Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Kontakte zu anderen Eltern mit besonderen Kindern gewünscht? Kein Problem - Kontaktgesuche könnt ihr hier unter Angabe eurer E-Mail-Adresse einstellen.
Wer möchte, kann auch auf Krabbel- und Spielgruppen für besondere Kinder aufmerksam machen und wichtige Termine (z. B. von Selbsthilfegruppen, Fernsehsendungen über besondere Kinder etc.) angeben.

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HeikeLeo
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Re: Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Beitragvon HeikeLeo » 02.06.2019, 20:38

Liebe Melly,

Inwiefern ist es Elefanten mit Mücken vergleichen? Was ist denn der Elefant, was die Mücke?
  • Beides sind Viruserkrankungen

    beide sind hochansteckend,

    gegen beide gibt es Impfungen,

    beide erzeugen Todesfälle.

Bei den Masern gab es etwa 500 ERKRANKUNGSFÄLLE. Bei der Schweinegrippe im o.g. Zitat handelt es sich um TODESFÄLLE!

Liebe Grüße
Heike

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Jörg75
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Re: Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Beitragvon Jörg75 » 02.06.2019, 20:47

Moin,

nur für alle, die vielleicht der Meinung sind, dass Masern überwiegend harmlos sind (und ja, klar, es ist ein Einzelfall-Bericht):

https://www.spiegel.de/gesundheit/diagn ... 69900.html

Gruß
Jörg
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Re: Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Beitragvon Alexandra2014 » 02.06.2019, 22:00

Über 500 Fälle pro Jahr ist nicht nichts. Die Impfpflicht wäre/ist richtig und wichtig.
500 Fälle pro Jahr ist so gut wie nichts.
Ob du das auch so sehen würdest, wenn dein Kind an SSPE erkrankt wäre? Frage mal Eltern, deren Kind (elendig) an SSPE gestorben ist. Hier in der Nähe gab es Fälle von SSPE - die Säuglinge haben sich im selben Wartezimmer bei nur einem Kind angesteckt!

Jeder einzelne Fall stellt eine Gefahr dar und jeder einzelne Fall ist zu viel - weil vermeidbar!

Gruß
Alex

https://www.lz.de/lippe/bad_salzuflen/5 ... asern.html
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Re: Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Beitragvon melly210 » 02.06.2019, 22:31

Über 500 Fälle pro Jahr ist nicht nichts. Die Impfpflicht wäre/ist richtig und wichtig.
500 Fälle pro Jahr ist so gut wie nichts.
Ob du das auch so sehen würdest, wenn dein Kind an SSPE erkrankt wäre? Frage mal Eltern, deren Kind (elendig) an SSPE gestorben ist. Hier in der Nähe gab es Fälle von SSPE - die Säuglinge haben sich im selben Wartezimmer bei nur einem Kind angesteckt!

Jeder einzelne Fall stellt eine Gefahr dar und jeder einzelne Fall ist zu viel - weil vermeidbar!

Gruß
Alex

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Vollste Zustimmung. Und es gibt wirklich TONNENWEISE Meta-Studien zu der Frage ob bei schweren Erkrankungen impfen oder nicht impfen besser ist (von wegen Krankheitsfolgen vs Impfschäden) und die sind alle ganz klar pro Impfen ausgegangen. Versteh mich nicht falsch, es gibt Impfungen wie zb HPV oder Varicellen, da sage ich, kann man, muß man aber nicht. Aber es gibt Impfungen die erachte ich als unabdingbar wichtig, weil die Krankheiten vor denen sie schützen wirklich, wirklich heftig sein können. Dazu gehört für mich auf jeden Fall die MMR (Masern/Mumps/Röteln), Keuchhusten und auch die Meningokokken-Impfungen.

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Re: Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Beitragvon melly210 » 02.06.2019, 22:36


500 Fälle pro Jahr ist so gut wie nichts.
Ob du das auch so sehen würdest, wenn dein Kind an SSPE erkrankt wäre? Frage mal Eltern, deren Kind (elendig) an SSPE gestorben ist. Hier in der Nähe gab es Fälle von SSPE - die Säuglinge haben sich im selben Wartezimmer bei nur einem Kind angesteckt!

Jeder einzelne Fall stellt eine Gefahr dar und jeder einzelne Fall ist zu viel - weil vermeidbar!

Gruß
Alex

https://www.lz.de/lippe/bad_salzuflen/5 ... asern.html
Vollste Zustimmung. Und es gibt wirklich TONNENWEISE Meta-Studien zu der Frage ob bei schweren Erkrankungen impfen oder nicht impfen besser ist (von wegen Krankheitsfolgen vs Impfschäden) und die sind alle ganz klar pro Impfen ausgegangen. Versteh mich nicht falsch, es gibt Impfungen wie zb HPV oder Varicellen, da sage ich, kann man, muß man aber nicht. Aber es gibt Impfungen die erachte ich als unabdingbar wichtig, weil die Krankheiten vor denen sie schützen wirklich, wirklich heftig sein können. Dazu gehört für mich auf jeden Fall die MMR (Masern/Mumps/Röteln), Tetanus, Keuchhusten und auch die Meningokokken-Impfungen.

HeikeLeo
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Re: Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Beitragvon HeikeLeo » 03.06.2019, 14:49

Jeder einzelne Fall stellt eine Gefahr dar und jeder einzelne Fall ist zu viel - weil vermeidbar!
Genau darum geht es. Ich habe leider auch Fälle gesehen, die einfach "vergessen" worden sind. Da waren dann die Kinder in der Uniklinik - gemeinsam mit anderen Kindern in einem Zimmer, deren schwangeren Müttern... und man hat die Masern erst erkannt, als das Exanthem da war. - Die vorhandene Impfempfehlung muss einfach von den kinderärztlichen Praxen genau umgesetzt werden. Was nützen uns verschärfte Regeln, wenn es an der Umsetzung klemmt? Eine Impfpflicht schützt ja offensichtlich nicht vor Masern, sondern nur die tatsächlich durchgeführte Impfung!

Und ich gehe mal davon aus, dass ich es als Mutter gleich unerträglich finde, wenn mein Kind an SSPE stirbt oder an der Masern-Impfung oder der Schweinegrippe-Impfung. Nur, SSPE ist vielleicht schicksalhaft, ein Todesfall als Folge einer Impfung ist menschengemacht. Ich spreche hier von 32 Todesfällen nach der Schweinegrippeimpfung und 532 Menschen, die nach der Impfung an Schweinegrippe an Guillain-Barré-Syndrom erkrankt sind.
Für Masern gibt es leider sehr wenig Daten. Das heißt nicht, dass es die Zusammenhänge nicht gibt.

Die Faktenlage zu Masern ist leider sehr dünn. Da lohnt es sich durchaus, das Papier zu lesen, das Angie ein paar Beiträge weiter vorne reingestellt hat. DAS hat offenbar niemand gelesen. Dafür gleitet die Diskussion immer wieder auf emotionalisierte Schicksalsfälle ab.

Liebe Grüße
Heike

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Re: Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Beitragvon melly210 » 03.06.2019, 15:53

Eine absolute Impfpflicht würde da sehr wohl helfen. Dann würde nämlich sehr schnell gesehen ob die Impfung schon gemacht worden ist oder nicht. Das muß man ja dann auch nachweisen, daß es gemacht worden ist. So wird halt vom Arzt mal angesprochen, wenn die Eltern dann nö sagen wars das dann.
Und nein SSPE ist NICHT schicksalshaft, das wäre in der heutigen Zeit durch die Impfung komplett vermeidbar. Was glaubst du wieviel mehr SSPE-Fälle es gäbe wenn nicht gegen Masern geimpft würde ? Und ja, eine Impfung kann Nebenwirkungen haben, aber die Rate an Leuten die Nebenwirkungen haben ist VIEL geringer als die Rate an Leuten die an Masern und Co sterben würden.

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Re: Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Beitragvon rena99 » 03.06.2019, 17:27

Und ich gehe mal davon aus, dass ich es als Mutter gleich unerträglich finde, wenn mein Kind an SSPE stirbt oder an der Masern-Impfung oder der Schweinegrippe-Impfung. Nur, SSPE ist vielleicht schicksalhaft, ein Todesfall als Folge einer Impfung ist menschengemacht. Ich spreche hier von 32 Todesfällen nach der Schweinegrippeimpfung und 532 Menschen, die nach der Impfung an Schweinegrippe an Guillain-Barré-Syndrom erkrankt sind.
Für Masern gibt es leider sehr wenig Daten. Das heißt nicht, dass es die Zusammenhänge nicht gibt.

