Schiel-OP und Verbesserungen

Hier könnt ihr euch über Hör- und Sehbehinderung austauschen.

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LovisAnnaLarsMama
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Re: Schiel-OP und Verbesserungen

Beitrag von LovisAnnaLarsMama »

Hallo Sheila,
zu den Doppelbildern kann ich nichts sagen, weil bei mir das räumliches Sehen nie funktioniert hat. Zum Heilungsprozess: das hat länger geschmerzt als die Ärzte gesagt haben. Teilweise war das Auge so empfindlich, dass es bei Überlastung zu Gesichtsfeldausfällen kam...
LG LovisAnnaLarsMama
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt

Sheila0505
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Re: Schiel-OP und Verbesserungen

Beitrag von Sheila0505 »

Hi LovisAnnaLarsMama, entschuldige die späte Antwort, ich hatte nicht die Zeit und Ruhe gefunden reinzuschauen und zu antworten. Und am selben Tag hatte ich sogar noch geantwortet, aber dann wurde ich ausgeloggt beim Abschickprozess und meine Antwort war futsch.

Ohweih, also über GFAusfälle klagt unser Kind nicht, aber es ist auch schwierig für ihn zu erklären wie und was er sieht.

Die Blutergüsse gehen schön zurück bzw sieht es heute schon viel besser aus. Aber umso mehr sorgt uns die Augenstellung. Er schielt nun nach innen, dass das eine optische Täuschung sein soll, daran glaubt in der Familie keiner mehr. Mag sein, dass das vllt mit der Zeit besser werden wird, keine Ahnung. Aber aktuell zieht das Auge nach innen. Er sieht Doppelbilder und kneift das operierte Auge überwiegend zu, weil ihn die Doppelbilder stören.

Morgen schaut noch mal der Operateur drauf, mal sehen wie er das einschätzt. Für unseren Jungen ist es jedenfalls aktuell nicht schön. Schmerzen hat er wohl kaum noch, eher wie ein leichtes Fremdkörpergefühl im Auge.

Liebe Grüße, Sheila

MarinaH
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Re: Schiel-OP und Verbesserungen

Beitrag von MarinaH »

Hallo!

Ist es denn inzwischen wieder besser mit dem Schielen und den Doppelbildern?

LG Marina
Kinderärztin im SPZ

Sheila0505
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Re: Schiel-OP und Verbesserungen

Beitrag von Sheila0505 »

Hallo Marina, ja es ist definitiv besser geworden *danke der Nachfrage

Also die Augenstellung hat sich enorm verbessert, auch wenn das Schielen nicht gänzlich weg ist. Nur schielt er jetzt anders, wenn er schielt.
Doppeltsehen hat sich auch gebessert, wobei er nach wie vor angibt doppelt zu sehen, aber nicht stets. Sicherlich hat er sich auch daran gewöhnt, weil er
1. meint, dass er nur mit einem Auge doppelt sieht
2. er sein Auge nicht mehr zukneift


Auch sein Visus war nun tatsächlich besser, immerhin erreichte er 0,6 und in seinem Alter (4,5 J) wären wohl 0,8 zu erwarten.

Dank den Infos mancher User hier im Forum (einer Userin welche sogar so lieb war mit mir zu telefonieren, Danke ich hier ganz besonders - PN Update folgt noch) konnte ich Kontakt zur Sehfrühförderung aufnehmen. Sie waren auch schon da, kommen aber nochmal. Dann wird sich entscheiden, ob Sehfrühförderung erforderlich bzw in Frage kommt.
Wir hatten nämlich so viele Momente, in welchen er Sachen einfach nicht gesehen hatte, welche er definitiv hätte sehen müssen. Das war egtl schon immer so, aber die ersten Wochen nach der OP war es noch viel auffälliger als sonst.

Ca 2,5 Wochen lang haben wir echt durchgeatmet, weil er plötzlich alles sehen konnte, sei es einen Heißluftballon oder einen Vogel auf dem Baum.
Bis gestern bei einem Spaziergang. Da war ein Freund von ihm (gleich alt) dabei und es waren einige Sachen die er einfach nicht sehen konnte, sein Freund hingegen auf Anhieb. Doch unser Kleiner bemühte sich und bemühte sich und war dann recht frustriert.

