Motorische Entwicklung bei Sehbehinderung

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Lauri144
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Motorische Entwicklung bei Sehbehinderung

Beitragvon Lauri144 » 02.07.2019, 19:03

Hallo Mamis und Papis,
Meine Tochter 10 Monate trägt seit 4 Monaten eine Brille wg Weitsichtigkeit und Schielen. Sie liegt in ihrer Entwicklung deutlich zurück und fällt unter gleichaltrigen stark auf. Ist es normal, dass sie sicj langsamer entwickeln. Wer hat damit Erfahrungen?

Lg Laura

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Henrymami
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Re: Motorische Entwicklung bei Sehbehinderung

Beitragvon Henrymami » 02.07.2019, 19:24

Ich würde sie in einem sozialpädiatrischem zentrum einem neuropädiater vorstellen, dann bist du auf der sicheren seite.
Vg
Henry 25.06.13 Goldberg sphrintzen megakolonsSyndrom
PEG, spastische zerbraparese Katarakt bds, Glaukom

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Alexandra2014
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Re: Motorische Entwicklung bei Sehbehinderung

Beitragvon Alexandra2014 » 02.07.2019, 19:30

Hallo Laura,

mein Kind hat auf beiden Augen +6 Dioptrien (also auch weitsichtig) und zusätzlich eine visuelle Wahrnehmungsstörung, als Baby auch eine ganz leichte Hemiparese, von der man heute nichts mehr merkt, wenn man es nicht weiß. Anfangs waren es aber nur +2,5 Dioptrien und sie hat sich motorisch nicht wesentlich langsamer entwickelt, als andere. Sie war zwar spät in allem, aber immer gerade noch im Rahmen (auf den Bauch und zurück drehen mit 6 Monaten, Robben und Flasche selbst halten mit 8 Monaten, freies Sitzen mit 10 Monaten, eigenständig aus dem Robben hinsetzen mit 10,5 Monaten, an Möbeln entlang laufen mit 11 Monaten, Krabbeln kam dann erst mit 15 Monaten und freies Laufen mit 19 Monaten).

Hat man euch denn gesagt, dass sich die Entwicklunsgverzögerung rein durch das schlechte Sehen erklären lässt? Oder ist da vielleicht noch was anderes?
Gab es Probleme während der Geburt oder Auffälligkeiten unmittelbar nach der Geburt?

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Lauri144
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Re: Motorische Entwicklung bei Sehbehinderung

Beitragvon Lauri144 » 02.07.2019, 19:42

Hallo Alex,

Bei der Geburt wurden uns keine Auffälligkeiten mitgeteilt. Es bestand v. A Neugeboreneninfektion, diese hat sich dann aber nicht bestätigt.
Merle dreht sich seitdem sie 8 Monate ist aber auch nur wenn sie muss. Robben macht sie nicht. Im momemt wippt sie im 4füßlerstand hin und her
Freies Sitzen klappt noch nicht bzw ist noch sehr wackelig. Sie wirkt sehr hektisch.
.macht ständig drehende Bewegungen mit den Händen. So als würde sie eine Glühbirne eindrehen wollen. Auch wackelt sie viel mit dem. Wie eine dezente Nein Nein Bewegung. Sie hält auch nur selten Blickkontakt. Auch beim Füttern schaut sie ständig in eine andere Richtung. Ich mache mir solche Sorgen.

Lauri144
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Re: Motorische Entwicklung bei Sehbehinderung

Beitragvon Lauri144 » 02.07.2019, 19:43

Und sie macht ständig den sogenannten Flieger. Oder Freischwimmer in Bauchlage

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Alexandra2014
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Re: Motorische Entwicklung bei Sehbehinderung

Beitragvon Alexandra2014 » 02.07.2019, 20:33

Den Freischwimmer in Bauchlage hatten wir auch, aber nur im Gras. War wohl aufgrund ihrer Wahrnehmungsstörungen. ;-)
Ward ihr schon mal einem SPZ? Ich würde auch sagen, mal den Neuropädiater drauf schauen lassen.
Was sagt denn euer Kinderarzt zu den Auffälligkeiten (Hand drehen, Kopf wackeln)?

Das Wippen im Vierfüßler ist eine Vorübung für das Krabbeln. Das hat mein Kind z.B. nie gemacht...

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Lauri144
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Re: Motorische Entwicklung bei Sehbehinderung

Beitragvon Lauri144 » 02.07.2019, 20:49

Ok haben nächsten Monat die U6 da werde ivh es mal ansprechen und abwarten was der Kinderarzt sagt. Hab Angst davor.

Mascha2013
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Re: Motorische Entwicklung bei Sehbehinderung

Beitragvon Mascha2013 » 02.07.2019, 21:32

Hallo Laura!

Ich kenne einige Kinder, die mit zehn Monaten noch nicht vom Fleck kommen. Das Wippen ist die Vorübung fürs Krabbeln. Das geht bald los, keine Sorge! Die Kinderärzte sagen, dass die Kinder bis zum 1. Geburtstag irgendwie vorankommen sollen, sei es robbend, rollend, krabbelnd oder auf dem Po rutschend. Bis dahin habt ihr ja noch etwas Zeit. Das kann sich alles von einem auf den anderen Tag ändern. Ich kenne bspw. einen Jungen, der hat mit 10,5 Monaten angefangen zu robben, mit 11 Monaten kam das Krabbeln und mit 11,5 Monaten ist er gelaufen. Das hätte einen Monat vorher keiner erwartet. Wie ist Merle denn sonst so drauf? Ist sie neugierig und interessiert an ihrer Umwelt? Oder fällt dir diesbezüglich ein Unterschied zu Gleichaltrigen auf? Man hat als Mama ja meist ein Gefühl, ob da was im Busch ist oder nicht. Letztlich bleibt einem leider eh nichts anderes übrig als abzuwarten. Ich finde das auch total schwer! In ein bis zwei Jahren wirst du wahrscheinlich wissen, wohin die Reise geht! Ich drücke die Daumen, dass alles gut ausgeht!

Viele Grüße

Mascha
Mascha mit Lucie *3/2013, Entwicklungsverzögerung ohne Diagnose

Luuri
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Re: Motorische Entwicklung bei Sehbehinderung

Beitragvon Luuri » 02.07.2019, 21:35

Hallo Laura,

Ich kann deine Ängste gut verstehen und absolut nachvollziehen. Versuche keine Angst zu haben, sondern lieber alles als Chance zu sehen. Denn man wird euch nur helfen und im SPZ meines Erachtens viel mehr, als beim Kinderarzt. Dort sind die Spezialisten.

Mit den Händen wackelt meiner heute noch, wenn er sich extrem freut oder was ganz leckeres zu essen sieht. Was genau das ist, weiß ich bis dato nicht. Ich tippe mal auf Wahrnehmungsstörung.

Bei uns ist es eine andere Geschichte, aber F. fängt jetzt an (22 Monate) am Lauflernwagen alleine zu laufen. Zieht sich überall hoch. Krabbelt seit 3 Monaten, gerobbt ist er mit 15 Monaten. Drehen auch mit 8 und sich selbst hinsetzen um den ersten Geburtstag.
Er hat allerdings neben seiner Opticusatrophie noch viele weitere Baustellen. Siehe Signatur! Aber weißt du was, er ist einfach so ein süßer, lieber und herzlicher Mensch. Er bekommt von allen (Familie, Freunde etc.) so viel Liebe, das ist einfach so schön zu sehen, auch wenn er eben nicht so perfekt-perfekt wie andere Kinder ist. ABER für uns ist er so perfekt wie er ist.

Sicherlich habe ich mir das damals alles noch gaaaanz anderes vorgestellt und als ich dann mit der Situation konfrontiert wurde, war das eine sehr sehr schlimme und hatte Zeit. Gerade weil ich unzählige Freunde und Bekannte habe die im gleichen Zeitraum ihre gesunden Babys geboren haben. Natürlich bin ich ab und an noch traurig, versuche aber diese Gedanken sofort zu verdrängen, weil sie mich nicht weiter bringen. Wir leben in dem hier uns jetzt. Was in den nächsten Jahren kommt weiß ich nicht und die anderen auch nicht. Und ich denke, oftmals ist das auch gut so! Denn somit genießen wird doch vielmehr das Gegenwärtige.

Bekommt ihr denn Sehfrühförderung? Wir haben das beantragt und auch bewilligt bekommen. Und ich würde meinen, das hilft den Kindern sehr.

Liebe Grüße Laura
F. 26.08.2017 IVH 2-3. Grades links im Mutterleib, Hydrocephalus, shuntversorgt, entwicklungsverzögert, fokale Epilepsie, V.a. Hemiparese rechts

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Lauri144
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Re: Motorische Entwicklung bei Sehbehinderung

Beitragvon Lauri144 » 03.07.2019, 08:08

Liebe Mascha liebe Laura ,
danke für eure Antworten das tut mir sehr gut .Merle ist an sich an ihrer Umwelt sehr interessiert aber sie schafft es einfach nicht mit anderen Kindern mitzuhalten sie bekommt ständig Spielzeug abgenommen und kann sich diesbezüglich nicht wehren und schafft es auch nicht sich zurückzuholen weil sie einfach noch nicht vorankommt und ihre Bewegung noch sehr statisch und unbeholfen.sind wir gehen seit sie sechs Monate ist alle drei Monate in die Sehschule aber ob das jetzt seh Frühförderung ist weiß ich nicht . Ich bin noch etwas vorbelastet meine kleine Schwester ist schwerstbehindert vielleicht in der interpretiere ich auch in alles zuviel rein. Ich habe mir immer vorgenommen eine Mutter zu werden die ihr Kind nicht vergleicht aber wir haben eine super Clique aus dem Geburtsvorbereitungskurs entwickelt die Kinder sind alle gleich alt und Merle fällt einfach extrem auf. nicht nur bei dem was sie nicht kann sondern auch wie sie die anderen Sachen macht die sie kann. Ich werde es auf jeden Fall beim Kinderarzt ansprechen und gegebenfalls ins SPZ gehen Punkt aber wie schon gesagt meistens bekommt man erst eine Diagnose wenn die Kinder älter sind. Vor der Schwangerschaft war mir immer klar wenn ich ein behindertes Kind bekomme schaffen wir das und ich will niemals das Kind dann nicht haben wollen Punkt wir haben in der Schwangerschaft auch überhaupt keine Untersuchung machen lassen weil mir ist egal war . aber jetzt in der Situation es ist doch noch mal was anderes was man für Ängste hat und ich weiß halt auch was auf mich zukommen wird.

Ich grüße euch


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