Die Faktenlage zu Masern ist leider sehr dünn. Da lohnt es sich durchaus, das Papier zu lesen, das Angie ein paar Beiträge weiter vorne reingestellt hat. DAS hat offenbar niemand gelesen. Dafür gleitet die Diskussion immer wieder auf emotionalisierte Schicksalsfälle ab.

Liebe Grüße
Heike
Hallo Heike, SSPE ist nicht schicksalhaft, weil die Masernimpfung es verhindern würde, aber das nur am Rand.

Wie kommst du darauf, dass die Faktenlage bei der Masern-Impfung sehr dünn ist? Eine einfach Interenet-Recherche bringt da zügig Aufschluss, z.B. hier:
https://www.rki.de/DE/Content/Kommissio ... cationFile

Und dann gibt es noch die europäische Studiendatenbank:
https://eudract.ema.europa.eu/

Gruß
Rena
Rena mit Tochter (V.a. Autismusspektrumsstörung, Zwangsstörung)
"Jeder Zwang ist Gift für die Seele." (Ludwig Börne)

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Re: Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Beitragvon Alexandra2014 » 03.06.2019, 17:27

Eine absolute Impfpflicht würde da sehr wohl helfen. Dann würde nämlich sehr schnell gesehen ob die Impfung schon gemacht worden ist oder nicht. Das muß man ja dann auch nachweisen, daß es gemacht worden ist. So wird halt vom Arzt mal angesprochen, wenn die Eltern dann nö sagen wars das dann.
Und nein SSPE ist NICHT schicksalshaft, das wäre in der heutigen Zeit durch die Impfung komplett vermeidbar. Was glaubst du wieviel mehr SSPE-Fälle es gäbe wenn nicht gegen Masern geimpft würde ? Und ja, eine Impfung kann Nebenwirkungen haben, aber die Rate an Leuten die Nebenwirkungen haben ist VIEL geringer als die Rate an Leuten die an Masern und Co sterben würden.
Exakt.
Irgendwie begreift Heike nicht, wie es aussehen würde, wenn sich plötzlich jeder, oder nur jeder zweite, gegen die Masernimpfung entscheiden würde. Aktuell wäre das ja durchaus noch möglich.
Durch die vielen noch ungeimpften Flüchtlinge, ist es mancherorts mit der Herdenimmunität sowieso schon nichts mehr, deswegen zählt jeder Geimpfte.

@Heike: der entscheidende Unterschied zwischen der Schweinegrippeimpfung (mit Pandemrix) und den Masern liegt schon in der Herstellung. Der Schweinegrippeimpfstoff musste innerhalb kürzester Zeit für Millionen von Menschen hergestellt werden und zur Verfügung stehen. Es gab damals im Vorfeld bereits Sicherheitsbedenken, die aber totgeschwiegen wurden, teilweise sogar von Behörden.
Den Masernimpfstoff hingegen gibt es hierzulande (in stetig überarbeiteter Form) nun schon 50 (!!!) Jahre.
Gäbe es auch damit solche Nebenwirkungen, wie mit dem Schweinegrippeimpfstoff, wäre das unvermeidbar längst bekannt.

Während beim europäischen Impfstoff Pandemrix beispielsweise 1138 schwere Nebenwirkungen dokumentiert wurden, waren es beim kanadischen Mittel Arepanrix nur 95.
Angesichts der Zahl der Geimpften bedeutete das: bei Pandemrix wurden pro eine Millionen Geimpfte 75,8 schwere Nebenwirkungen gemeldet. Bei Arepanrix waren es 7,9 schwere Nebenwirkungen pro eine Millionen Geimpfte.

Wie wohl die Morbiditäts- und Mortalitätsrate ausgesehen hätte, wären diese eine Millionen Menschen an der Schweinegrippe erkrankt...?

Der Impfstoff Pandemrix hat danach seine Zulassung verloren.
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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BeatrixB
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Re: Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Beitragvon BeatrixB » 05.06.2019, 10:15

Hallo Heike,

das GBS kann auch durch Grippeviren an sich ausgelöst werden (vermutlich, ganz gesichert ist das, genau wie als Impffolge, nicht). Die Wahrscheinlichkeit GBS zu bekommen, ist aufgrund der Impfung erhöht, aber noch höher, wenn man tatsächlich Grippe hatte.
3 Kinder; Sohn von 08/09 mit DS


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