte schon länger einen Pflegegrad/Pflegestufe? Dann würde ich auch nochmal eine Neubegutachtung beantragen. Gerade bei Kindern wird immer noch etwas von dem Pflegebedarf abgezogen, da ja auch gesunde Kinder einen gewissen Pflegeaufwand mit sich bringen. Insofern denke ich, würde es sich lohnen, da Deine Tochter jetzt älter ist. Und dass sie rein motorisch laufen kann, bedeutet noch gar nichts, weil sie trotzdem nicht selbständig GEFAHRLOS mobil ist.

Und ich denke auch, dass ein Platz in einer Einrichtung doch leichter zugänglich ist, wenn sie schon mit einem höheren Pflegegrad ankommt. Die Heime sehen auf den ersten Blick, wie hoch der Pflege- und Betreuungsaufwand ist. Die Mittel aus Pflegegrad 5 reichen da wahrscheinlich auch noch nicht aus - aber darauf kann man sich dann bei weiteren Beantragungen immerhin stützen. Wenn "nur" Pflegegrad 4 geboten wird, finden sich dann doch irgendwelche anderen Gründe, dass man für sie keinen Platz hat. Direkt und konkret wird das aber keiner sagen.

Liebe Grüße
Heike

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Re: Pflegegrad-Höherstufung-Schwierigkeit im Umgang mit Kind

Beitragvon Katha71 » 16.07.2019, 11:51

Hallo Silvia, und andere,

in welchem Alter sollte ich die Suche beginnen? Sie wird heute 15....*schniff*

Die Schule meinte beim letzten Gespräch vor den Ferien, im nächsten Schuljahr seien Praktika auf dem Plan, da würde sich rauskristallisieren, wie (und ob...) sie berufsmässig einsetzbar sein könnte. (Ich habe meine Zweilfel, ob überhaupt, bei dem diesjährigen Praktikum in der Gärtnerei hat sie fortdauernd Pflanzen abgezupft....)

Die Frage der statinären Unterbringung im Erwachsenenalter wurde also an Möglichkeit eines Arbeitseinsatzes gekoppelt. Ist das üblich? Muss ich beides parallel organisieren?
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Re: Pflegegrad-Höherstufung-Schwierigkeit im Umgang mit Kind

Beitragvon Senem » 16.07.2019, 12:14

Hallo Katha,


Die Frage der statinären Unterbringung im Erwachsenenalter wurde also an Möglichkeit eines Arbeitseinsatzes gekoppelt. Ist das üblich? Muss ich beides parallel organisieren?
nein, muss es nicht. Zumindest kann ich dies nach meinen Erfahrungen beurteilen.

Ich hab auch Praktikas in der Schulzeit gemacht und da war nie die Rede davon, das man sich parallel um ein Wohnheimplatz kümmern muss.

Es ist auch nicht zwingend notwendig, dass man aus dem elterlichen Umfeld ausziehen muss.
Ich hab damals selbst die Entscheidung getroffen, auszuziehen.
Gruß

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Re: Pflegegrad-Höherstufung-Schwierigkeit im Umgang mit Kind

Beitragvon Engrid » 16.07.2019, 13:27

Hallo Katha,

in ein Wohnheim ziehen als Mensch mit geistiger Behinderung ist das eine (das geht übrigens auch schon vor dem 18. Geburtstag).
Das andere ist die Beschäftigung: wenn das Kind produktiv arbeiten kann, aber eine geschützte Umgebung und Anleitung braucht (keine Inklusion), dann ist die Werkstatt für Menschen mit Behinderung die erste Wahl. Wenn das Kind nicht produktiv arbeiten kann, dann gibt es die Tagesförderung (denn jeder Mensch braucht eine Struktur).
Das ist gewöhnlich nicht am gleichen Ort wie das Wohnen, das ist auch wichtig.

Unser Schul-/Tagesstättenträger macht ab und an Besichtigungen von Werkstätten und auch Wohnstätten mit den Eltern. Gibt es das bei Euch nicht?
Außerdem haben die Einrichtungen auch Tag der offenen Tür usw, da kann man sich gut informieren.

Grüße
Engrid
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Re: Pflegegrad-Höherstufung-Schwierigkeit im Umgang mit Kind

Beitragvon Katha71 » 18.07.2019, 12:51

Danke, Engrid!

Nein, die Schule hat bislang sowas nicht angesprochen.

Wie habt Ihr die stationäre Unterbringung Eurer Kinder organsiert? Ich finde die Situation ziemlich unübersichtlich....

Zwar gibt es Pflegestützpunkte, und im Internet sind die einzelne Einrichtungen zu finden. Sollte ich die alle jetzt schon anschreiben? Termine vereinbaren, besuchen....
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Re: Pflegegrad-Höherstufung-Schwierigkeit im Umgang mit Kind

Beitragvon Silvia & Iris » 18.07.2019, 18:29

Hallo Engrid und auch Katha,

ich denke, dass dieser Besuch auch davon abhängt WIE schwer der Schüler betroffen ist - bei uns sind solche Maßnahmen kein Thema, da es keine andere Möglichkeit gibt, als eine Tagesstätte... Natürlich hat man auch einmal darüber geredet, wohin Schüler nach der Schule untergekommen sind... - und ich habe einmal Folder erhalten, die für mich allerdings nicht wirklich relevant waren, da ich in einem anderen Bundesland wohne, als diese Einrichtungen sind... - Aber auch ich habe meine Tochter bereits im Alter von 15 Jahren vorgestellt und gefragt, wie was wann und welche Schritte dafür notwendig sind...
Liebe Grüße
Silvia
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