Schlaf EEG

Mit einem besonderen Kind sind Eltern oft Dauergäste beim Kinderarzt. Hinzu kommen Krankenhausaufenthalte und Besuche bei Spezialisten und im Sozialpädiatrischen Zentrum.
Welche Untersuchungen machen Sinn? Wo ist mein Kind in guten Händen? Zahlt die Krankenkasse alle Behandlungen? Fragen über Fragen...

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NataschaSte
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Re: Schlaf EEG

Beitragvon NataschaSte » 08.06.2019, 11:04

Hallo,

Meiner ist ja auch 3 einhalb Jahre alt.

Erstes eeg nur gebrüllt... War die absolute Katastrophe... Das war im November.

Jetzt im April war er richtig krank dabei und hat nach 10 min brüllerei auf mir eingeschlafen.
Da war die medizinische angestellte aber auch Richtig Genial.
Vor 2 Wochen das dritte eeg. War sehr überraschend...
Wieder diese furchtbare schreckschraube vom ersten Mal.
Die ist super harsch im Umgang.. Mein kleiner also beim aussetzen nur gebrüllt... Beim "einspritzen" extrem Steigerung seines weinens.
Aber dann kam die Wende. Nachdem er sich nicht und nicht beruhigt hat und die noch ein anderes eeg Kind drinnen hatten, wurden wir raus geschickt.
Mein kleiner fand das Kabel dann total spannend um damit sich selbst am Getränke Automaten aufzuladen. Innerhalb weniger Minuten hatte ich ein ziemlich lachendes Kind, mit seiner eeg Haube am Kopf und sich selbst am Getränkeautomat angeschlossen...

Sind 5 Minuten später dann wieder rein. Danach war es kein Thema mehr. Er blieb zuerst auf mir Sitzen und musste dann aber auf die Liege gelegt werden. Weil irgendwie war es nicht gut auswertbar auf mir.
Nebenbei liefen leise über Lautsprecher kinderlieder die er sehr gerne mag und er war total entspannt. Klar hat er die Augen die ganze Zeit offen gehabt, aber ich fand es total klasse das er so toll mitgemacht hat.
Ohne das raus gehen nochmal wäre es aber wieder in einer einzigen brüllerei geendet.

Was aber auch ganz krasse Unterschiede waren. Das erste (und dritte) und zweite eeg waren in unterschiedlichen Krankenhäuser.

Er hat das Mittel am Kopf im zweiten Krankenhaus viel besser toleriert. Beim ersten Krankenhaus dürfte es viel feuchter und klebriger sein, bei dem konnte ich ihm eine stehfrisur danach machen.

Im zweiten Krankenhaus sah es danach weiß aus und war auch viel schwerer aus den Haaren raus zu bekommen, aber wohl nicht so feucht und kalt.
Thaddäus hält nasse Haare nicht wirklich aus...

Dann waren beim dritten Mal die Abdruck von den Elektroden sehr stark zu sehen, da wurde es die Haube auch zusätzlich mit ph haft fixiert... Und unter den Kinn zusammen gebunden.

Im zweiten Krankenhaus hatte er einen Brustgurt bekommen und dort wurde die Haube fixiert, da war nix beim Kinn.

Für Thaddäus viel viel erträglicher. Außerdem wurde in dem Raum selbst die Haube aufgesetzt und da war einfach super viel spannendes zu sehen und er hatte alle Zeit der Welt um sich das anzuschauen.

Im ersten kh gibt es einen vorbereitungsraum wo die ganzen Hauben hängen und die "spritzen" stehen sehr sehr sichtbar rum.

Außerdem ist während dem herrichten ein Kind drinnen zum eeg und ein weiteres wartet schon im Wartezimmer, also gefühlt purer stress.


Alles Gute und vielleicht lassen sich einige Sachen verbessern, dass es einfach erträglicher wird.

Ach ja, was auch anders war, er war beim zweiten und dritten eeg stationär, also fiel das kurz davor hinfahren weg, also war genug Zeit zum ankommen und der Stress Krankenhaus etwas geringer.
Weil da braucht meiner ungefähr 4 stunden um anzukommen, da half das Einzelzimmer sehr.
Beim zweiten eeg waren wir um 8 im kh und um 12 wars eeg ungefähr. Das wäre auch tagesklinisch gegangen und wir hätten den gleichen Effekt gehabt.

Liebe Grüße
Natascha und Thaddäus, geb 12/15, atypischer Autismus

Ein guter Schulabschluss ist kein Indikator für Intelligenz, sondern von guter Anpassungsfähigkeit. - Gerald Hüther

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kati543
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Re: Schlaf EEG

Beitragvon kati543 » 08.06.2019, 19:01

Hallo,
die ersten EEGs (inkl. Schlaf-EEG und Schlafentzug-EEG) hatten wir in der Klinik, die die Medis eingestellt hatte. Es war grausam. Man lag auf einer einfachen Untersuchungslieg absolut waagerecht mit riesiger Nackenrolle und rechts und links waren Gitter als Schutz zum herunterfallen. Mein Sohn hat sich aufs heftigste gewehrt und geschrieen. Die EEG-Schwester meinte unbedingt, ihn noch extra fertig machen zu müssen - das Ganze ist also vollkommen eskaliert, bis ich abgebrochen habe.
Die nächsten EEGs waren alle bei unserem Neurologen in der Praxis. Dort hat man kapiert, dass die Kleinen nicht verstehen, wie sie jeden Muskel auf Ansage entspannen sollen. Mein Jüngster hatte noch nie Probleme mit einem EEG dort. Selbst die Liegen bzw. Liegesessel sind bequemer.
Ich denke also, es hängt sehr von der Schwester ab, die das EEG aufzeichnet.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

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Alexandra2014
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Re: Schlaf EEG

Beitragvon Alexandra2014 » 08.06.2019, 19:46

.
Ich denke also, es hängt sehr von der Schwester ab, die das EEG aufzeichnet.
Das auf jeden Fall.
In einem SPZ waren die Arzthelferinnen so hektisch und haben nach dem EEG die Elektroden nur so vom Kopf gerissen. Das hat dermaßen geziept, dass Kind vorm nächsten EEG schon Angst hat - nur wegen dem Entfernen der Elektroden.
Mein Kind ist sonst absolut kooperativ beim EEG, von Säuglingstagen an, aber solche unempathischen Menschen machen das kaputt... :evil:

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral


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