Risperidon für Kinder: Nebenwirkung Tod

In dieser Rubrik könnt ihr euch über diverse Krankheitsbilder austauschen - z. B. Skoliose, Kyphose, Cerebralparese usw.

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Angela77
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Re: Risperidon für Kinder: Nebenwirkung Tod

Beitragvon Angela77 » 19.05.2019, 18:22

Hallo Anna,
bei uns hilft Medikinet (EEG, Blutwerte sind o.B.) Medikinet wirkt bei frühkindlichem Autismus normalerweise nicht besonders gut auf Unruhezustände und Impulsivität, aber hier schon. Bene hat übrigens auch seit dem Kindergarten und in der Förderschule eine 1:1 Hilfe gehabt bzw. hat sie noch.
LG
Anguie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

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EvaHH
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Re: Risperidon für Kinder: Nebenwirkung Tod

Beitragvon EvaHH » 20.05.2019, 12:05

Hallo Pascal,

mein herzliches Beileid:-(
schon die Überschrift hat mich schockiert, weil bei uns auch immer wieder Risperidon im Raum steht und die SPZ Ärztin es bereits vor 3 Jahren verschreiben wollte. Gut, dass wir es nicht angenommen haben.
Mein Sohn hat immer wieder schwierige Phasen aber es sind zum Glück bis jetzt nur Phasen und ich hoffe, dass wir nie dieses Medikament ihm geben müssen.
ich weiß, dass hier auch andere Aspekte eine Rolle gespielt haben, aber wir sind eigentlich grundsätzlich gegen Medikamente.
Da sieht man aber leider immer wieder, dass man sich nicht wirklich auf die Ärzte verlassen kann (zumindest nicht auf alle) und wir holen und jetzt IMMER eine zweite oder auch dritte Meinung. Dazu kann ich auch jedem Raten.
Mein Sohn wäre schon längst am Herzen operiert und hätte wohl jahrelang Epilepsie Medis bekommen, obwohl er zwar schlechtes EEG hat aber keine Ausfälle oder Anfälle, außer manchmal Fieberkrämpfe (max. 1 Mal im Jahr!).
Auch ich hatte schon so meine Erfahrung mit den Ärzten gemacht.
Jetzt werden wir noch vorsichtiger (ob das noch geht...)
auf jeden Fall danke für deinen Beitrag!!!

LG
Eva
Eva mit Sohn 2012 (MRD7 bei Mutation im DYRK1A-Gen, ASD II, Veränderung der weißen Substanz mit Hypomyelinisierung, ASS, expressive Sprachstörung,frühkindlicher Autismus...)

MarinaH
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Re: Risperidon für Kinder: Nebenwirkung Tod

Beitragvon MarinaH » 20.05.2019, 12:23

Hallo!

Todesfälle durch Medikamente sind heftig und müssen eigentlich gemeldet werden. Gibt es eine solche Meldung in Eurem Fall? Mich würde interessieren, was beim Prozess herauskam- schließlich verschreibe ich auch Medikamente und es könnte jederzeit etwas passieren...

LG Marina
Kinderärztin im SPZ

Pascal14
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Re: Risperidon für Kinder: Nebenwirkung Tod

Beitragvon Pascal14 » 20.05.2019, 14:36

Die Staatsanwaltschaft ermittelt immer noch, weil durch die fehlenden Kontrolluntersuchungen keine Befunde vorliegen.
Ein Gutachten bescheinigt jetzt schon schwere Behandlungsfehler, weil keine ordnungsgemäße Aufklärung und keinerlei Untersuchungen erfolgten.
Wenn diese Ärztin Glück hat wird sie wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt.
Aber selbst wenn für sie alles gut läuft hat sie mit berufsrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.
Ansonsten wird es kein Problem geben auch medizinrechtlich gegen sie vorzugehen
Sie hat eindeutig gegen alle geltenden Leitlinien , welche für Ärzte gelten, verstossen.
Es werden selten Todesfälle gemeldet.
Das liegt auch daran, dass eine Mutter, so wie ich , schwer traumatisiert ist, nicht sofort auf die Idee kommt den Tod des Kindes irgendwo zu melden.
ABER: Als ich meinen Jungen fand verständigte ich die Feuerwehr und rief meinen Mann zur Hilfe.
Mein Sohn war eiskalt und steif.
Als die Notärztin kam , fragte sie nach Medikamenten.
Ich will nicht jedes grausame Detail ausführen....
Das alles geschah im Oktober 2017 und ich werde es nie vergessen
Das Kinderzimmer war ein Tatort.
Die Polizei kam, danach die Mordkommission und zuletzt ein Fahrzeug der Gerichtsmedizin.
Der Tod meines Sohnes, wurde mit dem eines Drogensüchtigen verglichen.
Makaber aber wahr.
Ich habe mich immer wieder mit den Ereignissen konfrontieren müssen.
Dann begann ich mich mit der Wirkungsweise von Psychopharmaka zu beschäftigen und musste erkennen, dass diese Medikamente vom Grundprinzip alle ähnliche Wirkmechanismen aufweisen .
Für mich grenzt diese Art von Medikamenten an legalisierte Drogen, rein von der Wirkungsweise her, und ist nicht mit dem Gewissen vereinbar, wenn es um KINDER geht.
Darf ich fragen, ob Du Ärztin in Berlin bist?

CoraStarfish
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Re: Risperidon für Kinder: Nebenwirkung Tod

Beitragvon CoraStarfish » 20.05.2019, 15:51

Unsre Burschen bekommen 2x0,75mg
Cora und Schatz mit Schätzle *2013, Tick *2015, Trick *2015 und Track *2017
Wir sind bunt gemischt: VSD, frühtraumatisiert, tiefgreifende Entwicklungsverz. , Aggressionen u. Autoaggressionen...
(ich bin Kinderkrankenschwester, FWB Palliative Care, FWB Ambulante pädiatrische Intensivpflege Schwerpunkt Beatmungspflege, Elementarpädagog. Fachkraft)

Pascal14
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Re: Risperidon für Kinder: Nebenwirkung Tod

Beitragvon Pascal14 » 20.05.2019, 16:48

Meinst du 2x 0.75 mg Risperidon?
Ich hatte gestern auch über eine so genannte Komedikation geschrieben.
So gibt es beispielsweise Medikamente, welche die Wirkung verstärken oder auch abschwächen können.
Aber ganz wichtig ist es im Interesse Deiner Kinder, die wichtigen Kontrolluntersuchungen durchführen zu lassen.
0.75mg täglich ist die höchste Tagesdosis Risperidon bei Kindern unter 50 kg Körpergewicht.
Über 50kg Körpergewicht ist die max. Dosis bei 1.5 mg also das Doppelte.
Im übrigen ist das 2. Medikament Pipamperon, welches mein Sohn 70 Tage vor seinem Tod zusätzlich bekam ,von den Nebenwirkungen her sehr heftig und es gibt auch unklare Plötzliche Todesfälle, welche im Beipackzettel aufgeführt sind.

CoraStarfish
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Re: Risperidon für Kinder: Nebenwirkung Tod

Beitragvon CoraStarfish » 21.05.2019, 10:03

Ja, beide Kinder bekommen 2 x 0,75mg Risperidon täglich bei je 13kg Körpergewicht. Dazu bei Bedarf noch ein anderes Medikament.
Ich bin in engem Austausch mit dem SPZ. Vorgestellt werden die Beiden spätestens alle 6 Monate.
Cora und Schatz mit Schätzle *2013, Tick *2015, Trick *2015 und Track *2017
Wir sind bunt gemischt: VSD, frühtraumatisiert, tiefgreifende Entwicklungsverz. , Aggressionen u. Autoaggressionen...
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Re: Risperidon für Kinder: Nebenwirkung Tod

Beitragvon Pascal14 » 21.05.2019, 15:13

Wie alt sind denn die beiden Kinder und wie heisst das Bedarfsmedikament?
Hast Du bei deinem Arzt eine OFF LABLE Erklärung unterschrieben?
Die Dosis ist für das Gewicht schon sehr hoch angesetzt.
Wo soll das enden, wenn die beiden älter werden?
Diese Medikamente sollen Reize unterdrücken.
Aber dadurch auch positive Reize.
Dadurch können Sie auch Nebenwirkungen haben , wie z.B. Depressionen oder eine Art Entfremdung des eigenen Körpers.
Die Kinder werden wohl keine Schizophrenie haben?
Bei dieser Krankheit geht man von einem Überschuss an Glücksbotenstoffen aus.
Das ist aber nur eine Theorie und kaum beweisbar.
Hast Du schon mal Risperidon bei Dir selbst ausprobiert.
Dann erst kann man erkennen, wie die Wirkung ist.

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 21.05.2019, 18:18

Hallo,

ich will mich da nicht einmischen, nur eins: Bitte nicht Medikamente für die Kinder an sich selber testen!!! Da lässt sich weder, wenn man es gut findet, ableiten dass es auch fürs Kind gut ist. Noch, wenn die eigene Erfahrung negativ ist, dass es fürs Kind nichts ist.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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Pascal14
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Re: Risperidon für Kinder: Nebenwirkung Tod

Beitragvon Pascal14 » 21.05.2019, 18:32

Das Risperidon unter Garantie nicht für Kinder von 15 kg Körpergewicht zugelassen ist steht wohl ausser Frage..
Medizinstudenten haben über 2 Wochen hinweg Risperidon bei sich selbst ausprobiert und waren entsetzt über die Wirkung und Nebenwirkungen.
Sie hatten teils körperliche Schmerzen aber auch das Gefühl neben sich zu stehen.
Sie nahmen eine normale Dosis, welche für Erwachsene empfohlen wird.
Die Kinder , welche Risperidon bekommen haben unterschiedliche Diagnosen, die lediglich vermuten lassen, dass im Gehirn zu viele Glücksbotenstoffe freigesetzt werden.
Man muss immer in Hinterkopf haben; dass Kinder keine kleinen Erwachsenen sind, sondern noch heranwachsen sollten; .
Und das möglichst ohne oder so wenig wie möglich, chemische Eingriffe in ihr Gehirn.


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