Ständiges lachen und tetraspastik von Laura

In dieser Rubrik könnt ihr euch über diverse Krankheitsbilder austauschen - z. B. Skoliose, Kyphose, Cerebralparese usw.

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paula r.
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Ständiges lachen und tetraspastik von Laura

Beitragvon paula r. » 12.04.2019, 20:03

Hallo, meine Tochter Laura, 15 ist ein extremes Frühchen und hat eine Tetraspastik. Beide Hüften sind deluxiert. Hatten viele Jahre mit grossen Schmerzen zu kämpfen, immer schlaflose Nächte. Nach ner Schmerztherapie mit Tilidin, lioresal und dronabinol viel besser. Aber: seit ca. 1 Jahr immer öfter Phasen mit stundenlangem Lachen, zum Teil mehrere Tage und Nächte, kann dann kaum Essen. Kann sich auch nicht mehr konzentrieren und richtig mit ja oder nein antworten (viel mehr kann sie nicht sprechen). Haben dronabinol jetzt seit mehreren Wochen abgesetzt , diese Zustände sind aber nicht Wesentlich besser geworden. Die Ärzte wissen auch nicht was los ist. Zudem spuckt sie seit Dezember immer wieder. Wir meinen, dass die anstrengende Lacherei auch auf Magen/Darm schlägt. Gehen bald zur Magen-und Darmspiegelung.Kennt jemand solche Symptome??Wären über alle Tipps froh...

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Anne-muc
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Re: Ständiges lachen und tetraspastik von Laura

Beitragvon Anne-muc » 12.04.2019, 22:42

Hallo,

ein Griff ins Blaue: unsere Tochter übergibt sich immer bei ihren epileptischen Anfällen. Ich habe auch mal gelesen, dass sich Anfälle durch Lachen äußern können. Wurden epileptische Anfälle ausgeschlossen?

Viele Grüße Anne
Anne mit Tochter (*09/2013, Vorzeitige Plazentalösung, dadurch Asphyxie, ICP, Epilepsie)

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Re: Ständiges lachen und tetraspastik von Laura

Beitragvon FranziF » 13.04.2019, 02:15

Hallo,
ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das neurologisch bedingt ist. Zum einen evtl. in Form epileptischer Anfälle, zum anderen aber auch ähnlich wie bei der Amyotrophen Lateralsklerose, wo die Patienten ebenfalls zu willkürlichem Lachen ohne lustigen Auslöser neigen.
Die Frage ist, was hat sich geändert, was ist der Auslöser? Bzgl der Epilepsievermutung könnte man ja mal beobachten, ob vor so einer Phase ein typischer Anfallsauslöser vorliegt, wie zB Schlafmangel, Flackerlicht oä. Ich würde an deiner Stelle auch mal ALS googlen, nicht weil ich vermute, dass deine Tochter das hat, sondern weil es evtl auch bei ALS Auslöser für diese Lachanfälle gibt und auch Behandlungsoptionen, die vielleicht auch für euch in Frage kämen. Ansonsten fällt mir noch das Alter auf: 14/15 ist Pubertätsverdächtig, schreib doch mal mit, wann das Auftritt, evtl ist es ja zyklusabhängig (egal, ob sie ihre Periode schon hat oder nicht, die Hormonschwankungen beginnen ja schon vorher).

Viel Erfolg bei der Ursachensuche!
Ich (1996)
Ehlers Danlos Syndrom, Myasthenia Gravis (IIb), Allergien & UV, versch. Augenerkrankungen, Hashimoto, AVWS
siehe meine Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic120256.html

AndreaR
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Re: Ständiges lachen und tetraspastik von Laura

Beitragvon AndreaR » 13.04.2019, 10:19

Ja, das kennen wir!
Unsere Tochter hat Epilepsie (an sich gut eingestellt mit Orfiril) und all paar Monate mal solche Lachanfälle, die durchaus ganze Tage dauern würden, wenn wir es zuliessen. Von ärztlicher Seite wird vermutet, dass es neurologisch bedingt ist und wir setzen dann dem Ganzen ein Ende mit Diazepam.
Liebe Grüsse

Andrea
Lucia (2004), mehrfachbehindert (spastische Tetraparese) wegen multipler de novo Mikrodeletionen, Isabelle (2006) fit und munter

paula r.
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Re: Ständiges lachen und tetraspastik von Laura

Beitragvon paula r. » 14.04.2019, 14:31

Hallo,
Vielen Dank für eure Antworten!!
Das EEG ist kaum auffällig, sie hat nur vereinzelt Spitzen, lt. Neuropädiater muss man da nicht unbedingt was machen..haben aber ospolot probiert, hat nichts gebracht.
Periode hat sie schon lange, wir glauben aber auch, dass es u.a. mit der Hormonumstellung zu tun haben kann. Diazepam haben wir probiert, kein Erfolg...Rivotril hilft, dass sie mal ne Nacht wieder schlafen kann, geht aber dann wieder weiter...baut sich immer über mehrere Tage auf, bis sie dann fast nur noch lacht und kaum mehr Essen kann. Dann spuckt sie wieder mal und ein paar Tage ist es besser, bis das Bauchweh wieder weg ist...werden ALS mal nachlesen...

Liebe Grüße


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