Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Kontakte zu anderen Eltern mit besonderen Kindern gewünscht? Kein Problem - Kontaktgesuche könnt ihr hier unter Angabe eurer E-Mail-Adresse einstellen.
Wer möchte, kann auch auf Krabbel- und Spielgruppen für besondere Kinder aufmerksam machen und wichtige Termine (z. B. von Selbsthilfegruppen, Fernsehsendungen über besondere Kinder etc.) angeben.

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melly210
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Re: Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Beitragvon melly210 » 01.06.2019, 14:36

Das mit den Babies sehe ich schon auch so. Also daß so kleine Kinder generell nicht in Gruppenbetreuung gehören. Das hat aber mit dem Impfthema für mich nichts zutun. Es sind auch Babies gefährdet deren ältere Geschwister in den Kiga gehen.
Warum man sich mehr auf die Kinder einschießt habe ich oben schon erläutert, und das ist epidemiologisch gesehen auch sinnvoll. Genau wie eine Impfpflicht des Gesundheitspersonals.Klar kann man sich überall anstecken, aber die tatsächliche Wahrscheinlichkeit ist in einem Kindergarten, einem Spital oder einer Grundschule deutlich höher als in der Straßenbahn. Und ja, bei den restlichen Erwachsenen denke ich auch, daß man die Durchimpfungsrate deutlich heben könnte wenn die Hausärzte mehr dahinter wären. Es stimmt schon, daß die Kinder besonders gefährdet und gleichzeitig auch Hauptüberträger sind, aber das entschuldigt nicht, daß nach dem Impfstatus eines Erwachsenen kein Hahn mehr kräht.

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Angela77
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Re: Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Beitragvon Angela77 » 01.06.2019, 16:58

Hallo Melly,
aber Geschwisterkinder sind doch alt genug, um selbst geimpft zu werde, wenn ein weiteres Familienmitglied geboren wird ... Dass zwischen zwei Kids weniger als zehn Monate liegen, dürfte selten sein ...
LG
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Angela77
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Re: Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Beitragvon Angela77 » 01.06.2019, 17:28

Hallo Melly,
Duisburg ist eine Masernhochburg. Mein Sohn geht dort zur Förderschule. Ich mache mir keinerlei bzw. kaum Sorgen, dass er sich dort was holt.Ich weiß, die Impfquoten sind bei gemeldeten Kindern seines Alters extrem hoch.
Ich fahre aber ihm in Duisburg in solchen Zeiten nicht Straßenbahn und meide die dortige Kinderklinik nach Möglichkeit, obwohl sie sonst für stationäre Aufenthalte meine erste Wahl wäre .... In seiner Schule sind seit Jahren.auch keine Masern aufgetreten, obwohl im Hochrisikostadtteil. Bin gespannt, was passiert, wenn Duisburg seine kommunale Impfpflicht tatsächlich durchkriegt....
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Re: Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Beitragvon HeikeLeo » 01.06.2019, 19:37

Duisburg ist eine Masernhochburg.
2018 gab es 543 Masernfälle - in GANZ Deutschland. Duisburg hat knapp 500.000 Einwohner.

Selbst, wenn alle Masernerkrankten in Duisburg gewohnt hätten, wäre nur jeder Tausendste betroffen gewesen. Mir scheint das ein überschaubares Risiko. Bei der Masernpflichtimpfung geht es auch gar nicht um Masern oder Bevölkerungsschutz sondern um Profilierung einzelner Leute bzw. von Organisationen, um Macht und Einfluss.

Liebe Grüße
Heike

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Re: Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Beitragvon Angela77 » 01.06.2019, 21:38

Hallo Heike,
danke fürs Augenöffnen.
Da habe ich doch glatt selbst unreflektiert die Wortwahl übernommen, die die Lokalpresse in den letzten verwendet hat!
Das relative Risiko ist wirklichselbst in Duisburg sehr gering! Wir "müssen" aber zum Glück ohnehin nie in Duisburg die Öffis benutze. Sohnemann fährt Schulbus und mag auch das Ubahn-Netz der anderen Städte als Freizeit-Highlight. Stationär würde ich mich bei größeren Masernausbrüchen trotzdem in der Unikinik einer anderen angrenzenden Großstadt wohler fühlen. Erstens werden "Duisburger Kids" dort nicht zwingend hinverlegt - und zweitens gibt es dort eine wirklich gute eigene pädiatrische Isolierstation. Wir waren auch schon dort - mit einer sehr aggressiven viralen Lungenentzündung.
Liebe Grüße
Angie
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Re: Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Beitragvon melly210 » 01.06.2019, 23:37

Duisburg ist eine Masernhochburg.
2018 gab es 543 Masernfälle - in GANZ Deutschland. Duisburg hat knapp 500.000 Einwohner.

Selbst, wenn alle Masernerkrankten in Duisburg gewohnt hätten, wäre nur jeder Tausendste betroffen gewesen. Mir scheint das ein überschaubares Risiko. Bei der Masernpflichtimpfung geht es auch gar nicht um Masern oder Bevölkerungsschutz sondern um Profilierung einzelner Leute bzw. von Organisationen, um Macht und Einfluss.

Liebe Grüße
Heike
Masern haben überhaupt bei kleinen Kindern nicht selten schwere Folgen. Es kann zu Encephalitis, Lungenetzündung, Unfruchtbarkeit etc kommen, und der Masernvirus greift auch die Gedächtniszellen des Immunsyystems an. Dh, in den Jahren nach einer Maserninfektion hat man ein deutlich höheres Risiko sich andere schwere Erkrankungen zu fangen. Auch wenn man sich Masern nicht so leicht holt wie einen Schnupfen, ein guter Herdenschutz gegen diese Krankheit ist einfach wichtig. Da geht es auch nicht um die Profilierung von irgendwem.

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Re: Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Beitragvon HeikeLeo » 02.06.2019, 15:19

Liebe Melly,

das Masernvirus vermehrt sich in den Lymphozyten. Damit ist klar, dass nach einer Maserninfektion das Immunsystem die nächsten Monate geschwächt ist. Das zieht sich aber nicht Jahre hin!
[quote""melly210"] in den Jahren nach einer Maserninfektion[/quote]
Auch wenn man sich Masern nicht so leicht holt wie einen Schnupfen
Dafür ist Masern extrem ansteckend. Die Kontagiosität liegt weit über der Kontagiosität von Schnupfen - was auch immer da reingemischt wird.
ein guter Herdenschutz gegen diese Krankheit ist einfach wichtig. Da geht es auch nicht um die Profilierung von irgendwem.
Immunität, z.B. Herdenimmunität, kommt nur zum Tragen, wenn die Ansteckungsgefahr real besteht. Bei 543 Fällen im Jahr 2018 ist das Risiko winzig. Es geht eben doch um Profilierung von Einzelpersonen und Organisationen, die sich mit Impfeuphorie wichtig machen wollen.

Liebe Grüße
Heike

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Re: Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Beitragvon melly210 » 02.06.2019, 15:34

Liebe Melly,

das Masernvirus vermehrt sich in den Lymphozyten. Damit ist klar, dass nach einer Maserninfektion das Immunsystem die nächsten Monate geschwächt ist. Das zieht sich aber nicht Jahre hin!
[quote""melly210"] in den Jahren nach einer Maserninfektion
Auch wenn man sich Masern nicht so leicht holt wie einen Schnupfen
Dafür ist Masern extrem ansteckend. Die Kontagiosität liegt weit über der Kontagiosität von Schnupfen - was auch immer da reingemischt wird.
ein guter Herdenschutz gegen diese Krankheit ist einfach wichtig. Da geht es auch nicht um die Profilierung von irgendwem.
Immunität, z.B. Herdenimmunität, kommt nur zum Tragen, wenn die Ansteckungsgefahr real besteht. Bei 543 Fällen im Jahr 2018 ist das Risiko winzig. Es geht eben doch um Profilierung von Einzelpersonen und Organisationen, die sich mit Impfeuphorie wichtig machen wollen.

