Berufsförderung

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

Moderator: Moderatorengruppe

ines1975
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 421
Registriert: 23.02.2009, 19:25
Wohnort: niedersachsen

Berufsförderung

Beitragvon ines1975 » 22.03.2019, 12:20

Hallo

Sebastian verlässt evt. im Sommer die Schule.

Er geht auf eine Förderschule, schafft aber den Abschluss nicht. Mangels selber mit machen und teilweise am Unverständnis der Lehrer. Ist aber jetzt auch egal.

Ich möchte das er aber nach Möglichkeit in einer Werkstatt eine Ausbildung macht. Denke mit der richtigen Förderung wird er es auch schaffen. Nun macht aber die Agentur für Arbeit Probleme. Sie haben bedenken das Sebastian die nicht schafft. Sie reden immer davon das er ein Führerschein braucht.

Sebastian möchte gerne im Gärtner erlernen. Klar da fahren die schon mal das ein oder andere Gerät, aber halt nicht alle.

Ist der Führerschein für die Förderung von der Agentur zwingend notwendig?

Gruß Ines
Ines mit Sebastian 09.12.02 Aniridie, Absencen; Sarah Dyskalkulie und Ann-Kathrin mit Legasthenie

Werbung
 
Mellie
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1926
Registriert: 22.04.2013, 19:04

Re: Berufsförderung

Beitragvon Mellie » 22.03.2019, 12:57

Hallo Ines,

meinst Du, dass Dein Sohn in die Werkstatt für behinderte Menschen gehen soll oder in ein Berufsbildungswerk. In den Werkstätten für behinderte Menschen gibt es meistens auch eine Gärtnerei, bzw. die Menschen arbeiten in Außeneinsätzen. Einen Führerschein zu besitzen ist dafür keine Voraussetzung. Wie sollen unsere Kinder auch einen Führerschein schaffen? :roll: Die Leute werden in Gruppen zu den Orten gefahren. Aber erst einmal kommt man zwei Jahre in den Berufsbildungsbereich, wo auf alle möglichen Fähigkeiten geschaut wird. Es werden verschiedene Möglichkeiten an Arbeit ausgetestet, auch außerhalb der Werkstatt.
Viele Grüße,
Mellie

ines1975
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 421
Registriert: 23.02.2009, 19:25
Wohnort: niedersachsen

Re: Berufsförderung

Beitragvon ines1975 » 22.03.2019, 13:47

Hallo,
Ja ist eine wfbm. Die Arbeitsagentur meinte das nur und das sie sonst Sebastian nicht fördern würden.

Ich muss aber eh noch mal zum Arbeitsamt und dann rede ich noch mal mit denen.

Eine Frage hab ich noch Basti hätte noch ein Jahr Schulpflicht wie sieht das damit aus? Geht das auch über die Ausbildung in einer wfbm?

Schönes Wochenende wünscht Ines
Ines mit Sebastian 09.12.02 Aniridie, Absencen; Sarah Dyskalkulie und Ann-Kathrin mit Legasthenie

Mellie
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1926
Registriert: 22.04.2013, 19:04

Re: Berufsförderung

Beitragvon Mellie » 22.03.2019, 14:35

Hallo Ines,

in der WfbM ist es keine Ausbildung in dem Sinne wie wir es kennen. Sie werden in Bereiche eingearbeitet. Dein Sohn kann erst mit 18 Jahren in die WfbM kommen. Man kann es leider nicht selbst entscheiden, sondern muss es von der Arbeitsagentur für Arbeit prüfen lassen. Mein Sohn war zum Beispiel vorher ein 3/4 Jahr in einem Berufsbildungswerk und danach wurde erst entschieden, dass er in die WfbM kommen kann.

Die Schulpflicht muss erst beendet sein. Sollte Dein Sohn dann noch nicht 18 sein, würde ich die Schuljahre verlängern lassen. Das musst Du rechtzeitig beantragen. Mein Sohn ist auch zwei Jahre länger zur Schule gegangen.

Habt ihr bei euch auch einen Integrationsfachdienst? Wenn ja, die helfen einem auch weiter bei Fragen.

Ausbildung in einem Berufsbildungswerk
ftopic108575.html

WfbM: Fragen zum Antrags- u. Aufnahmeverfahren
ftopic130697.html

Dir auch ein schönes Wochenende.
Viele Grüße,

Mellie


Zurück zu „Erwachsen werden: Leben, Arbeit, Wohnen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste