Jenny mit Laura (Anpassungsstörung oder doch frühkindlicher Autismus?)

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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Jenny101719
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Jenny mit Laura (Anpassungsstörung oder doch frühkindlicher Autismus?)

Beitragvon Jenny101719 » 11.06.2019, 20:32

Hallo liebe Mami's u d Papi's 
ich brauche dringend Euren Rat, Eure Meinung. 
Meine 2 jährige Tochter hat letztes Jahr eine Anpassungsstörung diagnostiziert bekommen. Wir waren mit ihr beim Kinderarzt, dort wurde sie auf Herz und Nieren (Schlaf-EEG, Herzultraschall, Herzecho, Blutabnahme) durchgecheckt, da sie sich oft in die Bewusstlosigkeit schreit. Bei den Untersuchungen war alles ok. Der Arzt hat uns paralell zu einer Kinderpsychologen geschickt, die uns dann die Diagnose genannt hat. Sie hat uns auch gute Tips gegeben, nur helfen diese leider nicht mehr.
Ihr Verhalten äußert sich z. B. so:
Unsere Kleine hat Probleme mit Veränderungen, kann sich spontanen Situationen nicht gut anpassen. Sie braucht einen absolut regelten fast immer gleichen Tagesablauf. Frühstücken mit groß Tisch decken ist nicht, sie ist total überfordert mit dem Angebot. Weihnachtsdeko war eine Katastrophe usw.......
Das schlimmste ist jedoch, das sie haut, kratzt,beißt, schupst und das alles aus dem nichts heraus. Ich beobachte sie schon nur noch und versuche diese Situationen rechtzeitig zu vermeiden, aber darunter leidet unser ganzes Familienleben. Meine Große leidet unter den Ausrastern und darunter das ich fast nur mit der Kleinen beschäftigt bin. Nun bin ich schwanger mit Zwillingen und unser Haus ist auch nicht fertig. 

Ich gebe offen zu, ich bin momentan sehr überfordert, und weiß einfach nicht mehr was ich machen soll.... immer wieder denke ich, ob da nicht parallelen zum Authismus sind...
Aber der Kinderarzt sagt sie schaut uns ja an wenn wir mit ihr reden, das ist total untypisch dafür. Und wenn du dann noch hörst,von der Familie, du musst das gleiche mit ihr machen, damit sie merkt wie weh das tut...Sorry das überschreitet alles...

Dieses Forum wurde mir empfohlen, deswegen schreibe ich hier.
Mir wurde nun geraten, sie in einem SOU vorzustellen.
Geht es jemandem ähnlich? Habt ihr einen Rat für mich??

Liebe Grüße Jenny

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Alexandra2014
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Re: Jenny mit Laura (Anpassungsstörung oder doch frühkindlicher Autismus?)

Beitragvon Alexandra2014 » 11.06.2019, 21:42

Hallo Jenny,

ja einen Rat habe ich: hör nicht auf den Kinderarzt.
Mein Kind hält ziemlich gut Blickkontakt und ist voll drin im Autismusspektrum. Nicht zuletzt wegen solcher unqualifizierten Aussagen, wie von deinem Hausarzt, hat bei uns die Diagnosestellung sehr lange gedauert.

Ich würde dir raten, dich an jemandem mit ganz viel Erfahrung zu wenden und auch die Dringlichkeit zu betonen.
Wir waren in der Ambulanz einer kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik und haben uns dort sehr verstanden gefühlt.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Alisa1906
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Re: Jenny mit Laura (Anpassungsstörung oder doch frühkindlicher Autismus?)

Beitragvon Alisa1906 » 12.06.2019, 04:49

Hi Jenny,

Ich fühle mit dir! Mein Sohn verhält sich genauso. Er wird im September 3. Waren auch im Spz und die sagten es kann kein Autismus sein, weil er Blickkontakt etc hält.

Wie Alex schon oben geschrieben hat, es kann durchaus sein das es trotzdem so ist. Ich habe jetzt Ende Juni einen Termin beim KJP zwecks Diagnostik dort. Lass dich nicht verunsichern, hole dir eine 2. Meinung!
Und das du überfordert bist, glaub ich, habe auch noch eine 4 Monate alte Tochter daheim.

Bleib stark!!
Alisa mit Ben (v.a. ASS und Epilepsie)

Jenny101719
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Re: Jenny mit Laura (Anpassungsstörung oder doch frühkindlicher Autismus?)

Beitragvon Jenny101719 » 12.06.2019, 07:44

Vielen Dank Ihr beiden für Euren Rat. Dann werde ich mich gleich mal ans Telefon hängen.

Lotte und Dennis
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Re: Jenny mit Laura (Anpassungsstörung oder doch frühkindlicher Autismus?)

Beitragvon Lotte und Dennis » 12.06.2019, 08:43

Hallo Jenny,

mein Sohn ist wirklich ein typischer Asperger. Und trotzdem hält er Blickkontakt zu uns. Es ist eher in neuen Situationen und ihm fremden Menschen, wo er keinen Blickkontakt hält.

Ich kann mich da nur den anderen Ratschlägen anschließen, hole dir mehrere Meinungen! Unser erster Kinderarzt meinte mal, das wächst sich aus :lol: :lol: :lol: :lol: . Unsere jetzige Kinderärztin hat ganz offen und ehrlich zugeben, dass sie sich mit Autismus nicht auskennt, und uns in ein SPZ verwiesen.

Die wiederum sind sehr schnell zu einer Diagnose gekommen. Wichtig bei der Anmeldung, schildere unbedingt, wie euer Familienleben leidet! Auch wenn es schwerfällt! Aber dann besteht die Chance, früher einen Termin zubekommen.

Zur Not wechsel den KiA, wenn er euch nicht unterstützt!

Alles andere lässt euch auf Dauer zusammenbrechen! Denke mal darüber nach einen Pflegegrad zu beantragen. Dann habt ihr evt. die Möglichkeit Entlastung zu bekommen.

Lass dich nicht unterkriegen :!: . Und versuche trotzdem die Schwangerschaft zu genießen!

LG

Lotte

Alisa1906
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Re: Jenny mit Laura (Anpassungsstörung oder doch frühkindlicher Autismus?)

Beitragvon Alisa1906 » 12.06.2019, 09:21

Mal eine Frage, vielleicht kennt sich jemand aus?

Mein Sohn hat Epilepsie und v.a. ASS (noch in der Diagnostik)

Habe aber auch einen Pflegegrad beantragt. Wie stehen denn die Chancen das durchzukriegen ohne endgültige Diagnose? Bzw welchen Pflegegrad könnte das werden? Ich weiss es kommt immer auf die jeweilige Situation an.

Lg
Alisa mit Ben (v.a. ASS und Epilepsie)

Lotte und Dennis
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Re: Jenny mit Laura (Anpassungsstörung oder doch frühkindlicher Autismus?)

Beitragvon Lotte und Dennis » 12.06.2019, 12:33

Hi,

Eigentlich spielt die Diagnose keine Rolle. Entscheidend ist, wieviel mehr Pflege gegenüber Gleichaltrigen nötig ist.

LG
Lotte

Manuela1304
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Re: Jenny mit Laura (Anpassungsstörung oder doch frühkindlicher Autismus?)

Beitragvon Manuela1304 » 12.06.2019, 12:46

Hallo

Unser Sohn wird Ende des Monats 6 Jahre und er hat erst Anfang dieses Jahres den v.a. Autismus diagnostiziert bekommen.
Vorher sagte jeder, das kommt von der starken Entwicklungstörung, Traumatisierung und Blindheit.
Keiner hat sich mal die Mühe gemacht genau hinzusehen.
Der Heilpä.Kimdergarten meinte ne das glauben die nicht ....obwohl er quasi ALLE Symptome eines frühkindlichen Autismus erfüllt.
Er spricht zudem nicht, und keiner weiss genau warum aber Nene an Autismus liegt das nicht
Er mag keine fremden Situationen, hat Angst vor fremden und lehnt selbst Leute zu 90 % ab die er kennt.
Er beisst sich selbst in den Arm und Pullis kaputt.
Er mag Rituale und fordert sie ein, Liste geht noch weiter
Ätzend das Autismus scheinvar kaum einer ernst nimmt !

Ich weiss nicht woher du kommst, aber hier kamn dir sicherlich jemand eine gute Adresse in deiner Nähe geben
Anpassungstörung alleine ist es wahrscheinlich nicht, in den Köpfen der Ärzte ist Autismus immer mit fehlenden Blickkontakt gekoppelt mit Blickkontakt kann es kein Autismus sein so ihre Meinung.

Ganz liebe Grüsse
Manu

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Angela77
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Re: Jenny mit Laura (Anpassungsstörung oder doch frühkindlicher Autismus?)

Beitragvon Angela77 » 13.06.2019, 11:14

Hallo zusammen,
ich habe damals unseren KiA bei der U7 auf Autismus angesprochen. Er sprach nicht (mehr),drehte stundenlang an Autorädern, machte keinerlei Zeigesgesten oder sonstige Versuche, etwas nachtzuahmen etc. pp., dafür interessiert er sich für die Buchstabentafel im Untersuchungstermin.
Der KiA-Arzt bat uns, Bene zur rufen. Unser Sohn kam zu uns (was er damals generell auch selten auf Zuruf tat)- und damit war für unsere KiA klar, dass "der Junge keinen Autismus haben kann".
Tja, schön wäre es gewesen... Er ist sogar recht schwer betroffen und hat seit dem ersten Kita-Tag bis heute eine 1:1 Integrationshilfe und mittlerweile PG 4.
Er ist natürlich trotzdem ein toller Junge, aber ich hatte damals auch gerade wieder ein Baby bekommen und ich hätte so dringend Hilfe gebraucht.
Tja, die habe ich dann erstmal im Forum finden müssen :wink:, was nachträglich auch gut gut war, so konnte ich die späteren Therapeuten später besser ein- und notfalls auch absetzen bzw. wechseln :mrgreen:.
Liebe Grüße
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)


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