Probleme mit Autismustherapie

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SonjaSo
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Probleme mit Autismustherapie

Beitragvon SonjaSo » 18.04.2019, 13:48

Ihr Lieben,
Unser Sohn ist Autis und besucht seit knapp über 2Jahfe. Ein Autismustherapiezentrum.Die erste Therapeutin war sehr lieb,wechselte aber nach einem Jahr ins Ausland und wir bekamen eine Neue.
Eigentlich waren wir immer sehr zufrieden und es lief alles rund und ruhig.Letzten November gab es ein Gespräch mit der Schule,einfach um sich kennen zu lernen.Sie stellte die aktuellen Therapieziele vor.Sie spielten da noch viel Lego,mein Sohn hat da feste Vorstellungen und Ziel war es,dass er kompromissbereiter mit ihr spielt.Irgendwann soll er in eine Gruppe,aber sie meinte das dauert noch Jahre.
Seit Anfang des Jahres haben wir alle 2Wochen Therapie,dafür jeweils 2Einheiten,für uns entspannter zu handeln und er mag die 1,5h mehr als nur 45min,da er einen Moment braucht um reinzukommen.Mein Sohn liebt sie sehr und schickt mich sofort weg,wenn er sie sieht.Also..alles gut

Vor 2Wochen deutete sie zwischen Tür und Angel an,dass sie mit mir sprechen möchte,sie habe Pläne mit Ihm.Klar fragte ich was los ist und kurz bevor ich los musste sagte sie mir,dass er den Therapeuten intern wechseln soll.
Wir machten dann einen Elterntermin,und ich ging da auch rein und sagte,dass ich das bitte erklärt haben möchte, da ich es nicht nachvollziehen könnte.
Angeblich würde er so kooperieren beim Spiel(krasser Therapiefortschritt seit Amfang Dezember,einige Termine sind ausgefallen,sie hat ihn seitdem vllt 6-7mal Max gesehen).Ich fragte,ob es dann nicht noch andere Ziele gebe.Sie sagte,sie könne ja den Alltag nicht trainieren mit ihm,eine Gruppe hätten sie nicht(meine Info war auch ,dass er dafür noch Jahre bräuchte)und er wäre soweit das Erlernte evetl auch bei einer neuen Therapeutin umzusetzen.
Puh,okaaaaay...ich sagte dann,ich fände es schade und zu schnell(da war dann nämlich nur noch der Abschiedstermin geplant).Sie meinte dann,da sie jetzt erfahren habe,dass seine Klasse inkl Lehrer sich nach den Ferien komplett ändert,macht sie es jetzt.
Ok
Dann kam die neue Therapeutin rein,und wir machten ein Gesprächstermin aus.Ich fragte dann,ob die Therapiezeit denn bliebe.Ja der Tag schon,aber um halb fünf.Ich sagte nein das geht nicht,das habe ich auch immer gesagt.Ab viertel vor vier kann ich von unserem Wohnort aus nicht dahin fahren,das bin ich statt 30min über eine Stunde dann unterwegs..plus Therapiezeit sind wir dann 3,5h unterwegs.Das schaffe ICH nicht und auch mein Sohn nicht.Ich habe das aber damals gesagt,als wir dieser Zweigstelle zugeordnet worden sind.
Dann war die Antwort..ich könne nicht erwarten,dass man mir ein weißes Blatt liefere und ich mir aussuchen könne und dann müsste man eine Therapiepause machen.Ich sagte dann,dass ich durchaus flexibel bin was die Tage betrifft,aber ich ja keine Auswahl bekommen habe und ich sowieso das alles nicht angestoßen habe.
sie meinte dann,das wäre wir beim Arzt,dann würde das halt nicht gehen :shock:
Ich habe dann schon geweint,auch weil es mir für meinen Sohn so weh tut,der sie liebt und dem das alles zu schnell ging.

Wir einigten uns drauf,dass die neue Therapeutin versucht den Termin nach vorne zu schieben und sich meldet.
Auf meinen Kritik,dass das besser vorbereitet gehört hätte,kam ich wüsste ja die ganzen Interna nicht.
Ach ich dachte der Wechsel wurde angestoßen alleine aus therapeutischer Sicht.
Ich bin fix und fertig da raus..es ist eh gerade viel.
Gestern kam dann eine SMS ich hätte jetzt Zwit bis Ende Mai mich zu entscheiden,ob es weiter geht oder nicht.
Abgesprochen war eigentlich,dass die neue sich meldet bezgl des Termins.
Ich bin so sauer,enttäuscht und traurig.
Sonja(*03/78)mit Chaos-Chefengel R.(*01/09).SSW 34+1,Mikrodeletion 2p 16.3,ASS und ADHS,Pflegegrad 5
"Normalität ist wie eine gepflasterte Straße,man kann gut drauf gehen, aber es wachsen keine Blumen drauf.
Vincent van Gogh

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kati543
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Re: Probleme mit Autismustherapie

Beitragvon kati543 » 18.04.2019, 15:55

Hallo,
schau doch mal in die Genehmigung des Amtes rein, was da steht. Welches ATZ habt ihr denn? Vielleicht überlegt ihr euch andere Ziele? Bei uns hat das ATZ übrigens Alltag trainiert. Wieso geht das bei euch nicht?
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

Cordu La
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Re: Probleme mit Autismustherapie

Beitragvon Cordu La » 21.04.2019, 10:29

Hallo,
Deine Enttäuschung und Wut kann ich verstehen.
Bei uns kommen die Therapeuten tagsüber in die Schulen. Ab und zu, meistens in den Ferien,kommt sie auch nach Hause zu einem Elterngespräch. Ich verstehe nicht, dass du nach der Schule noch so lange dort hin fahren musst.
Viel Kraft bei deinem Kampf ! LG
Alizée *2002 Normal-Syndrom, Laetitia *2005 Down-Syndrom, frühkindlicher Autismus, non-verbal, seit September 2017 epileptische Anfälle, Ursache noch nicht genau diagnostiziert

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Regina Regenbogen
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Re: Probleme mit Autismustherapie

Beitragvon Regina Regenbogen » 22.04.2019, 09:38

Grundsätzlich finde ich diese Art und Weise (Friss oder stirb) hinsichtlich der Terminfestlegung schon verdammt grenzwertig und nicht wirklich vertrauensfördernd.

ABER: Wir hatten in den gut 6 Jahren Autismustherapie (allerdings kam die Therapeutin immer zu uns nach Hause und die Therapie fand familienbegleitend statt) auch einen regelmäßigen Therapeutenwechsel. Zu Anfang habe ich das auch nicht verstanden, immer dann, wenn es besonders gut lief, wechselte die Therapeutin, in meinen Augen nicht sehr sinnvoll. So richtig erklären konnte oder wollte mir das auch niemand. Gemerkt habe ich den Grund erst nach dem 2. Wechsel. Mein Sohn bekam für jede Entwicklungsstufe eine neue Therapeutin. Die letzte war für pubertierende Jugendliche. Rückblickend war dieser ständige Wechsel an sich schon ein Therapieinhalt, mein Sohn musste sich auf neue Menschen und Situationen einstellen. Jede Therapeutin hat aber für die passende Altersstufe den Alltag mit unserem Sohn trainiert, in jeder Lebenslage. Und es fanden regelmäßige Elterngespräche statt, auf gleicher Augenhöhe und wertschätzend. Wir bekamen auch von jeder Therapeutin die nötige Unterstützung in den Schulen.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese


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