Erster "Kindergarten"tag

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Dirk K
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Erster "Kindergarten"tag

Beitragvon Dirk K » 10.01.2005, 12:48

Hallo ihr Lieben!

Nadja hatte heute ihren ersten Tag im "Kindergarten"...
Ich setze das Wort Kindergarten in Gänsefüsschen, weil ich mir eigentlich schon was anderes darunter vorstellen würde, gibts aber hier (Belgien) wohl nicht.
Der Tag dauert genau 1,5 Stunden und ist angefüllt mit Petöthearpie.
Ich muß Nadja selber holen und bringen (je 30 Minuten Fahrtzeit) und bei der Thearpie zumindest in den ersten Wochen oder Monaten dabei bleiben. Allerdings lohnt sich bei einem Aufenthalt von 1,5 Stunden das Wegfahren ja auch gar nicht. Kommen darf sie an 3 Tagen in der Woche.
Nadja hat sich das Ganze anfangs einigermaßen gefallen lassen, mit Vortschreiten der Therapie allerdings nur noch gebrüllt.

Wenn ich an die wunderschönen Heilpäd. KGs in Aachen, gleich hier um die Ecke, denke, kommen mir fast die Tränen, aber diese KGs sind uns leider wegen des belgischen Wohnsitzes verschlossen. :cry:
Morgen gehts dann weiter mit Gebrüll und mir graust es schon jetzt wieder.
Von dem Gedanken, dieses Jahr wieder Arbeiten zu gehen, kann ich mich wohl verabschieden...

Allen einen schönen Tag
Dirk

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Beitragvon Sabine » 10.01.2005, 21:22

Hallo Dirk,

das ist ja wirklich eine blöde Situation und der Zeitaufwand ja auch enorm. Unter einem Kindergartenbesuch stelle ich mir auch was anderes vor... Inkl. Fahrtzeit gehen bei dieser "Aktion" ja tägl. 2,5 Std. drauf!!! Und dann musst du auch noch permanent mit dabei sein... Nee, mit einer Berufstätigkeit lässt sich dieser Aufwand ganz sicher nicht vereinbaren. Es sei denn, Nadja kann stundenweise von einer Tagesmutter/Kinderkrankenschwester (?) betreut werden.
Gibt es denn in Belgien keine Heilpäd. Kindergärten? Besuchen (schwerer) behinderte Kinder dort gar keine Einrichtung? :shock:

Lieben Gruß,
Sabine
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Beitragvon Dirk K » 11.01.2005, 21:24

Hallo Sabine,

doch, es gibt in 'Belgien auch sowas wie heilpäd. KiGas, aber die sind mindestens eine Stunde entfernt, und dort wird nur französich gesprochen, was für mich beides K.O.-Kriterien sind.
Man versucht hier halt, soviel wie möglich integrativ zu lösen, aber da ist unser Naddelchen einfach kein Kandidat für. Blind sowie körperlich und geistig retardiert, die würde in einem integrativkiga vermutlich völlig untergehen.

Na ja, ich gebe aber nicht auf, ich schicke Naddel vor allem in diesen Kindergarten, um den Behörden hier zu zeigen, daß der nicht das richtige für sie ist. Da aber jedes Kind in Belgien Anspruch auf einen Platz hat, müssen die sich dann was einfallen lassen, und wenn es eine Betreuung zu Hause wäre (glaub ich aber nicht drann.)

Bis bald und lieben Gruß
Dirk
Papa von den 09/01 geb. Zwillingen Rebecca, gesund, und Nadja, ehem. eutrop. Frühgeb., blind, periventrikuläre noduläre Heterotopie, Hydrocephalus mit Shunt versorgt, Balkenagenesie, Kleinhirndisplasie, unterschiedlich schwere Epilepsie, geistig und motorisch retardiert, nach Unfall 2005 posttraumatischer ADH-Mangel und Diabetes Insipidus


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