Welches Tablet u. welche Programme für die Schule

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

Moderator: Moderatorengruppe

Antworten
Bo09
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 146
Registriert: 13.03.2011, 20:34

Welches Tablet u. welche Programme für die Schule

Beitrag von Bo09 »

Hallo,
unser Sohn soll demnächst ein Tablet und eine Tastatur für die Schule bekommen.

Er ist 10 Jahre alt, hat u.a. eine Hemiparese rechts. Sein Stand derzeit ist: einzelne Silben und Wörter können erlesen werden, zu Hause wird mit Intraact Plus lesen geübt. Einzelne Wörter können geschrieben werden.

Welche Lösungen haben Eure Kinder in der Schule? Welche Hardware? Welche Software für Deutsch und Mathe?

Sohnemann hat die Förderschwerpunkte KME und GE.
Weiß jemand, wer in HH zu diesen Fragen berät. Für die Finanzierung ist die Eingliederungshilfe zuständig?

LG
Beate
Bo (09), ehemaliges Früchten 27+0, Cerebralparese mit Zwillingsbruder und zwei weiteren Brüdern (06 und 00)

Biggi69
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 104
Registriert: 09.05.2012, 11:57

Beitrag von Biggi69 »

Hallo
Leider kann ich dir nicht helfen.
Freue mich aber den Namen mal zu lesen,unser Sohn heißt auch Bo.
Und er jammert immer das es kein Kind gibt das auch Bo heißt. :lol:
Liebe Grüße Birgit mit Bo

Biggi69
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 104
Registriert: 09.05.2012, 11:57

Beitrag von Biggi69 »

Hallo
Leider kann ich dir nicht helfen.
Freue mich aber den Namen mal zu lesen,unser Sohn heißt auch Bo.
Und er jammert immer das es kein Kind gibt das auch Bo heißt. :lol:
Liebe Grüße Birgit mit Bo

Benutzeravatar
Engrid
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 14664
Registriert: 24.10.2011, 10:36

Beitrag von Engrid »

Hallo Beate,

da braucht es ein bisschen mehr Info. Wenn es bei der Versorgung auch um Unterstützte Kommunikation geht, dann sollte es in jedem Fall ein iPad sein. Welche Apps man dazunimmt, kommt individuell aufs Kind an.
Am besten, Du wendest Dich an eine unabhängige UK-Beratungsstelle in Deiner Stadt, die helfen auch bei der Beantragung (Kostenübernahme bei der KK). Und machen eine Diagnostik, welche Ausstattung er genau braucht.
Hier hast Du eine Regionalsuche dabei, im Service:
www.gesellschaft-uk.de

Wenn es NICHT um UK geht, sondern das Tablet rein wegen der Motorik nötig ist, dann bin ich nicht sicher, wer es zahlen muss. Die Mobilien in der Schule (Stichwort Ausstattung) zahlt der kommunale Kostenträger, für Hilfen zur angemessenen Schulbildung, Nachteilsausgleiche u.ä. ist die Eingliederungshilfe zuständig, für Hilfsmittel (iPad über UK ist Hilfsmittelversorgung) die KK.


Edit: Sorry, hatte das GE überlesen. Mit GE kann in jedem Fall über die Unterstützte Kommunikation argumentiert werden, und sollte auch inhaltlich leitend sein (mit den entsprechenden Apps fürs iPad, da gibt es eine ganze Menge).

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

Bo09
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 146
Registriert: 13.03.2011, 20:34

Re: Welches Tablet u. welche Programme für die Schule

Beitrag von Bo09 »

Hallo Engrid,

sorry, wenn man übers eigene Kind schreibt, ist man irgendwie betriebsblind... UK ist bei uns kein Thema. Bo kann verbal gut kommunizieren. Es geht tatsächlich im wesentlichen um die motorische Seite. Durch die Cerebralparese kann er nur mit Mühe mit Stift und Papier schreiben. Problematisch ist auch kleine Bildschirmschrift, aber das sollte bei allen Programmen wohl kein Problem sein, die entsprechend zu vergrößern.

Vielen Dank für den Link, auch wenn er für uns wahrscheinlich nicht passt.

Liebe Grüße

Beate
Bo (09), ehemaliges Früchten 27+0, Cerebralparese mit Zwillingsbruder und zwei weiteren Brüdern (06 und 00)

Benutzeravatar
Engrid
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 14664
Registriert: 24.10.2011, 10:36

Re: Welches Tablet u. welche Programme für die Schule

Beitrag von Engrid »

Hallo Beate,

mein Sohn redet auch viel, sehr viel sogar, und technisch gut. Trotzdem ist UK für ihn ein Thema. Ich bin der Ansicht, dass kognitiv deutlich eingeschränkte Kinder eigentlich immer UK-bedürftig sind. UK erleichtert das Verstehen, und das Mitteilen. Und sucht dafür alternative Wege, zb Visualisierungen, oder Unterstützung durch Vorlesefunktionen, oder oder ...
Vielleicht ist der Anruf bei einer UK-Beratungsstelle doch nicht so verkehrt. Im schlechtesten Fall ist er umsonst...