Liebe Grüße
Heike
Aus Wikipedia:
"Schwächung des Immunsystems
Da Masernviren gewisse Zellen des Immunsystems (Lymphozyten, Monozyten, Makrophagen und dendritische Zellen) befallen und sich besonders im lymphatischen System verbreiten, führt das zu einer transienten Immunsuppression.[54] In der akuten Phase der Erkrankung kann es auch zu einer Lymphopenie kommen, in deren Verlauf die Menge an T- und B-Zellen massiv abfällt. Dadurch ist man anfälliger für andere bakterielle oder virale Krankheitserreger. Zudem kann eine Maserninfektion eine teils jahrelange Schwächung des Immunsystems verursachen.[75][76] Masern gelten als die als erste beschriebene immunsuppressive Erkrankung.[76]"
Quellenagaben siehe im Wikipedia-Artikel über Masern. Die Wahrscheinlichkeit zu sterben ist nach einer Maserinfektion teilweise jahrelang erhöht. Und JA, die Gefahr sich anzustecken besteht auch ganz real ! Wären sie ausgerottet wäre es anders, aber das sind sie nicht Über 500 Fälle pro Jahr ist nicht nichts. Die Impfpflicht wäre/ist richtig und wichtig.

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Re: Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Beitragvon HeikeLeo » 02.06.2019, 17:50

Über 500 Fälle pro Jahr ist nicht nichts. Die Impfpflicht wäre/ist richtig und wichtig.
500 Fälle pro Jahr ist so gut wie nichts. Es handelt sich nur um ERKRANKUNGSFÄLLE. Todesfälle, SSPE u.ä. wird genausowenig wissenschaftlich erfasst und angegeben wie unerwünschte Folgen der Impfung. Damit ist die diesbezügliche Diskussion auf einem ähnlich hohen wissenschaftlichen Stand wie die Hexenverbrennung. Es handelt sich ergo NUR um politische Entscheidungen.

Zur Impfpflicht möchte ich gerne noch folgenden Artikel zur Schweinegrippe empfehlen. Insbesondere die Lehre dafür von 1976 - der Kasten dazu kommt im Artikel etwas weiter unten.
Ohne Impfung hatte man einen Todesfall - mit Impfung und durch die Impfung hatte man 32 Todesfälle. Das war jetzt für die Schweinegrippeimpfung. Eine vergleichbare Kalkulation bräuchte man für die Masernimpfung auch - hat man aber nicht.

https://www.arznei-telegramm.de/html/ht ... 909077_01k

Liebe Grüße
Heike

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Re: Open petition für individuelle Impfentscheidungen

Beitragvon melly210 » 02.06.2019, 18:55

Über 500 Fälle pro Jahr ist nicht nichts. Die Impfpflicht wäre/ist richtig und wichtig.
500 Fälle pro Jahr ist so gut wie nichts. Es handelt sich nur um ERKRANKUNGSFÄLLE. Todesfälle, SSPE u.ä. wird genausowenig wissenschaftlich erfasst und angegeben wie unerwünschte Folgen der Impfung. Damit ist die diesbezügliche Diskussion auf einem ähnlich hohen wissenschaftlichen Stand wie die Hexenverbrennung. Es handelt sich ergo NUR um politische Entscheidungen.

Zur Impfpflicht möchte ich gerne noch folgenden Artikel zur Schweinegrippe empfehlen. Insbesondere die Lehre dafür von 1976 - der Kasten dazu kommt im Artikel etwas weiter unten.
Ohne Impfung hatte man einen Todesfall - mit Impfung und durch die Impfung hatte man 32 Todesfälle. Das war jetzt für die Schweinegrippeimpfung. Eine vergleichbare Kalkulation bräuchte man für die Masernimpfung auch - hat man aber nicht.

https://www.arznei-telegramm.de/html/ht ... 909077_01k

Liebe Grüße
Heike
Masern mit der Schweinegrippe zu vergleichen ist aber schon einen Elefanten mit einer Mücke vergleichen. Und nocheinmal, 500 Fälle ist nicht nichts. Was glaubst du wie schnell daraus ein paar tausend werden können wenn due Impfmüdigkeit weiter zunimmt ?


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