Sein Freund wollte ihn dann etwas damit Aufziehen, aber wir konnten dann gut darüber sprechen.
Heute bin ich mit ihm die gleiche Strecke spazieren gegangen und heute war es mit dem Sehen besser. Unser Sohn sagt selbst, dass es manchmal besser und manchmal schlechter ist mit seinen Augen und gestern war laut ihm „kein so guter Augentag“.

Sehfrühförderung meinte, dass alles was wir so beobachten und beschreiben typisch wäre, für eine „cerebrale (irgendwas - hab’s nur einmal gehört und ich konnte es mir nicht merken)“ und da wären wohl bspw vorübergehende Gesichtsfeldausfälle u.a. zu beobachten. Da sie gerade während den 2,5 Wochen hier waren, als er soeben wirklich fit war in Punkto Sehen, kommen sie nochmal und wollen ein paar Sachen mit ihm machen, um sein Sehen im Alltag besser einschätzen zu können. Denn auch die OP und das wiederkehrende Doppeltsehen + fehlendes Stereosehen usw könnten einiges erklären und diese „cerebrale xxx“ wäre nur eine Möglichkeit bzw eine mögliche Erklärung, vllt ist es das ja auch gar nicht und es wird tatsächlich peu à peu anhaltend besser.

Wenn der gestrige Tag mit dem plötzlichen - er sieht das einfach trotz aller Anstrengung nicht - nicht gewesen wäre, dann würde ich denken, das jetzt alles gut ist soweit. Aber vllt war er auch gestern einfach nur müde, aber es war so wie sonst auch (also ehe es die 2,5 Wochen so gut wurde).

Nichtsdestotrotz ist es besser geworden, auch das Schielen an sich ist um einiges besser geworden.

Liebe Grüße und sorry für den Roman, Sheila

Sheila0505
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Re: Schiel-OP und Verbesserungen

Beitrag von Sheila0505 »

Hallo, nun ist ja einige Zeit vergangen und ich habe bei meiner Suche nach Erfahrungsberichten diesen alten Thread von mir gefunden und erneut durchgelesen.
Krass, dass schon wieder über ein Jahr vergangen ist - ich kann es kaum fassen.

Sehfrühförderung hatten wir aufgrund der Pandemie vorübergehend pausiert, nun aber doch wieder gestartet und werden wohl zur Verlängerung einen neuen Antrag stellen. Sie hatten noch mal umfangreich getestet und im Nachhinein mitgeteilt, dass sie einen besseren Befund erwartet hätten.
Sie haben z.B. verschiedene Visustests gemacht. LEA, Bailey C usw. Durchweg erreichte er ein Visus von 0,4 bds. Auch sieht er noch immer wieder mal Doppelbilder und hat des Öfteren Kopfschmerzen. Jetzt warten wir auf den Bericht und sind bestärkt worden darin, ihn zurückstellen zu lassen hinsichtlich Einschulung.

Sein Schielen hat sich seit der OP verändert. Er schielt nicht mehr so heftig, man sieht aber, dass die Augenstellung nicht so sein sollte wie sie es ist. Irgendwie dezenter ist das Schielen, aber die Augen sehen immer wieder mal nicht geradeaus sondern weichen von einer gemeinsamen Richtung ab.

Im Großen und Ganzen kommt er aber gut zurecht, er stößt sich halt öfter aber nicht mehr als früher auch schon.
Eigtl hätten wir uns die letzen Monate im ZNS endlich erstmalig zu den Schachbrett VEP anmelden sollen, damit wir Referenzwerte bzgl den verzögerten Latenzen erhalten. Aber auch das haben wir geschoben aufgrund von Corona. AugenarztTermine und Sehschule hatten wir aber weiterhin regelmäßig Termine wahrgenommen und keinen Termin ausgelassen.

Mir ist klar, dass ein Visus von 0,4 bds für viele Kinder hier wohl Traumwerte wären.
Mir macht die Entwicklung der Augen unseres Kleinen dennoch Sorgen. Ich vermute auch, dass seine Kopfwehbeschwerden von den Augen herrühren könnten.
Kennt das jemand? Auch frage ich mich, wie sehr sich die Sehkraft im Laufe der nächsten Jahre noch verbessern könnte. Noch können sich die Augen aufgrund seines Alters sicherlich noch verbessern durch die Korrektur, oder nicht?
Ab welchem Alter konntet ihr denn keine Visus-Besserung mehr erzielen?

Viele Grüße, Sheila

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