Pflegezusatzversicherung bei der Privaten?

Für beihilfeberechtigte privat krankenversicherte Beamte gelten besondere Regeln. Fragen rund um diese Themen können hier besprochen werden.

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Valerie2019
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Pflegezusatzversicherung bei der Privaten?

Beitragvon Valerie2019 » 01.05.2019, 17:42

Hallo zusammen,

könnt ihr mir bitte helfen wg. der Pflegeversicherung. Ich werde aus meinen Unterlagen nicht schlau. So wie ich das sehe, habe ich gar keine Pflegeversicherung für die Kinder abgeschlossen? Bei den Erwachsenen hat man ja so wie ich das verstehe die Pflegepflichtversicherung, in die automatisch eingezahlt wird.

Ich bin gerade ratlos, denn einerseits möchte ich für meine Kinder einen Pflegegrad beantragen, aber wenn die Kinder gar nicht in der Pflegeversicherung sind, geht das doch gar nicht? Beim Googlen bin ich auf den Begriff "Pflegezusatzversicherung" gestoßen. Wäre es dann vielleicht schlau, VOR der Beantragung vom Pflegegeld noch schnell eine Zusatzversicherung abzuschließen?

Danke für eure Hilfe,
Viele Grüße Valerie

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Re: Pflegezusatzversicherung bei der Privaten?

Beitragvon MichaelK » 01.05.2019, 17:52

Hallo,

die Kinder sind doch in der Familienversicherung und damit auch pflichtversichert ohne extra Beitrag.

LG Michael
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Re: Pflegezusatzversicherung bei der Privaten?

Beitragvon Valerie2019 » 01.05.2019, 19:41

Hallo Michael,

gut, danke für die Info. Macht es denn Sinn, eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen?
Gruß Valerie

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Re: Pflegezusatzversicherung bei der Privaten?

Beitragvon MichaelK » 01.05.2019, 20:06

Hallo,

meines Wissens muss man da ein Mindestalter haben. Kann ich dir aber nicht genau sagen- am Besten wäre es, sich von einer Verbraucherzentrale beraten zu lassen.
Sobald Leistungen aus der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung beantragt oder bezogen werden, ist der Abschluss einer Zusatzversicherung nicht mehr möglich.
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Re: Pflegezusatzversicherung bei der Privaten?

Beitragvon Jörg75 » 01.05.2019, 20:54

Moin,

ich gehe mal davon aus, dass bei einer Pflegezusatzversicherung eine Gesundheitsprüfung erfolgt, da das eine Zusatzversicherung ist, mit der ein Unternehmen Gelds verdienen möchte. Insofern stellt sich sowieso die Frage, ob du überhaupt eine Chance haben würdest, eine solche Zusatzversicherung abzuschließen ...

Gruß
Jörg
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Re: Pflegezusatzversicherung bei der Privaten?

Beitragvon Jörg75 » 01.05.2019, 20:58

Moin Michael
die Kinder sind doch in der Familienversicherung und damit auch pflichtversichert ohne extra Beitrag.
aber nicht in der Privaten - da gibt es keine kostenlose Familienversicherung.

Bei der privaten hat jeder Versicherte seine eigene Versicherung mit einem eigenen Versicherungsumfang. Allerdings ist die Pflegeversicherung eine Pflichtversicherung, auch in der PKV, und daher sind die Kinder sicherlich Pflegepflichtversichert.

In meinen Versicherungsunterlagen steht das auch bei beiden Kindern extra in den Vertragsunterlagen drin, dass das Pflegepflichtversicherungen sind - die auch bei den Kindern beitragsfrei geführt werden (da eigene Kinder ohne eigene Einkünfte beitragsfrei versichert sind).

Gruß
Jörg
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Re: Pflegezusatzversicherung bei der Privaten?

Beitragvon MichaelK » 01.05.2019, 21:06

aber nicht in der Privaten - da gibt es keine kostenlose Familienversicherung. ...
stimmt, aber die Ausnahme ist die Pflegepflichtversicherung. Effektiv also wie bei der Familienversicherung in der GKV.

LG Michael
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Re: Pflegezusatzversicherung bei der Privaten?

Beitragvon kati543 » 02.05.2019, 11:45

aber nicht in der Privaten - da gibt es keine kostenlose Familienversicherung. ...
stimmt, aber die Ausnahme ist die Pflegepflichtversicherung. Effektiv also wie bei der Familienversicherung in der GKV.

LG Michael
Hallo,
naja, in der GKV stimmt das auch nicht immer. Meine Jungs zahlen eigene Beträge in die Pflegeversicherung - da freiwillig versichert.
Aber in der PKV war das damals wirklich so. Die Pflegeversicherung für die Kinder war beitragsfrei gestellt. Natürlich waren sie trotzdem versichert...und haben ja auch Leistungen daraus bezogen.
Ich würde die Pflegezusatzversicherung versuchen und mich zumindest bei verschiedenen Anbietern informieren. Es könnte durchaus sein, dass die Anbieter nur fragen, ob ein Pflegegrad bereits existiert, einmal existiert hat oder beantragt wurde. Es muss gar nicht sein, dass die weiter ins Detail gehen.
LG
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Valerie2019
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Re: Pflegezusatzversicherung bei der Privaten?

Beitragvon Valerie2019 » 08.05.2019, 14:43

Hallo zusammen, danke für eure Antworten.

Ich bin nun etwas schlauer geworden, also bei der Privaten haben auch die Kinder automatisch eine Pflegeversicherung, die Pflegepflichtversicherung.

Meine Idee dazu war eigentlich, dass ich VOR der Beantragung von Pflegegeld (ich kann mir immer noch nicht vorstellen, wirklich eine Chance auf Pflegegeld zu haben - meine Kinder kommen mir gar nicht so krank vor?!), noch "schnell" eine Pflegezusatzversicherung abschließe. Ich weiß von einigen Fällen, dass die Pflegezusatzversicherung dann zum Beispiel gute Dienste leistet, wenn ein Kind später professionelle Nachhilfe (LRS, Dyskalkulie etc) etwa in einem Lerninstitut braucht. Da kommt ein ganz schöner Betrag zusammen, der ja normalerweise bei privat Versicherten Privatvergnügen ist. Aber ich will nicht spekulieren, ich weiß ja gar nicht, ob und was auf uns überhaupt mal zukommt. oder sei es therapeutisches Reiten, was auch immer.

Jedenfalls habe ich mich gestern bei der Versicherung beraten lassen mit dem Ziel, eine Pflegezusatzversicherung für die Kinder abzuschließen. Habe vorab viel gegooglet und gelesen, dass der Testsieger für die Kinder nur 9 Euro im Monat nimmt. Aber die nette Dame wollte mir keine Versicherung verkaufen! Nicht etwa, weil die Voraussetzungen nicht stimmen (Gesundheitsfragebogen - soweit kam ich gar nicht erst), sondern weil sie meinte, das wäre Quatsch. Sie sagte, die Gesellschaft würde so viel Werbung machen und man müsste genau überlegen, was nötig und sinnvoll ist und sie hat abgeraten. Sie meinte, die 9 Euro im Monat sollte ich lieber in eine Unfallversicherung investieren.

Hm, nun bin ich auch nicht schlauer. Ich trau mich halt noch nicht, das Pflegegeld zu beantragen (denn wenn einmal beantragt, kann man nachträglich keine Versicherung mehr abschließen, und lege ich den Kindern dann nicht Steine in den Weg ?! - Ich meine, wenn ich jetzt Pflegegeld beantrage und es nicht bekomme - und später (in Jahrzehnten oder wann auch immer) wollen meine Kinder dann für sich selber für´s Alter eine Pflegezusatzversicherung abschließen, dann bekommen sie sie nicht mehr? Weil ich eben schonmal Pflegegeld beantragt habe?!

Ich hoffe, ihr könnt mir folgen. Vielleicht denke ich auch zu viel darüber nach.

Dann war mein Plan, wenigstens für mich selber eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen (habe gelesen, das sollte man nach Möglichkeit zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr tun - und da bin ich genau in der Mitte drin) - aber davon riet sie mir auch ab. Wir haben zwar mal den Gesundheitsfragebogen für mich durchgespielt und der war wirklich ok und daran lag es auch nicht, aber sie meinte, das sei Blödsinn, weil das investierte Geld danach weg sei.

Seltsam, dass mir ausgerechnet eine Versicherungsmaklerin nicht das gewünschte Produkt verkaufen wollte. Dann muss es ja wirklich nicht sinnvoll sein, sonst hätte sie sich doch die Provision nicht entgehen lassen?!

Was meint ihr denn?

Danke und liebe Grüße
Valerie


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