Chronische Überlauf-Verstopfung Überlauf-Obstipation

Hier könnt ihr Fragen rund ums Thema Ernährung stellen. Usern, deren Kinder über eine Sonde ernährt werden, möchten wir hier ebenfalls eine kleine Austauschplattform bieten.

Moderator: Moderatorengruppe

esram
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 21
Registriert: 23.05.2019, 16:35

Re: Chronische Überlauf-Verstopfung Überlauf-Obstipation

Beitragvon esram » 24.05.2019, 13:51

Mir hat in der Schwangerschaft Milchzucker geholfen, weil dies wohl den harten Stuhl wieder weich machen kann. Aber ich nehme an, dass dieses Movicol das auch macht, bzw. besser macht, da es ein Medikament ist?!

Und bei Umstellung auf Vollkornprodukten und einer ballaststoffreichen Ernährung habe ich auch festgestellt, dass es mehr an Flüssigkeitszufuhr braucht, wie oben schon geschrieben.

Schilddrüse würde ich ohne Untersuchung beim Nuklearmediziner nicht ausschliessen. Eine Störung beeinträchtigt sehr viel.

Meine Große hat auch eine Unterfunktion und die hat sich über Gewichtszunahme, Müdigkeit und Konzentrationsstörung gezeigt. Ich hatte zusätzlich mit "einschlafenden Händen" zu tun...also Körperfunktionen können betroffen sein.

Lg Sabina
Hallo Sabina,
Ja das hat den gleichen Effekt Movicol ungefähr. Milchzucker kenn ich auch von anderen Eltern.

Trinken tut mein Sohn wirklich gut. Also 0,5 l alleine schon mit seiner Movicol-Lösung, im Kiga (gut das seh ich nicht), dann Mittags und Nachmittags auch noch 2-3 Gläser. Also den empfohlenen Liter bekommen wir bestimmt zusammen, eher mehr.

Nuklear-Mediziner werd ich mir einen Termin machen. Danke!
esram mit Sohn Sommer2013 (chronische Verstopfung ohne Diagnose, Verdacht auf Morbus Hirschsprung, Verdacht Tumor FNH Leber) und Sohn Winter2015 (nix)

Werbung
 
Ingrid84
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 19
Registriert: 09.01.2019, 10:37
Wohnort: Norddeutschland

Re: Chronische Überlauf-Verstopfung Überlauf-Obstipation

Beitragvon Ingrid84 » 24.05.2019, 18:31

Hallo,

Mein Sohn ist 5,5 und hat vermutlich ebenfalls eine chronische Verstopfung, muskuläre Hypotonie und auch Probleme mit der Wahrnehmung. Hört sich alles sehr ähnlich an, einen Thread von mir gibt es hier auch.

Er hat oft Stuhlgang am Tag (3-8x), und es geht wenig in die Toilette. Er trägt mal Windeln, mal nur Slipeinlagen.

Eine Ursache haben wir nicht wirklich gefunden, haben diagnostisch aber auch noch nicht viel gemacht. Nur eine Sonographie. Da war die Verstopfung zu sehen. Einen Termin für pädiatrische Gastro haben wir ausgemacht, die Warte-Zeiten sind aber lang.

Movicol nimmt mein Sohn in verschiedenen Dosen seit bestimmt mehr als zwei Jahren (aktuell 1 - 1 1/2 Beutel pro tag), wir müssen viel mit der Dosierung probieren.

Ich kann leider auch nicht viel raten, außer eben stuhlaufweichende Medikamente nicht zu zögerlich zu dosieren und lange die Behandlung durchzuführen. Wenn einmal der Darm schon geweitet ist, dauert das etwas, bis alles wieder auf "normal" zurück ist. Das ist echt ein nerviges Thema, ich hoffe, ihr findet eine Lösung.

Alles Gute
Ingrid
Sohn *2013, Mikroduplikation 22q11.21, entwicklunsgverzögert in den Bereichen Sprache, Kognition, Motorik. Muskuläre Hypotonie, I-Kind im Regel-Kindergarten.

esram
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 21
Registriert: 23.05.2019, 16:35

Re: Chronische Überlauf-Verstopfung Überlauf-Obstipation

Beitragvon esram » 25.05.2019, 10:12

Hallo,

Mein Sohn ist 5,5 und hat vermutlich ebenfalls eine chronische Verstopfung, muskuläre Hypotonie und auch Probleme mit der Wahrnehmung. Hört sich alles sehr ähnlich an, einen Thread von mir gibt es hier auch.

Er hat oft Stuhlgang am Tag (3-8x), und es geht wenig in die Toilette. Er trägt mal Windeln, mal nur Slipeinlagen.

Eine Ursache haben wir nicht wirklich gefunden, haben diagnostisch aber auch noch nicht viel gemacht. Nur eine Sonographie. Da war die Verstopfung zu sehen. Einen Termin für pädiatrische Gastro haben wir ausgemacht, die Warte-Zeiten sind aber lang.

Movicol nimmt mein Sohn in verschiedenen Dosen seit bestimmt mehr als zwei Jahren (aktuell 1 - 1 1/2 Beutel pro tag), wir müssen viel mit der Dosierung probieren.

Ich kann leider auch nicht viel raten, außer eben stuhlaufweichende Medikamente nicht zu zögerlich zu dosieren und lange die Behandlung durchzuführen. Wenn einmal der Darm schon geweitet ist, dauert das etwas, bis alles wieder auf "normal" zurück ist. Das ist echt ein nerviges Thema, ich hoffe, ihr findet eine Lösung.

Alles Gute
Ingrid
Hallo Ingrid,
dass ihr einen Termin in der Kindergastroenterologie gemacht habt, ist sehr gut. Es kennt sich nämlich keiner aus mit der Problematik Überlaufverstopfung.

Wir warten auch 3 Monate in einer regulären Kinderklinik (ist aber zum Glück in zwei Wochen) und auf den Uni-Klinik-Termin muss ich bis Mitte September, also 4 Monate warten. Es ist ein schierer Wahnsinn, ich muss meinen Sohn monatelang leiden lassen, nur um diesen Termin zu bekommen, weil es im Umkreis von 120 km nur drei Kliniken gibt, die einen (!!!) Kindergastroenterologen haben. Wir sind jetzt so weit, dass wir zu einer Privatklinik in München gehen, da wir da sofort einen Termin bekommen. Aber da wir nicht privat versichert sind, müssen wir alles selbst bezahlen. Nur, dass wir kommen dürfen, kostet 300,- aufwärts plus Laborkosten usw.

Und wenn der Arzt gesehen hat, dass er verstopft ist, ist der erste Weg, die Verstopfung komplett zu entfernen. Wir haben das im KH gemacht. Täglich 1xEinlauf und 12 Beutel Movicol. Und dann langsam reduzieren auf 8, 6, 4 Beutel usw. Aber weiter wie 4 Beutel sind wir nicht runter gekommen. Und sicher ist deine Dosierung zu wenig. Ich würde ihm die Windel lassen bis zu dem Termin. Es bringt auch das Klotraining nix, weil er es nicht spüren kann, wenn er verstopft ist. Der Druck ist so groß auf das letzte Stück im Darm, dass kein Druckgefühl mehr entstehen kann und somit das Kind es auch nicht merkt. Der unverdaute Stuhl geht daneben vorbei.

Darf ich dich fragen, wie ihr das festgestellt habt mit der Hypotonie und der Wahrnehmungsstörung? Vielleicht hat das mein Sohn auch, ich sehe auch Ähnlichkeiten. Ich weiß nicht, ob die Abwesenheit/in die eigene Welt abtauchen usw. von der Verstopfung kommt oder umgekehrt? Welche Schritte habt ihr unternommen?

Vielen Dank!

Ich drücke euch auch die Daumen, dass ihr eine Lösung findet.
esram mit Sohn Sommer2013 (chronische Verstopfung ohne Diagnose, Verdacht auf Morbus Hirschsprung, Verdacht Tumor FNH Leber) und Sohn Winter2015 (nix)

Benutzeravatar
Laura Nitsch
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2243
Registriert: 11.07.2007, 12:39
Wohnort: Hankensbüttel

Re: Chronische Überlauf-Verstopfung Überlauf-Obstipation

Beitragvon Laura Nitsch » 25.05.2019, 16:23

Hallo Esram,

ich schicke Dir eine PN.

LG,
Laura
Ich(10/88) Kloakenfehlbildung, inkompl. VAcTERl-Syndrom, caudales Regressionssyndrom, Sacrumdysplasie, Hysterektomie(12/06)Mitrofanoff-Stoma(08/08), chron. Nierenversagen, seit 3/10 dialysepflichtig
NTX-gelistet seit 24.3.14

Ihr lacht über mich, weil ich anders bin- Ich lache über Euch, weil ihr alle gleich seid.(K.Cobain)

Benutzeravatar
Jakob05
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2448
Registriert: 27.10.2005, 17:22
Wohnort: Rhein-Main

Re: Chronische Überlauf-Verstopfung Überlauf-Obstipation

Beitragvon Jakob05 » 27.05.2019, 12:14

Neben Ballaststoffen und Flüssigkeit sind auch Bewegung und die Psyche wichtig.
Warum könnt ihr wegen Verstopfung nicht zum Fussballtraining oder Kinderturnen? Natürlich geht das. Windel an und los.
Wenn was schief geht, bist du doch dabei und kannst DISKRET helfen.
Ich habe auch 2 seit Geburt betroffene Jungs. Wichtig fand ich immer, dass die Kinder durch dieses Problem nicht unter Druck geraten.
Sie wissen zu dieser Problematik, was sie tun können, um mitzuhelfen (Trinken, entspannte Sitzungen täglich, Bewegung...)
und wenn mal was schief geht, bekommen sie von mir Hilfe OHNE Diskussion oder Strafe.
Man kann nix dafür und muss ich folglich auch nicht schämen. Jeder hat so seine Probleme, jeder pubst und stinkt mal.
Wenn sich dein Kind wirklich so schämt, würde ich dringend versuchen ihm diese Angst durch viele Aussenaktivitäten zu nehmen.
Wenn alles gut lief, wird es positiv erwähnt, wenn es eine Panne gab: Schwamm drüber !
So etwas darf NIE das Leben eines Menschen, schon gar nicht eines Kindes bestimmen. Erst wenn dieses Thema angstfrei erlebt werden kann,
kann man sich auch selbst wieder besser spüren.
Cordula (65) mit I. (86), M. (88 mehrfachbehindert, HF-Autist), J. (†28.07.05,*02.08.05,37.SSW) + K. 10/07 (GS, HD, Rachenfehlbildung,Tracheostoma)

esram
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 21
Registriert: 23.05.2019, 16:35

Re: Chronische Überlauf-Verstopfung Überlauf-Obstipation

Beitragvon esram » 05.06.2019, 17:09

Hallo Jakob05
vielen Dank für deinen Beitrag. Bewegung hat er. Wir fahren viel Fahrrad und gehen viel spazieren.

Ich bin beim Fußballtraining nicht immer dabei. Und mein Sohn ist fast 6, also er würde mir nieee im Leben eine Windel anziehen. Das fände ich bei einem trockenen Kind völlig kontraproduktiv. Wenn er so verstopft ist, ist auch sein Kopf "verstopft". Er ist so mit sich selbst beschäftigt, geht im Zehenspitzengang, kann kaum den Ball verfolgen und hat (manchmal) Bauchschmerzen.

Und Kinder sind grausam. Und das ersparen wir ihm. Den Stempel "Hosensch..." bekommt er doch nie wieder los in der Grundschule. Ich finde das Verhalten anderer Kinder auch nicht gut. Aber da wir noch mitten in der Diagnostik sind, setzen wir einfach eine Zeit aus, bis es ihm wieder besser geht. Er will dann auch nicht Fußballspielen. Es ist momentan alles noch ein Schlimmes Erlebnis für ihn. Da wollen und können wir ihn nicht zusätzlich belasten.
esram mit Sohn Sommer2013 (chronische Verstopfung ohne Diagnose, Verdacht auf Morbus Hirschsprung, Verdacht Tumor FNH Leber) und Sohn Winter2015 (nix)

esram
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 21
Registriert: 23.05.2019, 16:35

Re: Chronische Überlauf-Verstopfung Überlauf-Obstipation

Beitragvon esram » 05.06.2019, 17:12

Kurzes Update
heute war unser Termin beim Kindergastroenterologen. Da bereits alle Blut- und Stuhlproben unauffällig waren, haben wir in zwei Wochen einen Termin beim Kinderchirurgen mit anschließendem Stationären Aufenthalt um folgende Tests zu machen und diese Erkrankungen auszuschließen:

Schweisstest zum Ausschluss von Mukoviszidose
Gewebeentnahme vom Darm und "Microschnitt" zum Ausschluss von Morbus Hirschsprung

Und wir sollen einen Kinderpsychologen (oder Kinderpsychater??) aufsuchen, da die familäre Belastung bei uns schon extrem ist.
esram mit Sohn Sommer2013 (chronische Verstopfung ohne Diagnose, Verdacht auf Morbus Hirschsprung, Verdacht Tumor FNH Leber) und Sohn Winter2015 (nix)

Werbung
 
melly210
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 618
Registriert: 19.02.2018, 20:07

Re: Chronische Überlauf-Verstopfung Überlauf-Obstipation

Beitragvon melly210 » 23.06.2019, 22:49

Blöde Frage, aber...kann sich sowas auch einfach von selber wieder geben ? Unser Sohn hatte ja wie ich bereits geschrieben hatte ab ca seinem 2 Geburtstag schon alles Symptome. Jeden Tag andauernd Stuhlschmieren in der Windel, und dann ab und an große, festere Portionen. Nachdem er jetzt dann mit 4 sauber war das gleiche Spiel weiter. Jeden Tag ein paar Mal Stuhlschmieren und dann alle paar Tage größere Portionen. Teils massiv dicke Würste, hätte nicht gedacht, daß ein Kinderdarm so breit sein kann...wir haben aber mit dem Movicol noch gezögert. Wollten nicht gleich damit anfangen weil er eben erst sauber war und wir uns gedacht haben, daß ihm dann wenigstens am Anfang mit dem Movicol ev. anfangs noch schwerer fällt sauber zu sein als ohnehin schon und er sich wenn er was nicht perfekt schafft das schnell zu herzen nimmt.

Nun das Stuhlschmieren hat ihn dann gestört. Dauernd hat er mich drauf hingewiesen. ich habe ihn getröstet und ihm gesagt, daß das nichts macht, und daß er es eh schon super macht. Allerdings hat er dann gefragt wieso das Kacksi zum Teil in der Hose ist, und ich habe ihm erklärt, daß das ist weil er eben viel härteres Kacksi im Darm hat und das flüssigere dran vorbeirinnt. Und ich habe ihm dann als er am Klo war gezeigt welche Muskeln er benutzen muß um zu drücken. Dazu habe ich meine Hand auf seinen Unterbauch gelegt und ihm gesagt er soll mal dagegen drücken. Er hat das sofort verstanden. Dann hat er 2x mit viel drücken richtig große, massiv dicke Würste abgesetzt. Danach hat er 2x Mikroklist gebraucht, weil er dann jeweils 5 Tage gar nicht war, auch kein schmieren. Und seitdem hat er irgendwie den Dreh raus :-) Er geht jeden Tag 1-2 mal groß, und das sind ganz normal geformte und für seine Größe denke ich auch normal große Würste. und das beste: absolut saubere Unterhosen :-) Das geht jetzt schon mehrere Wochen perfekt.


Zurück zu „Ernährung / Sondennahrung / Verdauungsprobleme“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 1 Gast