Sabina mit Moritz (Sprachentwicklungsstörung)

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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Saabina
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Re: Sabina mit Moritz (Sprachentwicklungsstörung)

Beitragvon Saabina » 23.05.2019, 20:59

Ist frustrierend, wenn alles verstanden wird, aber man selbst kann sich nicht (verständlich) äussern.
Das erlebe ich bei Moritz die letzte Zeit auch immer mehr, er will etwas und sagt es auf "Moritzisch" und deutet auf etwas, dann ist er gefrustet und schreit/weint, wenn ich ihn falsch verstehe....es wird immer schwieriger.

Ist der Hirnschaden durch die Epilepsie entstanden oder von Geburt an?

Ich habe mich gestern durch Deinen Beitrag gelesen, damit Du nicht alles "100mal" erzählen musst...habe aber zur Zeit so eine kurze Aufmerksamkeitsspanne, dass ich schon wieder vieles vergessen habe (bis auf die dramatische Geburt und die 24h - da habt Ihr schon gewaltiges durchgemacht!), entschuldige.


Heute kam der Antrag für die Integrationsassistenz. Ich habe den Elternbogen sofort ausgefüllt, gebe morgen den einen Teil in die Kita ab und nächste Woche beim Psychologen. Ich hoffe, dass beschleunigt den ganzen Prozess, bevor Moritz vor lauter Frust nicht mehr in die Kita möchte.

Habe den Talker als unterstützende Massnahme mit aufgeführt zur Eingliederung in das Gruppengeschehen. Mal schauen wie es weiter geht.
Irgendwie hoffe ich doch noch, dass alles wieder von alleine kommt...aber wer wünscht sich das nicht...

Bei Moritz setze ich das um, was die Logopädin gestern bei ihm gemacht hat: kurze Sätze und Alternativfragen. Hausaufgaben habe ich keine mitbekommen. Ihm macht es Spass. Und das ist die Hauptsache.
Sabina (1977) mit
Ana (2006)
Moritz (2016):
Sprachentwicklungsstörung (rückläufige Sprachentwicklung zur Lautsprache mit ca. 25 Monaten - noch keine Diagnose) und
Absencen (auch mit 25 Monaten und ohne Diagnose)
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Re: Sabina mit Moritz (Sprachentwicklungsstörung)

Beitragvon LovisAnnaLarsMama » 24.05.2019, 08:43

Hallo Sabina,
Der Kleine hatte eine ziemlich dumme Geburt mit Folgen. Die Epilepsie ist aber lt. Epilepsiezentrum ideopathisch. Ich bin mir aber nicht sicher, ob dort wirklich alles berücksichtigt worden ist, weil einige Sachen in meinem Augen nicht erklärt werden könnten.
Ich weiß gerade nicht, was ich glauben soll, das ist aber auch egal. Die Zeit wird zeigen, ob er ein paar Jahren ein Problem weniger hat. Das wäre super.
Lg
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt

Saabina
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Re: Sabina mit Moritz (Sprachentwicklungsstörung)

Beitragvon Saabina » 24.05.2019, 12:10

Manchmal muss man warten. Wenn man aber schon so lange wartet und es kommt immer wieder was dazu, ist es doch belastend.

Und wenn ich dann lese (Beispiel Sprache)dass es einen Unterschied bei der Therapie macht, wenn das Kind eine VED hat, fällt es noch schwerer Unklares abzutun.

Wenn Du von Jahren sprichst, braucht es so lang bis ein Kind medikamentös eingestellt ist? Unterscheiden sich die Medikamente je nachdem ob es sich um eine angeborene Epilepsie handelt von den anderen Formen der Epilepsie?

Heute Nacht ist Moritz schreiend aufgewacht, ich habe ihn nicht beruhigen können. So ist es beim Nachtschreck ja auch. Aber diesmal war es anders. Er hatte keinen kalten Schweiss und war ansprechbar. Er hat alles registriert, war also nicht im Schlaf.

Aber er hatte keine Zuckungen, wie ich das schon mehrfach bei Epilepsie Abfällen gelesen habe.
Kann ich den Anfall dann ausschliessen?

Lg
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Re: Sabina mit Moritz (Sprachentwicklungsstörung)

Beitragvon LovisAnnaLarsMama » 24.05.2019, 13:02

Sabina,
Ich meinte, dass in Bezug auf die Epilepsie die Zeit zeigen wird wohin die Reise geht.
Wenn wir Glück haben verwächst sie sich innerhalb einiger Jahre...
Lg
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Re: Sabina mit Moritz (Sprachentwicklungsstörung)

Beitragvon Saabina » 24.05.2019, 14:03

Ups, entschuldige, ich habe es falsch verstanden :-)

Wir haben heute unseren Bericht zum Eeg erhalten:
"Bei massiver Artefaktüberlagerung eingeschränkte Beurteilbarkeit. Soweit beurteilbar keine Hinweise für epilepsietypische Potentiale, keine Hinweise für absencentypische Potentiale.

Das durchgeführte EEG zeigt, soweit bei massiver Artefaktüberlagerung erkennbar, keine Hinweise für eindeutige epilepsietypische Potentiale. Je nach dem weiteren klinischen Verlauf ist über eine Verlaufskontrolle zu entscheiden."

Artefaktüberlagerung heisst dann wohl, dass Moritz sein Schreien doch zu störend war, obwohl er immer wieder ruhig gewesen ist :-(

Ich mein, ich wär froh, wenn kein Epilepsie...
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Re: Sabina mit Moritz (Sprachentwicklungsstörung)

Beitragvon Alexandra2014 » 24.05.2019, 18:33

Hallo Saabina,

wie gesagt, schließt ein einzelnes EEG keine Epilepsie aus.
Auch das nicht vorhanden sein von Zuckungen bedeutet nicht, dass es kein Anfall war. Mein Kind zuckt nur sehr selten überhaupt bei Anfällen.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Re: Sabina mit Moritz (Sprachentwicklungsstörung)

Beitragvon Saabina » 25.05.2019, 10:17

Danke Alex,

Ja, das habe ich öfters gelesen, dass es Epilepsie war, obwohl das EEG nichts erkannt hatte und das es bei vielen dann durch glückliche Umstände raus kam.

Ich bin allerdings wieder beim Trauma, dass war unser erster Verdacht, den wir dann aber verworfen hatten, weil der Pädaudiologe gesagt hatte, dass die Sprache beim Trauma innerhalb von 6-8 Wochen wieder gekommen wäre.

Mich hat eine Mutter darauf hingewiesen, dass das aber nicht immer der Fall ist.

Daher habe ich das Trauma recherchiert und bin auch dort auf ein "ins Leere blicken" gestossen, bei dem das Kind wie bei den Absencen nicht ansprechbar ist.

Verlorene Sprache, "eingefrorene" Mimik und manches andere, was bei uns im gesamten zu 100% zutrifft.
Auch der Zeitpunkt des Auftreten der Sprachstörung mit dem traumatischen Ereignis passt.

Wir hatten sein nicht sprechen mit der Geburt unseres Jüngsten und Eifersuchtverhalten zusammen gebracht, aber haben übersehen, dass Moritz zum ersten Mal alleine (ungeplant) für 7 Tage bei den Grosseltern war, zu denen er auch eine herzliche Beziehung pflegt.

Es ist dort alles gut gelaufen, aber das könnte auch ein notwendiger emotionaler Rückzug gewesen sein, um seine Ängste etc. aushalten zu können.

Ich habe jetzt PARALLEL eine weitere Ärztin angeschrieben, die auf Traumaarbeit spezialisiert ist.
Mir ist schon bewusst, dass es viel schlimmere Traumatas gibt und unseres im Vergleich dazu nichtssagend ist. Dennoch war es für Moritz so schlimm, dass er aufgehört hat zu sprechen und in Absencen flüchtet. Daher dieser zusätzliche Weg.
Und wir hoffen auf einen Platz.

Ich bin mir sicher, dass es das ist!
Lg Sabina
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Re: Sabina mit Moritz (Sprachentwicklungsstörung)

Beitragvon r.bircher » 28.05.2019, 14:32

Hallo Saabina,

Nur mal so eine Frage... sonst gibt es keine Rückschritte, oder... im Motorischen Bereich oder so.

Gruss Raphael
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Re: Sabina mit Moritz (Sprachentwicklungsstörung)

Beitragvon Saabina » 28.05.2019, 15:46

Hallo Raphael,

Im sprachlichen Bereich gab es Rückschritte...jetzt spricht er (bis auf drei Wörter) nur noch in einer Laut-sprache (schwer zu beschreiben).

Im motorischen...mir fällt da auf, dass er in letzter Zeit, wenn er stolpert, immer auf den Kopf fällt (nach vorne). Er benutzt die Hände nicht schnell genug zum abfedern. Das kann sein jüngerer Bruder (1,5) besser. Und er rennt noch etwas langsam und unsicher (wenn ich ihn mit anderen Kindern vergleiche).
Klettern kann er, Purzelbaum hat er auch schon alleine geschafft (aber nur 3 mal).

Liebe Grüsse Sabina
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Re: Sabina mit Moritz (Sprachentwicklungsstörung)

Beitragvon r.bircher » 28.05.2019, 21:27

Hallo Saabina

Wurde je ein Bildgebendes Verfahren (z.B. MRT) vom Kopf gemacht. Das fände ich schon wichtig, denn Rückschritte kommen nicht einfach so. Es kann zwar mal (Vor allem bei CP Kindern) vor Fortschritten zu temporären Rückschritten kommen. Diese sind aber in der Regel nie so heftig, und vor allem auch nicht so lang. Und das mit dem Trauma... ist zwar nur meine Laienhafte Meinung. Du schreibst ja, dass er gefrustet ist, wenn er was nicht sagen kann. Das spricht für mich eher nach einer Physischen blockade als nach was Psychischem. Mundmotorik oder so. Ist allerdings wie gesagt nur meine Laienhafte Einschätzung.

Gruss Raphael
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