Förderortwechsel

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

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LunaBluna
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Re: Förderortwechsel

Beitragvon LunaBluna » 09.07.2019, 13:27

Oh, Entschuldigung, das hatte ich übersehen.
Das ist schlecht. Förderbedarf ist ja vorhanden und sollte auch beibehalten werden, um evtl. später einen I-Helfer beantragen zu können. Kann man dem Streichen des Förderbedarfs irgendwie entgehen?
Wird das grundsätzlich gemacht vom Schulamt?

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Regina Regenbogen
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Re: Förderortwechsel

Beitragvon Regina Regenbogen » 09.07.2019, 13:33

LunaBluna hat geschrieben:Oh, Entschuldigung, das hatte ich übersehen.
Das ist schlecht. Förderbedarf ist ja vorhanden und sollte auch beibehalten werden, um evtl. später einen I-Helfer beantragen zu können. Kann man dem Streichen des Förderbedarfs irgendwie entgehen?
Wird das grundsätzlich gemacht vom Schulamt?


Beim Wechsel von der Förderschule auf die Regelschule muss meines Wissens nach der Förderbedarf erst aufgehoben werden, damit die neue Schule einen neuen Antrag stellen kann.

Der Förderbedarf ist KEINE Voraussetzung für die Bewilligung der Schulbegleitung. Dann schon eher der SBA.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

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Re: Förderortwechsel

Beitragvon LunaBluna » 09.07.2019, 16:08

Danke Regina.
Das ist gut zu wissen.

LunaBluna
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Re: Förderortwechsel

Beitragvon LunaBluna » 09.07.2019, 17:18

Weiß jemand, ob die Jugendlichen dann schlechter gestellt sind bei der Berufswahl, wenn sie einen Hauptschulabschluss auf der Förderschule gemacht haben? Oder kann man generell sagen, dass die Abschlüsse auf der Regelschule mehr anerkannt werden und die Jugendlichen dann eine bessere Chance erhalten könnten?

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Re: Förderortwechsel

Beitragvon Regina Regenbogen » 10.07.2019, 08:58

Dazu kann dir niemand eine verlässliche Antwort geben, das ist mit Sicherheit stark abhängig von der Gegend, in der ihr wohnt und dem Berufsfeld, das in Betracht gezogen wird. Generell dürfte die Auswahl an Berufen, für die ein Hauptschulabschluß als ausreichend angesehen wird von den Ausbildungsbetrieben, erheblich geringer sein. Es zählt aber auch die Motivation des Schülers in der Berufsorientierungsphase.
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Re: Förderortwechsel

Beitragvon Sandra1978 » 10.07.2019, 10:24

Hallo,
bei uns machen viele Kinder nach dem Abschluss auf der Förderschule noch 1 Jahr überbrückungsjahr auf der Berufsschule und bewerben sich dann mit dem Zeugnis.

Hier heißt das Büf Klasse.

Gruß Sandra
Mama Sandra (Asperger Autist)
Papa Jochen (Lernebehindert)
Sarah (2003) (Lernbehindert)

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Re: Förderortwechsel

Beitragvon LunaBluna » 11.07.2019, 08:18

Vielen Dank für die Infos.
Wie ist es denn auf den Realschulen? Dort gibt es ja immer bessere und schlechtere Schüler/innen. Die, die schlechter sind und eigentlich den Realschulabschluss nicht schaffen, könnten diese dann auf der Realschule auch den Hauptschulabschluss machen?
Die Hauptschulen wurden ja eigentlich fast alle eingestampft.
Hier sind auch die Förderschulen ziemlich voll.

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Re: Förderortwechsel

Beitragvon JasminsMama » 11.07.2019, 09:05

Hallo,
auf unserer Realschule kann man nach der 9. Klasse den Hauptschulabschluss machen.

Das habe ich dazu im www gefunden:

Hauptschulabschluss an der Realschule

In den Bundesländern, in denen es noch bzw. wieder eine Realschule gibt, erhält man auf der Realschule mit der Versetzung von der neunten in die zehnte Klasse den (einfachen) Hauptschulabschluss, wenn ein bestimmter Notendurchschnitt erreicht wurde. Dies ist in den Ländern Bayern, Berlin, Baden-Württemberg und Niedersachsen möglich. Mit dem Abschlusszeugnis ist es daher möglich, die Realschule, mit dem Hauptschulabschluss in der Tasche, auch schon nach der neunten Klasse zu verlassen und z.B. eine Ausbildung zu beginnen. Auch der Besuch der Berufsschule ist möglich. Eine Ausnahme bilden hierbei Berlin, Brandenburg, Bremen und Nordrhein-Westfalen. Dort gibt es eine mind. zehnjährige Vollzeitschulpflicht. Ebenso kann an einer Realschule der qualifizierende (bei entsprechenden Noten nach der Jahrgangsstufe 9) oder erweiterte Hauptschulabschluss erworben werden, letzterer in dem Fall, dass man die Anforderungen an den mittleren Schulabschluss nach der 10. Klasse nicht erfüllen konnte.

LG
Sandra
Sandra 06/76
Jasmin Marie 05/02 globale Entwicklungsverzögerung, vis. Wahrnehmungsstörung, Lernbehinderung, starke Hyperopie rechts, hochpathologisches EEG (Besserung seit Jan. 12),
PG 3, SBA 80% B, G, H
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Re: Förderortwechsel

Beitragvon Alexandra2014 » 11.07.2019, 09:37

Hallo!
Mein erster Gedanke bei deiner Beschreibung war „Realschule mit Schulbegleitung“. Die Schulbegleitung könnte ihn strukturieren, zur Eigeninitiative anleiten, Mobbing unterbinden...
Mit dem Förderbedarf hätte er ja Anspruch.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Re: Förderortwechsel

Beitragvon LunaBluna » 11.07.2019, 09:58

Hallo Alex,

das wollen wir zumindest erstmal als Praktikum "anleiern", um noch die Türe zur Förderschule offen zu lassen, wenn es gar nicht klappen sollte. Jetzt muss ich nur die evtl. abgebende, jetzige Förderschule davon überzeugen.

Ich warte noch auf einen Rückruf der zuständigen Pädagogen der Realschule.
Wäre es auch möglich, eine Schulbegleitung schon während des Praktikums an der Seite zu haben?
Was müssen wir dafür beachten/anstoßen?

Vielen Dank für eure vielen Anregungen/Tipps.


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