Teilhabe am Leben....wie und wo?

Hier könnt ihr die Hilfsmittel eurer Kinder vorstellen, z. B. Reha-Buggy, Pflegebett, Stehtrainer, Therapieliege usw. - gerne auch mit Foto.
Ihr könnt hier übrigens auch Fragen bezüglich Technik und Anwendung verschiedener Hilfsmittel stellen.

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Anja30
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Teilhabe am Leben....wie und wo?

Beitragvon Anja30 » 26.04.2019, 14:33

Hallo!

Wenn von der kk ein Hilfsmittel, in unserem Fall ein Fahrradanhänger, nicht übernommen wird, kann man das, so wie ich gelesen habe, über die Eingliederungshilfe bzw. Teilhabe am Leben versuchen. Wie und wo mache ich das?

Lg Anja

Ikki
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Re: Teilhabe am Leben....wie und wo?

Beitragvon Ikki » 26.04.2019, 15:15

Hallo Anja,
das beantragt Du beim Sozialamt. Ist aber einkommensabhängig, Du musst also sämtliche Einkünfte und Vermögen nachweisen. :?
LG
Christiane
mit T. * April 2013, Frühchen 28ssw, Hirnblutung Grad III, Hemiparese, Epilepsie seit 2018

Anja30
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Re: Teilhabe am Leben....wie und wo?

Beitragvon Anja30 » 26.04.2019, 18:17

Hallo Christiane,
Danke für deine Antwort :)
Vermögen haben wir keins, nur das Einkommen meines Mannes :lol:

LG Anja

Kaja
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Re: Teilhabe am Leben....wie und wo?

Beitragvon Kaja » 26.04.2019, 19:11

Hallo Anja,

wenn du den Antrag bei der KK gestellt hast, hätte diese eigentlich nicht mit der Begründung, sie sei nicht zuständig, ablehnen dürfen, sondern hätte die Angelegenheit gemäß § 14 SGB IX innerhalb von 14 Tagen z. B. an das Sozialamt weiterleiten müssen. Da sie das nicht getan hat, bleibt sie zuständig und hätte auch nach dem SGB XII (Eingliederungshilfe als Teilhabe am Leben in der Gesellschaft) prüfen und bewilligen müssen. Genaugenommen müsstest du deshalb eigentlich keinen neuen Antrag stellen, sondern im Rahmen des Widerspruchs die KK auf diese Rechtslage hinweisen und sie zur Bewilligung aufforden müssen. Sie kann sich ja den Betrag von zuständigen Sozialamt wiederholen.

Viele Grüße Kaja

Manuela1304
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Re: Teilhabe am Leben....wie und wo?

Beitragvon Manuela1304 » 26.04.2019, 22:47

Hallo

Ist es denn so das die Eingliederungshilfe einen Fahrradanhänger oder wie in unserem Fall ein Lastenrad ( mit Isofiix für einen speziellen Autositz ) bezahlen müssen ?
Oder kann sie es ablehnen weil das Luxus ist und nicht zwingend notwendig ?
Ich finde Teilhabe am gemeinsamen Leben ist doch das man gemeinsam Fahrrad fährt.
Gibt es da ein Gesetz, ein Gerichtsurteil oder eine Liste was dazu gehört und übernommen wird ?
Ihrgentwie finde ich dazu nichts

Ganz liebe Grüsse
Manu

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Engrid
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Re: Teilhabe am Leben....wie und wo?

Beitragvon Engrid » 27.04.2019, 08:20

Hallo,

hier eine Seite mit Urteilen zum Suchen, https://www.rehadat-recht.de/de/hilfsmi ... rec=urteil
Demnach würde ich mich, wie Kaja schon rät, an die KK halten. Bei Kindern sowieso, was ich so mitlese, übernehmen (widerwillig) bei Kindern die Kassen Therapieräder, die Begründung für Anhänger bzw Lastenfahrrad zielt ja in die gleiche Richtung.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

Anja30
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Re: Teilhabe am Leben....wie und wo?

Beitragvon Anja30 » 27.04.2019, 09:09

Kaja, lieben Dank für deine ausführliche Antwort.
Das wusste ich so noch gar nicht :shock:

Man lernt nie aus, und es ist toll das andere manchmal mehr wissen, als man selbst :D

LG Anja

Anja30
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Re: Teilhabe am Leben....wie und wo?

Beitragvon Anja30 » 27.04.2019, 09:12

Engrid, das stimmt. Ein therapierad wird ja von den kk's übernommen, also meistens. Was aber ist, wenn das Kind weder selbstständig lenken noch treten kann? Dann bleibt nur ein Anhänger oder vergleichbares.

LG Anja

Lisaneu
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Re: Teilhabe am Leben....wie und wo?

Beitragvon Lisaneu » 27.04.2019, 10:52

Engrid, das stimmt. Ein therapierad wird ja von den kk's übernommen, also meistens. Was aber ist, wenn das Kind weder selbstständig lenken noch treten kann? Dann bleibt nur ein Anhänger oder vergleichbares.

LG Anja
Anhänger sind im Schnitt sogar billiger wie Therapiefahrräder. Wobei ich nicht weiß, ob euch ein handelsüblicher Fahrrad-Anhänger reicht oder ob ihr eine Sonderausstattung braucht, die nicht in jedem Anhänger machbar ist (z.B. Isofix Kindersitzbefestigung, wie bei Manuela). Kürzlich gab es z.B. in Österreich bei Interspar Fahrradanhänger um Euro 150,- (Neupreis). Ich habe für meinen Fahrradanhänger (aus dem Fahrradgeschäft) vor ca. 8 Jahren rund Euro 400,- bezahlt. Und die Therapiefahrräder, die ich kenne, sind nochmal teurer.

So gesehen müssten die Kassen sogar froh sein, wenn sie "nur" einen Anhänger zahlen müssen und kein Therapiefahrrad :wink: .
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

Manuela1304
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Re: Teilhabe am Leben....wie und wo?

Beitragvon Manuela1304 » 27.04.2019, 12:32

Hallo

Werde mir die Gerichtsurteile mal durchlesen ob ggf was bei uns passt.
Dann werde ich Montag zum Kinderarzt gehen und einen Fahrradanhänger auf Rezept verordnen lassen.
Stellt sich mir nur die Frage ob ich dann verantwortlich gemacht werden kann für Verletzungen wenn der SA von der KK vor lachen von seinem Stuhl fällt * ironieaus....
Die BKK VBU lehnt nämlich alles ab, deswegen dachte ich über die Teilhabe am sozialen Leben nach.
Das Lastenrad werden wir ganz bestimmt nicht über die KK bekommen, es kostet 6500 Euro, 1000 Euro bekommt man durch eine NRW Förderung, bleiben also noch satte 5500 Euro in etwa.
Damit kann man dann aber auch ewig fahren.

Ganz liebe Grüsse
Manu


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