Hausaufgabenhilfe- wer zahlt das ?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Karina H BS
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Hausaufgabenhilfe- wer zahlt das ?

Beitragvon Karina H BS » 22.05.2019, 18:30

Hallo in die Runde,
nachdem ich nun einige Jahre intensiv täglich mit dem Sohnemann die Hausaufgaben und Co Aktion durch habe wurde mir angeraten ich solle diese Aufgabe auch mal abgeben. Also Einzelfallhilfe als Hausaufgabenhilfe und dem schulischen Drumherum wie Mappenführung, nacharbeiten etc.
Bekommt man so etwas auch über den FED und Pflegekassse bezahlt das ? Oder Antrag beim Jugendamt dafür?
Schulbegleitung hat er , nur kommt die ja nicht auch noch nach hause und macht mit ihm weiter- wäre glaube ich auch keine gute Idee.

Der Versuch- er hat es selbst in der Hand ist komplett nach hinten los gegangen. Ich habs gesagt, aber Mütter sind ja doof und sie lassen ihr Kind einfach nicht selbständig werden...

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JasminsMama
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Re: Hausaufgabenhilfe- wer zahlt das ?

Beitragvon JasminsMama » 22.05.2019, 18:59

Hallo,

wir lassen so etwas über die Verhinderungspflege oder die zusätzlichen Betreuungsleistungen laufen. Ich bin extra zu der Zeit dann außer Haus, wenn das Mädel da ist, damit die zwei in Ruhe arbeiten können. Das klappt super.

Ob man es auch anders abrechnen kann weiß ich nicht, bei uns reicht das Budget der Verhinderungspflege bzw. die zusätzlichen Betreuungsleistungen dafür gut aus und ich kann gleichzeitig was für mich tun, wenn ich in dieser Zeit bummeln oder Kaffee trinken gehe. :wink:

Wir machen es so, dass nach Bedarf HA gemacht werden bzw. geübt wird, ansonsten werden schöne Sachen wie Kino, Zoo, Billard o.ä. gemacht.

Zur Zeit rechnen wir über die zusätzlichen Betreuungsleistungen über die Lebenshilfe ab.

LG
Sandra
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bellsaskia
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Re: Hausaufgabenhilfe- wer zahlt das ?

Beitragvon bellsaskia » 22.05.2019, 19:13

Hallo Karin,

Ob es dafür irgendeine Möglichkeit gibt, dass Z.B. bei der Stadt o. Ä. zu beantragen, kann ich dir leider nicht sagen.

Allerdings kann ich dir was zu Hausaufgabenhilfe über den FED sagen. Zumindest wie das bei uns ablief und was der Träger dazu sagt.

Der FED ist eine unterschwellige Hilfeleistung. Die Betreuer sollen ganz unterschwellig helfen. Also z. B.begleitung zur Therapie, Schwimmen gehen, auf den Spielplatz, im Zimmer spielen, basteln, spazieren gehen usw. Was im Rahmen des Betreuten ist. Das soll dazu führen, dass die Zeit beim FED positiv erlebt wird. Unser Träger sieht es deshalb gar nicht gerne, Wenn eine Hausaufgabenhilfe o.ä. gemacht wird. Aber man muss ja nicht alles dem Träger mitteilen. Genauso wie der Krankenkasse. Die erfährt ja in der Regel nicht, was der FED macht. Es kommt also drauf an, wozu euer FED bereit ist.

Wir haben es einmal ausprobiert. Unser FED Mitarbeiter studiert auf Lehramt und gibt Nachhilfe. Aber trotz allem ging es schief. Unser Kind wollte dann auch gar nicht mehr, dass der FED kommt. Das Verhältnis hat schon etwas gelitten. Jetzt machen die beiden andere Dinge und alle sind glücklich.

Zu den anderen Punkten bekommst du sicherlich hilfreiche Antworten von leuten die sich damit auskennen. :-)

LG
SB

kati543
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Re: Hausaufgabenhilfe- wer zahlt das ?

Beitragvon kati543 » 22.05.2019, 19:22

Hallo,
also unterschwellige Hilfeleistungen sind aber meines Erachtens nur die Entlastungsleistungen. Verhinderungspflege ist ALLES. Da darf auch die Hausaufgabenhilfe mit rein. Ich würde es allerdings nicht unbedingt so titulieren. Findest du nicht jemanden, der dein Kind betreut für z.B. 2 Stunden und dabei unter anderem auch die Hausaufgaben mit beaufsichtigt?
LG
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Re: Hausaufgabenhilfe- wer zahlt das ?

Beitragvon Kaja » 22.05.2019, 22:57

Hallo Karina,

unser Sohn hat in der Schule einen Schulhelfer UND nachmittags über die Eingliederungshilfe einen Einzelfallhelfer, der u. a. die Aufgabe hat, mit dem Kind die Hausaufgaben zu erledigen und den Stoff nachzuholen, den unser Sohn nicht mitbekommen hat, weil er sich (behinderungsbedingt) im Unterricht mal wieder weggeträumt hat.

Den FED hatten wir zwischenzeitlich mal über die Entlastungsleistungen für die Hausaufgabenerledigung mit herangezogen - das hat sich der FED über deutlich höhere Stundensätze ordentlich vergüten lassen.

Viele Grüße Kaja

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Re: Hausaufgabenhilfe- wer zahlt das ?

Beitragvon toto35 » 22.05.2019, 23:18

Hallo in die Runde,
nachdem ich nun einige Jahre intensiv täglich mit dem Sohnemann die Hausaufgaben und Co Aktion durch habe wurde mir angeraten ich solle diese Aufgabe auch mal abgeben. Also Einzelfallhilfe als Hausaufgabenhilfe und dem schulischen Drumherum wie Mappenführung, nacharbeiten etc.
Bekommt man so etwas auch über den FED und Pflegekassse bezahlt das ? Oder Antrag beim Jugendamt dafür?
Schulbegleitung hat er , nur kommt die ja nicht auch noch nach hause und macht mit ihm weiter- wäre glaube ich auch keine gute Idee.

Der Versuch- er hat es selbst in der Hand ist komplett nach hinten los gegangen. Ich habs gesagt, aber Mütter sind ja doof und sie lassen ihr Kind einfach nicht selbständig werden...
Hallo,

wie mich das an unsere Situation erinnert...bis heute.
Mehrere Versuche auf andere zu hören meinen Sohn das komplett selbst in die Hand nehmen zu lassen, viele kluge Sprüche- alles ist immer komplett nach hinten los gegangen. Und derart im Chaos geendet dass wir dann jedesmal zig Tage brauchten alles wieder auf aktuellen Stand zu bringen.
Deswegen- ich kann dir bei deiner Frage leider nicht helfen- ich bin - bis heute - in der schulischen Beziehung weiterhin der einzige Partner meines Sohnes.
LG

____________________________________
Sohn (17 Jahre): ADHS/ADS (Mischform), Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (Therapie endlich erfolgreich beendet!)

else
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Re: Hausaufgabenhilfe- wer zahlt das ?

Beitragvon else » 23.05.2019, 09:03

Hallo Karina,
meine Kinder sind schon groß. Früher war es so: Es gab Hausaufgabenbetreuung in Gruppen in irgendwelchen sozialen Einrichtungen. Dort müssen die Kinder nach der Schule allein hinfahren und werden dann dort betreut. Das hätte das Jugendamt gezahlt. Auch in der Regelschule gab es immer irgendwelche Nachhilfegruppen für die man sich kostenlos anmelden konnte. Hier gibt es auch Vereine mit ehrenamtlichen Familienhelfern. Die sind denke ich überwiegend für die Eingliederung von ausländischen Kindern und helfen mit der Sprache und den Eltern bei Behörden. Dort könnte man mal fragen. Hausaufgabenhilfe oder Nachhilfe für Zuhause als Einzelförderung war Privatvergnügen.
LG
Else

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Re: Hausaufgabenhilfe- wer zahlt das ?

Beitragvon Chantal-Marie » 23.05.2019, 10:19

Nachhilfe für Kinder in der Schule musste immer privat gezahlt werden. Ich wüßte nicht dass sich da was geändert hat. Allerdings sind meine Kinder inzwischen erwachsen.
Liebe Grüße von Chantal-Marie und Mama

Senem
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Re: Hausaufgabenhilfe- wer zahlt das ?

Beitragvon Senem » 23.05.2019, 10:24

Hallo,

Nachhilfe für Kinder in der Schule musste immer privat gezahlt werden. Ich wüßte nicht dass sich da was geändert hat. Allerdings sind meine Kinder inzwischen erwachsen.

der Meinung bin ich auch. Egal ob für Behinderte oder nicht Behinderte Kinder.
Gruß

Selbstbetroffen mit einigen Baustellen

Jörg75
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Re: Hausaufgabenhilfe- wer zahlt das ?

Beitragvon Jörg75 » 23.05.2019, 11:02

Moin,

nun ja ... Nachhilfe als solche vielleicht schon, ja - die wäre selber/ privat zu zahlen.

Nun haben wir aber in diesem Fall (ich habe mir einfach mal den ältesten Beitrag der Threadstarterin hier im Forum angeschaut) ein Kind, bei dem es zumindest damals als Diagnosen/ Verdacht Autismus, ADHS plus Neurofibromatose gab. Insofern stellt sich vielleicht schon die Frage, ob es hier wirklich nur um eine einfache Nachhilfe - oder vielleicht doch auch um Nachteilsausgleiche oder die "Bearbeitung" behinderungsbedingter Symptome/ Anzeichen - geht.

Gruß
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
J., *2016, aktuell keine Besonderheiten

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