Verhinderungspflege

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Mabien84
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Verhinderungspflege

Beitragvon Mabien84 » 18.03.2019, 21:24

Hallo ihr Lieben,

morgen kommt der MDK und nach Feststellung des Pflegegrads steht mir doch auch die Verhinderungspflegeleistung zu, oder? Ich habe allerdings noch viele Fragen dazu. Vielleicht habt ihr da schon Erfahrung.
1. Steht mir die LEistung erst 6 Monate nach Feststellung des Pflegegrades zu?
2. Stehen mir 125 € im Monat zur VErfügung und die darf ich einfach an helfende PErsonen verteilen? Sagen wir mal Haushaltshilf und Betreuungsperson? Wie weise ich das denn nach?
3. Was hat die Kurzzeitpflege damit zu tun? Irgendwas habe ich gelesen mit hälfig umrechnen lassen, wenn man diese nicht in ANspruch nimmt? Kommt das dann noch auf die 125 € drauf?

Danke euch schonmal!
Viele Grüße!
Martina mit Theresa (geb.Aug2016, metachromatische Leukodystrophie)
Klarissa ( Sept.2014, gesund) und
Leonard (Jul 2018, gesund)

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Henrymami
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Beitragvon Henrymami » 18.03.2019, 21:51

Zu 1: ja nach 6 Monaten, die kann jeder machen z.b . Nachbarn, Bekannte
Bei verwandten oder im Haushalt lebenden Personen Sonderregelungen

Zu 2: nur an zugelassenes Fachpersonal wie Pflegedienst o. FuD

Zu 3 : 1600 €, die Hälfte davon kannst du in verhinderungspflege umwandeln


Verhi
Henry 25.06.13 Goldberg sphrintzen megakolonsSyndrom
PEG, spastische zerbraparese Katarakt bds, Glaukom

Mabien84
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Beitragvon Mabien84 » 18.03.2019, 21:55

Huhu, danke für die ANtwort! Ich habs leider nicht ganz verstanden. Macht das nun Fachpersonal, oder "jeder"? Darf zum Beispiel eine Studentin meine Tochter betreuen und das wird dann übernommen??
Und dann kann ich es ja erst in einem halben Jahr in ANspruch nehmen!!!! :-( Ich bräuchte aber dringend jetzt Unterstützung...
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Henrymami
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Beitragvon Henrymami » 18.03.2019, 22:08

VerhinderungPflege darf jeder machen, kriegst du bis 1600 € im Jahr erstattet.
Die 125 € Entlastungsleistungen nur Fachpersonal
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Rita2
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Beitragvon Rita2 » 18.03.2019, 22:25

Hallo Martina,

Verhinderungspflege steht einem zu, wenn man 6 Monate gepflegt hat. D.h. nach 6 Monaten hast du kein Problem.
Da aber dein Kind auch schon vor dem Antrag die Behinderung hatte, pflegst du es ja schon länger. Wenn du das nachweisen kannst (der PK glaubhaft machen kannst), kannst du sofort die Verhinderungspflege nutzen.

Verhinderungspflege darf jeder machen und das kannst du einfach privat abrechnen.

Entlastungsleistungen dürfen nur zugelassene Einrichtungen abrechnen, z.B. Pflegedienste oder FeD. Bei uns geht das z.B. über die offenen Hilfen der Lebenshilfe.

Für die Kurzzeitpflege gibt es nochmal 1600 Euro. Dieses Geld kann nur für stationäre Betreuung eingesetzt werden. Wir nutzen es für Ferienfreizeiten der Lebenshilfe. Wenn man es nicht braucht, kann man auf Antrag die Hälfte der Summe in Verhinderungspflege umwandeln.

LG
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

EvaHH
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Beitragvon EvaHH » 19.03.2019, 08:40

Hallo Ihr Lieben,

es kommt auf das Bundesland an. Bei uns muss es kein Pflegedienst für die Entlastungsleistungen sein.
ich rechne unsere Studentin darüber ab.

LG
Eva
Eva mit Sohn 2012 (MRD7 bei Mutation im DYRK1A-Gen, ASD II, Veränderung der weißen Substanz mit Hypomyelinisierung, ASS, expressive Sprachstörung, Krampfanfälle...)


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