Medikamente?

Hier könnt ihr euch über ADS und ADHS austauschen.

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HeikeLeo
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Beitragvon HeikeLeo » 18.03.2019, 16:10

Liebe Jenny,

wenn aus dem schulischen Umfeld dringend zu Medikamenten geraten wird.


Was ist denn sonst noch von der Schule geraten worden bzw. ausprobiert worden? Gerade in einer Schule hat man an sich sehr viele Möglichkeiten solche Impulsdurchbrüche abzufangen, vorherzusehen und damit gar nicht erst aufkommen zu lassen. Dass ein Stuhl durch die Gegend fliegt ist ja meistens erst das Ende einer entglittenen Spirale an Aktionen - mein Kind war bisher zum Glück nur Opfer von Stühlen, was ja auch nicht schön ist.
Ich bin beim Warten /Abholen meines Kindes auch schon zwischen andere Kinder gegangen, wo dann Fußtritte im Gesicht gelandet wären. Es war danach durchaus kompliziert die Übeltäter an jemanden weiterzugeben, der zuständig war.
Wie eine Schule gerade solche Settings legt, ist sehr individuell bei verschiedenen Schulen und was diese pädagogischen, strukturellen Maßnahmen betrifft haben Schule sehr viele Möglichkeiten und sehr großen Gestaltungspsielraum. Das ist die ureigene Kompetenz der Schulen. Was diese Rahmenbedingungen betrifft, kann eine Schule Angebote machen.

Liebe Grüße
Heike

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Lisaneu
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Beitragvon Lisaneu » 18.03.2019, 18:27

Um nochmal zur Ausgangsfrage zurückzukommen: rein eine Empfehlung, dem Kind Medikamente zu geben, sehe ich auch als klare Grenzübeschreitung. Anzusprechen, dass das Kind Hilfe benötigt, nicht!

Ich finde übrigens traurig, dass der GRUNDGEDANKE sein dürfte "das Kind braucht Medikamente" und NICHT "das Kind braucht Hilfe". So, als wäre das die einzige Möglichkeit...(und ich bin keine, die Medis grundsätzlich ablehnt!)
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

Baka
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Re: Medikamente?

Beitragvon Baka » 23.03.2019, 11:33

Huhu
Bei uns war es genau anders herum
Ergo, Kinderärztin und Psychotherapeutin sahen Medikamente als indiziert, die Schule fand es blöd... sie nehmen ihn auch ohne etc..

Naja.. nun geben wir seit einer Woche nach langem Zögern medikinet und er kommt so geerdet aus der Schule, sein Schriftbild verbessert sich, hier zuhaus ist es deutlich ruhiger...
von der Schule kam noch keine Rückmeldung, außer das es eine gute Woche war und er einen Klassentest komplett mitgeschrieben hat...

Uns Tut das Medikament gut

LBG blanka
Hannah (02/08) - unbekanntes Entwicklungsretardierungssyndrom mit Wilms-Tumor - Sternenkind seit 20.06.2013,
Mattis (11/10) ADHS, sozial-emotionale Entwicklungsverzögerung
Martha (10/14) motorische Schwierigkeiten in der Diagnosefindung

Anna-Nina
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Re: Medikamente?

Beitragvon Anna-Nina » 23.03.2019, 14:34

Ich finde auch, dass es Lehrern nicht zusteht Medikamente zu empfehlen oder Diagnosen zu äußern. Es steht ihnen nicht nur nicht zu, es ist einfach nicht erlaubt und inkompetent wenn es ein Lehrer tut.
Das dürfen aus guten Grund nur Ärzte.
Wenn könnten die Lehrer empfehlen, das Kind und die Problematik mit einem Arzt/Kinderarzt zu besprechen - mehr kann/sollte ein Lehrer nicht tun.


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