Nystagmus, Schielen und Kurzsichtigkeit

Hier könnt ihr euch über Hör- und Sehbehinderung austauschen.

Moderator: Moderatorengruppe

Nina13
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 153
Registriert: 12.03.2019, 17:00

Nystagmus, Schielen und Kurzsichtigkeit

Beitragvon Nina13 » 18.04.2019, 09:54

Hallo zusammen!

Ich leide an einem pathologischen Nystagmus (Augenzittern), Schielen und Kurzsichtigkeit. Brillenträgerin bin ich seit dem Kleinkindalter mit links - 2,25 Dioptrien und rechts - 3,00 Dioptrien. Die zusätzliche Hornhautverkrümmung hat sich mit den Jahren scheinbar zum Glück wieder gegeben.

Vor kurzer Zeit fragte mich eine Bekannte, ob mir schwindelig sei, weil sich meine Augen ohne Brille hin- und herbewegten und ich (unabsichtlich) wohl ganz woanders hinsah. Nach ihrer Beschreibung wusste ich gleich, dass der Nystagmus daran schuld war. Eine verwackelte oder unscharfe Wahrnehmung hatte ich nicht, das wird oft als Symptom beschrieben. Kann es sein, dass sich das Gehirn irgendwann an das Zittern "gewöhnt" bzw. nicht mehr darauf reagiert?

Über Antworten freue ich mich. Vielen Dank.

Liebe Grüße

Nina
Ich: Geboren im Februar 1999, ehemaliges Extremfrühchen (26. SSW, 800 g.), Z. n. Hirnblutung und Intubation, spastische diplegische Zerebralparese, Gangstörung (Kauergang), Gleichgewichtsprobleme, pathologischer Nystagmus, Kurzsichtigkeit, schielen, Redeflussstörung (stottern).

Meine Vorstellung: ftopic134719.html

Werbung
 
Chantal-Marie
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 387
Registriert: 23.03.2016, 20:28

Re: Nystagmus, Schielen und Kurzsichtigkeit

Beitragvon Chantal-Marie » 18.04.2019, 11:23

Unsere Tochter ( fast 23 ) hat auch Nystagmus und keine Problem auch wenn die Augen "wackeln". Sie ist sehr sicher was klettern und vor allem Auge-Hand-Koordination betrifft. Sie hat mit 3 Jahren sehr zielsicher Bälle oder die Matchbox Autos der Geschwister gekickt und getroffen.

Das Gehirn gewöhnt sich dran und akzeptiert es als "normal". Selber merkt man da gar nichts mehr davon weil man es nicht anders kennt.

Das gleiche kann ich von mir bestätigen. Ich habe zwar keinen Nystagmus aber eine Augenmuskellähmung im linken Auge, das heißt mein Auge flutscht nach links weg aber ich kann es nicht nicht nach rechts drehen. Ich muss dann immer den Kopf drehen und schief halten wenn ich was sehen will. Nach mehreren Jahrzehnten Übung sehe ich trotzdem alles sehr gut. Eine Brille habe ich seit ich 25 bin und ich fahre seit langem Unfallfrei Auto. Für fremde Menschen ist es schon ein komischer Anblick aber ich kann es nicht ändern, auch wenn ich übe das Auge nach rechts zu drehen. Klappt bloß nicht. Im übrigen bin ich mit dem Auge schon so geboren worden. Laut Aussage der Ärzte hatte meine Mutter während der Schwangerschaft einen Infekt der sich aufs Auge gelegt hat. Hätte schlimmer ausgehen können.
Liebe Grüße von Chantal-Marie und Mama

Nina13
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 153
Registriert: 12.03.2019, 17:00

Re: Nystagmus, Schielen und Kurzsichtigkeit

Beitragvon Nina13 » 19.04.2019, 15:36

Unsere Tochter ( fast 23 ) hat auch Nystagmus und keine Problem auch wenn die Augen "wackeln". Sie ist sehr sicher was klettern und vor allem Auge-Hand-Koordination betrifft. Sie hat mit 3 Jahren sehr zielsicher Bälle oder die Matchbox Autos der Geschwister gekickt und getroffen.

Das Gehirn gewöhnt sich dran und akzeptiert es als "normal". Selber merkt man da gar nichts mehr davon weil man es nicht anders kennt.

Das gleiche kann ich von mir bestätigen. Ich habe zwar keinen Nystagmus aber eine Augenmuskellähmung im linken Auge, das heißt mein Auge flutscht nach links weg aber ich kann es nicht nicht nach rechts drehen. Ich muss dann immer den Kopf drehen und schief halten wenn ich was sehen will. Nach mehreren Jahrzehnten Übung sehe ich trotzdem alles sehr gut. Eine Brille habe ich seit ich 25 bin und ich fahre seit langem Unfallfrei Auto. Für fremde Menschen ist es schon ein komischer Anblick aber ich kann es nicht ändern, auch wenn ich übe das Auge nach rechts zu drehen. Klappt bloß nicht. Im übrigen bin ich mit dem Auge schon so geboren worden. Laut Aussage der Ärzte hatte meine Mutter während der Schwangerschaft einen Infekt der sich aufs Auge gelegt hat. Hätte schlimmer ausgehen können.
Hallo Chantal-Marie!

Hat Deine Tochter eine Brille, die das korrigiert? Toll, dass sie trotz Nystagmus gut klettern kann. Da bei mir noch das Schielen dazukommt, habe ich seit vielen Jahren eine Prismenbrille, die irgendwie das Licht anders bricht und die Fehlstellung der Augen verhindern soll.

Früher in der Schule hatte ich in Geometrie große Probleme, dreidimensionale Formen zu erkennen. Das war durch das Augenzittern und einer Schwäche für räumliches Sehen schwierig, obwohl ich es das "Wackeln" gar nicht (mehr) bewusst wahrnahm.

Für den Führerschein musste ich der Fahrschule ein kostspieliges Attest vorlegen, das bestätigte, dass mein Sehvermögen ausreicht, um sicher am Straßenverkehr teilzunehmen. Bis dahin dachte ich immer, die Brille würde den Nystagmus ausgleichen, aber wenn ich nervös war, sagte mein Fahrlehrer oft, dass meine Augen "wackeln"- trotz Brille? Im Herbst letzten Jahres bestand ich den Führerschein und fahre seitdem sicher und unfallfrei Auto. :D

Ich habe die "Baustellen" auch schon seit Geburt und bin froh, dass es nicht schlimmer gekommen ist.

Liebe Grüße

Nina
Ich: Geboren im Februar 1999, ehemaliges Extremfrühchen (26. SSW, 800 g.), Z. n. Hirnblutung und Intubation, spastische diplegische Zerebralparese, Gangstörung (Kauergang), Gleichgewichtsprobleme, pathologischer Nystagmus, Kurzsichtigkeit, schielen, Redeflussstörung (stottern).

Meine Vorstellung: ftopic134719.html


Zurück zu „Krankheitsbilder - Hör- und Sehbehinderung“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 11 Gäste