Überprüfung SBA - Schweigepflichtsentbindung?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

Moderator: Moderatorengruppe

Rosalje
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 100
Registriert: 05.03.2016, 14:25
Wohnort: Bei Darmstadt

Überprüfung SBA - Schweigepflichtsentbindung?

Beitragvon Rosalje » 14.03.2019, 17:00

Hallo,

wir haben heute Post vom Versorgungsamt bekommen bezüglich der Überprüfung des Anfallsleidens. Irritiert hat mich schon einmal, dass es dabei wohl nur um das Anfallsleiden geht - aber nicht um das ebenfalls vorliegenden ASS.
Soweit so gut. Kopien der aktuellen Arztberichte werde ich dazu legen. Allerdings habe ich ein Problem damit, die Schweigepflichtsentbindung zu unterschreiben. Irgendwie kommt da bei mir ein ganz ungutes Gefühl hoch. Vor allem handelt es sich dabei um eine Standardformulierung.
Kann ich dieser Schweigepflichtsentbindung widersprechen und eine eigene beilegen, in der explizit die erlaubten Ärzte genannt werden und die Schweigepflichtsentbindung auch nur befristet erlaubt wird? Hat damit jemand Erfahrung?

Lg
Mit Sohn (3/14): Muskelhypotonie, globale EWZ, frühkindlicher Autismus, Epilepsie

Werbung
 
JanaSnow
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1931
Registriert: 18.02.2010, 11:01

Beitragvon JanaSnow » 14.03.2019, 17:19

Hallo,

ich füge jedes Mal so viele Arztberichte bei, wie ich habe - also wenn sie aktuell und aussagekräftig sind.
Dazu schreibe ich dann immer, dass ich bei Bedarf gerne bei den behandelnden Ärzten weitere Informationen einholen und nachreichen werde. Die Namen der behandelnden Ärzte gebe ich an. Ab und an kam es dann tatsächlich vor, dass das Versorgungsamt mich bat, von Arzt xy oder Therapeut Z eine aktuelle schriftliche Stellungnahme - insbesondere zu Punkt xyz - nachzureichen.

Ich habe noch nie eine Schweigepflichtentbindung wegen der Überprüfung des SBA unterschrieben - zu oft haben Teile unserer Arztberichte einfach nicht gestimmt und wenn ich die dann nicht sehe, bevor sie weitergehen ist das einfach ungut.

LG
Jana

kati543
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 4177
Registriert: 12.05.2009, 17:48

Beitragvon kati543 » 14.03.2019, 18:24

Hallo,
es geht bei euch um eine erneute Überprüfung, oder? Wusste denn das Versorgungsamt überhaupt schon von der ASS?
Ich hatte das auch einmal. Eine erneute Begutachtung und das Versorgungsamt wollte Berichte zur „Entwicklungsverzögerung“ - nur hatte mein Sohn die ja gar nicht mehr. Stattdessen aber ASS mit Retardierung, Epilepsie,... - das wurde komplett neu begutachtet. Ich habe damals die entsprechenden Gutachten mitgeschickt und geschrieben, dass die Diagnose „Entwicklungsverzögerung“ nicht mehr vorliegt, stattdessen aber eben die anderen. Das wurde dann entsprechend geändert - der SBA blieb gleich.
Eine Schweigepflichtsentbindung gebe ich nie.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

Rosalje
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 100
Registriert: 05.03.2016, 14:25
Wohnort: Bei Darmstadt

Beitragvon Rosalje » 14.03.2019, 20:18

Hey,

Ich habe vor 2 Jahren einen verschlechterungsantrag gestellt, weil das ASS zusätzlich dazu kam. (vorher gdb 50 ohne Merkzeichen, dann gdb 100 mit h, g, b).



Also empfehlt ihr mir, die Schweigepflichtsentbindung nicht zu unterschreiben und lieber eine Stellungnahme zu schreiben, mit dem. Angebot, bei Bedarf aktuelle Stellungsnahmen der Ärzte einzuholen? Eben weil Textstellen in dem Arzt berichten nicht stimmen, tue ich mir so extrem schwer damit, denen eine Schweigepflichtsentbindung zu geben.... Leider habe ich aus zuverlässiger Quelle, dass das Versorgungsamt Darmstadt gerne Probleme bei nicht vorliegender Schweigepflichtsentbindung macht....
Mit Sohn (3/14): Muskelhypotonie, globale EWZ, frühkindlicher Autismus, Epilepsie

helena_muc
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 82
Registriert: 29.11.2017, 07:58
Wohnort: München

Beitragvon helena_muc » 15.03.2019, 00:33

Üblich ist eine Standard-Schweigepflichtentbindung, zumal Ihr doch die Namen der Ärzte sowieso selbst benennt.

Viele Grüße
helena
Oldie, but goodie

kati543
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 4177
Registriert: 12.05.2009, 17:48

Beitragvon kati543 » 15.03.2019, 14:21

Hallo,
vielleicht überprüfen Sie die ASS nicht, weil die Befunde dafür eh „neu“ sind und vorliegen.
Wenn eine Schweigepflichtsentbindung sein muss, schreib doch selbst eine!
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)

O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)

D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)


Zurück zu „Rechtliches (Krankenvers., Pflegegeld etc.)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste