Angst vor dem eigenen Kind

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NataschaSte
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Re: Angst vor dem eigenen Kind

Beitragvon NataschaSte » 09.06.2019, 22:17

Hallo,

Danke euch für die Antworten.

Wie gesagt, es war wirklich jetzt einige Monate drastisch besser...

Was bringt ein kjp bei so nen zwerg?

Wer ist da sonst noch Ansprechpartner?

Mein Mann kann nicht übernehmen, weil er abends extreme Schmerzen von einem nichtoperablen discusprolaps hat und er auf 180 läuft...

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen kjp und neuropädiater.

EEG war bis jetzt unauffällig, er hat aber demnächst das 24 Std eeg, wegen dem umkippen.

Deswegen bin ich auch sehr angespannt weil ich einfach keine Ahnung hab wie ich ihn von 14 bis 9 Uhr im Bett halten soll..

Stimmt ich bin aktuell zu passiv.. Stosse auf Gegenwind und gebe sofort nach, was eigentlich untypisch ist für mich.

Irgendwie krass verquere Situation.

Liebe Grüße
Natascha und Thaddäus, geb 12/15, atypischer Autismus

Ein guter Schulabschluss ist kein Indikator für Intelligenz, sondern von guter Anpassungsfähigkeit. - Gerald Hüther

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Anna-Nina
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Re: Angst vor dem eigenen Kind

Beitragvon Anna-Nina » 09.06.2019, 22:34

Bei uns kümmert sich der Neuropädiater rein nur um die Epilespsie und die KJP ist für alles andere (Schule und vor allem Atteste die man für Gelder braucht zuständig). Unser Neuropädiater hat sich auch wegen Medikinetversuch geweigert, das musste dann die KJP übernehmen.

Ich würde sagen KJP ist für psychiatrische Störungen (Depressionen, Authismus, AD(H)S ohne körperliche Ursache?) zuständig Neuropädiater für Neurologische (Epilepsie, Nervenerkrankungen etc also die das Gehirn bzw das Nevensystem betreffen und eine organische Ursache haben) aber oft vermischt sich beides.
So wie bei uns - darum haben wir beides.

Ich hab mir vor dem Langzeit EEG (1x 24 h und einmal 8 Tage) auch total Gedanken gemacht - komischerweise lief es alles besser als erwartet.

Ich drücke Euch die Daumen!

LG

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Engrid
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Re: Angst vor dem eigenen Kind

Beitragvon Engrid » 09.06.2019, 22:35

Hallo Natascha,

Was bringt ein kjp bei so nen zwerg?
Na, der KJP ist der Facharzt für die Psyche. Der sollte also, wenn er entsprechend spezialisiert und gut ist, solches Verhalten deuten können, und mit den Eltern gemeinsam Lösungen entwickeln. Lösungen sind zb verhaltenstherapeutische Ansätze, Medikamentierung, Sachlösungen wie Pflegebett, ...).
Mit einem schwierigen, komplizierten Kind mit seelischer Behinderung (die steht mit oder ohne ASS wohl ohne Zweifel) braucht man meiner Meinung nach einen KJP, der einem fachlich zur Seite steht, langfristig, der dann auch das Kind mit der Zeit gut kennt, einschätzen kann.

Dir muss doch klar sein, dass Ihr Hilfe braucht?

Stosse auf Gegenwind und gebe sofort nach, was eigentlich untypisch ist für mich.
Dein Kind sucht Halt, leider auf krasse Weise. Jemand, der Angst hat, ist als Fels in der Brandung untauglich. Ihr müsst zügig raus aus dieser Spur.
Dir geht grade die Kraft aus, nachvollziehbar. Hol Dir Unterstützung, mobilisiere Ressourcen.

Ich hatte hier auch schon ziemlich verzweifelte Zeiten, und womöglich kommen auch irgendwann wieder welche. Irgendwie ging es immer dann, wenn es gar nicht zum Aushalten war, wieder aufwärts. Alles Gute!

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

Anjali
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Re: Angst vor dem eigenen Kind

Beitragvon Anjali » 10.06.2019, 09:55

NataschaSte hat geschrieben:(...)

Ach doof, ich will wieder so schön einschlafen mit ihm...


Kann ich daraus schließen, dass du noch jede Nacht mit deinem Sohn ihm im gleichen Bett verbringst? Ihn ins Bett bringst und damn die ganze Nacht neben ihm ausharrst? Das war ja schon vor über einem Jahr der Fall und damals warst du überhaupt nicht glücklich darüber, ab abends ans Bett gefesselt zu sein.
Schon damals hatte er dich im Bett getreten, ist auf dir rumgehüpft etc.

Mittlerweile hat er dir sogar Zähne ausgeschlagen?

Ich denke, ihr „hockt“ zu nahe aufeinander.
Du stehst als „Boxsack“ jederzeit zur Verfügung. Ohne Konsequenzen.
Ich kann dir daher nur dringend raten, dich ihm nachts konsequent zu entziehen und etwas mehr auf körperlichen Abstand zu gehen.
Zumindest in dieser akuten aggressiven Phase.
Ein Pflegebett könnte auch nur helfen, wenn dein Sohn alleine darin liegen würde.
Viele Grüße
Anja

Mutter mit Sohn (18 Jahre / Asperger-Autist)

AnnalenaO
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Re: Angst vor dem eigenen Kind

Beitragvon AnnalenaO » 10.06.2019, 11:35

Hallo Natascha!

Wo wurde denn die Diagnose gestellt? Da würde ich mich an deiner Stelle hinwenden und Abhilfe suchen.

Liebe Grüsse
Sohn 5/2009 Asperger Syndrom
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Biancamit2
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Re: Angst vor dem eigenen Kind

Beitragvon Biancamit2 » 10.06.2019, 20:27

Ernsthaft? Dein 3,5 Jahre alter Sohn schlägt dir Zähne aus, und du lässt das mit dir machen?
Also entweder du bist so dermaßen an Gewalt gewöhnt ( wurdest von den Eltern geschlagen, oder schlägt dich dein Mann?) oder aber, du bist nicht echt.
Keine Mutter lässt sich von einem 3 jährigen verschlagen und die Zähne ausschlagen. Und ehrlch gesagt wage ich zu bezweifeln dass ein 3 jähriger zum Zähne ausschlagen die Kraft hat...

Hier stimmt etwas gewaltig nicht.
Bianca mit Sohn (2004, Skoliose, LRS) und Tochter (02.2009 Frühchen 29+0, ICP, PVL, spastische Diparese, und manch anderes) und zwei Sternchen *2003 *2008 fest im Herzen

NataschaSte
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Re: Angst vor dem eigenen Kind

Beitragvon NataschaSte » 10.06.2019, 21:00

Hallo,

Annalena, wir waren bei einer privat die bei der Autistenhilfe in Wien arbeitet oder gearbeitet hat. Hat aba als Therapie Ansatz, da sehe ich uns nicht, aber ich werde sie fragen ob sie noch Ansprechpartner weiß. Danke für die Idee.

Anja, mein kleiner schläft nach wie vor nicht alleine, geht aber mittlerweile so spät ins Bett das ich nur noch froh bin meine ruhe zu haben und gar nicht mehr aufstehen möchte.

@bianca, ja genau, mein Sohn existiert wahrscheinlich gar nicht.
Und zum anderen weder meine Eltern haben noch, noch mein Mann würden mich je grob anfassen.

Aber ansonsten ja, ich war opfer brutalster Gewalt, das über mehrere Jahrzehnte ging.

PS meine Zähne waren vorher schon geschädigt, nur halt noch existent...

Shit happens

Und an alle anderen danke für die Inputs, hab morgen viel zu telefonieren

Grüße
Natascha und Thaddäus, geb 12/15, atypischer Autismus

Ein guter Schulabschluss ist kein Indikator für Intelligenz, sondern von guter Anpassungsfähigkeit. - Gerald Hüther

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Re: Angst vor dem eigenen Kind

Beitragvon chrissibaer » 10.06.2019, 21:24

Ohne dir nahetreten zu wollen: Aber wie kann ein 3-Jähriger einem Erwachsenen die Zähne ausschlagen???

Den hält man, wenns notwendig ist, schlichtweg fest oder klemmt ihn sich unter den Arm. Auch wenn man ihm dabei möglicherweise wehtut.

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Engrid
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Re: Angst vor dem eigenen Kind

Beitragvon Engrid » 10.06.2019, 21:32

Hallo Natascha,

wenn Du selber ein Gewaltopfer bist, ergibt sich, was Thaddäus betrifft u.U. nochmals eine zusätzliche Dynamik. Wie schon geschrieben, mein Sohn zb legt nachhaltig und quasi zwanghaft den Finger in offene Wunden. Nicht aus Bosheit oder Lieblosigkeit, sondern auf der Suche nach Halt und Kontrolle.

Lasse Dich bitte nicht beirren, Dir passende Hilfen zu organisieren, zügig und hartnäckig.

Alles Liebe
Engrid
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Biancamit2
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Re: Angst vor dem eigenen Kind

Beitragvon Biancamit2 » 10.06.2019, 22:00

chrissibaer hat geschrieben:Ohne dir nahetreten zu wollen: Aber wie kann ein 3-Jähriger einem Erwachsenen die Zähne ausschlagen???

Den hält man, wenns notwendig ist, schlichtweg fest oder klemmt ihn sich unter den Arm. Auch wenn man ihm dabei möglicherweise wehtut.


Eben... das kann einfach nicht sein. So ein Zwerg mit nichtmal nem Meter Größe schlägt der Mutter die Zähne aus, und sie setzt sich hin und lässt ihn machen? Niemals!
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