Grüße

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

Heike Zahner
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 158
Registriert: 15.10.2007, 14:30
Wohnort: Köln

Re: Welches Tablet u. welche Programme für die Schule

Beitrag von Heike Zahner »

Hallo Beate,
unser Sohn ist auch (vor allem) an den Händen motorisch eingeschränkt.
Im 2. Schulbesuchsjahr (damals Föderschule KME) wurde er deswegen mit einem Laptop und Drucker ausgerüstet. Er nutzt das Programm Multitext von Hindelang-Software. Dieses Programm ermöglicht es ihm auf realtiv einfache Weise alles in Mathe (auch geometrische Aufgaben) zu bearbeiten. Außerdem können Arbeitsblätter (z.B als pdf oder eingescannt) importiert werden und so am Laptop bearbeitet werden.
Im Deutschunterricht (also für normale Texte) und in vielen anderen Fächern benutzt er ein normales Schreibprogramm. Wir haben uns für das kostenfreie Libre-Office entschieden.

Die Kostenübernahme des Laptops und des Druckers lief über das Sozialamt (nach Ablehnung durch die Krankenkasse). Die Kosten für die Spezialsoftware übernahm die Krankenkasse inkl. einer Einführung durch einen Fachmann. An dieser Einführung haben auch seine Lehrer und der Schulbegleiter teilgenommen.

Philipp geht in der Zwischenzeit inklusiv auf ein Gymnasium. Seine "Sonderausstattung" hat sich bisher nicht verändert und er sowie seine Lehrer kommen bis jetzt gut damit zurecht.

Liebe Grüße,
Heike
Philipp, 25.07.07 (beids. Radiusaplasie, Skoliose, Minderwuchs (SGA))
Miriam, 25.07.07 (gesund)
unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic.php?t=35414/

Bo09
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 146
Registriert: 13.03.2011, 20:34

Re: Welches Tablet u. welche Programme für die Schule

Beitrag von Bo09 »

Hallo,

vielen Dank für die Infos. Werde mich mal an die Gesellschaft für UK wenden. Mal sehen, wer die Kosten trägt - bei der Kombi PKV und Beihilfe freue ich mich da ja schon drauf....

Liebe Grüße
Beate
Bo (09), ehemaliges Früchten 27+0, Cerebralparese mit Zwillingsbruder und zwei weiteren Brüdern (06 und 00)

Karina H BS
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 321
Registriert: 23.01.2016, 09:11
Wohnort: Braunschweig

Re: Welches Tablet u. welche Programme für die Schule

Beitrag von Karina H BS »

Cornelsen bietet alle Bücher und Arbeitshefte auch als Laptop/Tablet Version an. Interessanterweise ist für Multitext etwas zu bezahlen, für das PDF Arbeitsheft was wir für Deutsch geladen haben, habe ich keinen cent bezahlen müssen. War innerhalb von 24 Stunden da- man muss nur den SBA einscannen und rübermailen. Findet man unter dem Stichwort barrierefrei
Wir haben auch das IPad Pro(zwar schwerer aber größerer Bildschirm) Wir sind jedoch alle etwas überfordert mit Apple. Ist Gewohnheitssache. So nach und nach lernen wir viel dazu. Wir haben Snap Type für die Zettelwirtschaft die die Lehrer verursachen und da Westermann leider nicht in der Lage ist eine pdf Version der Arbeitshefte anzubieten, wird die Seite dann eben abfotografiert und über SnapType bearbeitet. Die Lehrer erlauben jedoch nicht, dass wir das vom Nachbarskind abfotografieren( sind sowieso nur zwei oder drei Seiten pro Halbjahr die maximal bearbeitet werden) sondern bestehen auf ein eigenes gekauftes Arbeitsheft. In diesem Jahr habe ich striktes Verbot erteilt die Ankreuzaufgabe ins Heft zu kritzeln, dann freut sich ein anderes Kind noch über ein "jungfräuliches" Arbeitsheft.
Alle Klassenarbeiten werden auf dem Tab geschrieben- Lehrer sind auch nach drei Jahren noch nicht lernwillig- sie werden auf einen Stick geladen und dann abgegeben statt dass man sie gleich auf den Drucker schickt....Am besten ist die Deutschlehrerin. Sie hat ein Schreibheft für die Deutscharbeiten verlangt und macht sich tatsächlich die Arbeit und klebt die ausgedruckten Seiten dann in dieses Schreibheft ein, die Mappe hat sie abgelehnt. Es gibt noch viel zu tun bei den Lehrern, bis sie Hilfsmittel akzeptieren, als Vorteil erkennen und von ihrem gewohnten Status runterkommen.
Muss heute gerade wieder herzhaft lachen- Ist ja super, dass man auch in dieser Schule mit Wochenarbeitsplan arbeiten möchte. Nur wenn eine Woche 14 Tage lang ist und die Kinder ausschließlich nur das arbeiten dürfen was der Lehrer für alle vorgibt - dann ist das kein selbständiges Umsetzen eines Wochenplanes sondern irgendetwas anderes...Meiner wäre innerhalb von ca einer Stunde mit dem kompletten Plan fertig- allein der Autist in ihm hindert ihn daran diesen Plan fix abzuarbeiten. Schließlich hat die Lehrerin keine Aufgabe aufgegeben.

Antworten

Zurück zu „Kindergarten und Schule“