SPZ-Empfehlung?

Mit einem besonderen Kind sind Eltern oft Dauergäste beim Kinderarzt. Hinzu kommen Krankenhausaufenthalte und Besuche bei Spezialisten und im Sozialpädiatrischen Zentrum.
Welche Untersuchungen machen Sinn? Wo ist mein Kind in guten Händen? Zahlt die Krankenkasse alle Behandlungen? Fragen über Fragen...

Moderator: Moderatorengruppe

Yamina
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 11
Registriert: 23.03.2019, 08:25

SPZ-Empfehlung?

Beitragvon Yamina » 02.04.2019, 10:20

Hallo,

kann mir jemand ein SPZ empfehlen, in dem das Kind wirklich untersucht wird, bzw. verschiedene Untersuchungen laufen und man nicht nach 1 Stunde abgefertigt wird?
Oder hat jemand gute Erfahrungen gemacht mit der Charité in Berlin, Heidelberg oder Freiburg?

Ich hatte ja bereits in der Vorstellung beschrieben, wie der Termin im SPZ abgelaufen ist. Bei einer U-Untersuchung wird mehr gemacht....

Vielen Dank!

Werbung
 
Benutzeravatar
Alexandra2014
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2780
Registriert: 04.12.2014, 14:04

Re: SPZ-Empfehlung?

Beitragvon Alexandra2014 » 02.04.2019, 10:32

Hallo Yamina,

unser SPZ war leider auch recht mies.
Viele Patienten sind von dort an die Uniklinik in Göttingen /SPZ gewechselt. Ich hatte schon öfter telefonischen Kontakt mit dem Leiter des SPZ. Macht wirklich einen sehr guten Eindruck, sehr menschlich und nah am Patienten.

Es wäre natürlich hilfreich, wenn du Genaueres schreiben würdest, was genau du vom SPZ erwartest, welche Art von Untersuchungen etc. Denn auch dort gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen SPZ. Erst deine Vorstellung zu lesen, ist müßig und wird so mancher sicher auch nicht machen...
Vielleicht kannst du kurz zusammenfassen, was du abgeklärt haben möchtest.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Benutzeravatar
Engrid
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 13551
Registriert: 24.10.2011, 10:36

Beitragvon Engrid » 02.04.2019, 14:51

Hallo Yamina,

mit einem Kind mit ASS und ADHS, noch dazu ein Mädchen (da ist der Autismus nochmal ein wenig anders als „klassisch“, drum sind so wenig Mädchen diagnostiziert) würde ich gar nicht ins SPZ gehen - die haben davon nämlich häufig keine Ahnung. Ich würde mir einen guten Kinder- und Jugendpsychiater*in suchen.

Oder halt, wenn es um was anderes geht, zum entsprechenden Facharzt.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

Benutzeravatar
Alexandra2014
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2780
Registriert: 04.12.2014, 14:04

Re:

Beitragvon Alexandra2014 » 02.04.2019, 15:20

Engrid hat geschrieben:Hallo Yamina,

mit einem Kind mit ASS und ADHS, noch dazu ein Mädchen (da ist der Autismus nochmal ein wenig anders als „klassisch“, drum sind so wenig Mädchen diagnostiziert) würde ich gar nicht ins SPZ gehen - die haben davon nämlich häufig keine Ahnung. Ich würde mir einen guten Kinder- und Jugendpsychiater*in suchen.

Oder halt, wenn es um was anderes geht, zum entsprechenden Facharzt.

Grüße


Diagnostisch ging es ihr glaube nicht um ASS und ADHS, sondern um mögliche Stoffwechselerkrankungen, Epilepsie/EEG etc.
Für den Anfang ist das SPZ da schon ganz gut aufgestellt, um erstmal zu schauen, ob in den Bereichen überhaupt Auffälligkeiten bestehen. Bei komplizierteren Geschichten geht es dann danach zum Spezialisten - und man weiß auch gleich zu welchem.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

IlonaN
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2361
Registriert: 07.01.2015, 10:52
Wohnort: Land Brandenburg

Re: SPZ-Empfehlung?

Beitragvon IlonaN » 03.04.2019, 08:02

Hallo,
ich persönlich fühle mich im SPZ der Charite gut aufgehoben, es erfolgte eine wirklich allumfassende, viele Disziplinen der Medizin betreffende Fachrichtungen,Diagnostik. Ganz im Gegenteil zu einem anderem großen SPZ in Berlin wo eines meiner Kinder nach einer Stunde als geistig eingeschränkt, autistisch und ich als hypochonder Mutter eingestuft wurde.
Diese so behinderte Kind hat nun einen prima homogenen IQ und ist auch sonnst bis auf einige Baustellen, die ich mir also doch nicht eingebildet habe, super o.k. Die Diagnostik lief über echt viele Termine. Am liebsten würde ich dem anderem SPZ das Ergebnis um die Ohren hauen.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

Yamina
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 11
Registriert: 23.03.2019, 08:25

Re: SPZ-Empfehlung?

Beitragvon Yamina » 03.04.2019, 08:33

Guten Morgen,

vielen Dank für eure Antworten!

Ja, genau, Alexandra2014, es geht mir um weiterer Untersuchungen in der Richtung.
Meine Tochter war bis kurz nach ihrem dritten Lebensjahr völlig unauffällig, teilweise bei der Sprachentwicklung, kognitiv und Interessen weiter.
Ich sehe es nicht ein, dass eine -in meinen Augen völlig unfähige und desinteressierte- Ärztin einfach die Aussage tätigt, dass ist eben so, kann man nichts machen...
Es gibt immer mehr Berichte, wurde z.B. auch verfilmt „Feuer im Kopf“ dass man bei bestimmten Symptomen anfangs nicht immer richtig liegt, und es genauer Untersuchungen bedarf.

Vielen Dank, IlonaN, ich werde dort mal anrufen und nachfragen.

Angela77
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 8977
Registriert: 02.09.2010, 21:25

Re: SPZ-Empfehlung?

Beitragvon Angela77 » 03.04.2019, 14:33

Hallo Ilona,
du musst dem anderen SPZ das ja nicht gleich um die Ohren "hauen".
Aber den anderen Bericht des SPZs zuschicken und dein Erleben schildern (am besten per Email, mit Empfangsbestärigung) würde ich glatt machen.
Im besten Fall kommt dann jemand zumindest ein bisschen von seinem hohen Ross hinunter!
@Yama: Das SPZ der Charite in Berlin mir auch schon mal per PN empfohlen. DIe scheinen auch ein Abteilung für seltene Erkrankungen zu haben,
Hier fehlt aktuell die Ruhe, aber lass mich bitte wissen, welchen Eindruck du dort hast ... Unser SPZ ist an sich völlig okay, aber es könnte auch bei Bene sein, dass Autismus, ADHS und Epi "nur" Symptome eines übergeordneten Syndroms sind, das mit dem (Hirn-)Stoffwechsel zusammenhängt.
LG
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)


Zurück zu „Krankenhausaufenthalte, Arzttermine etc.“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast