Es sollte eine WB stattfinden- jetzt nach Aktenlage entsch.

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sofia2011
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Es sollte eine WB stattfinden- jetzt nach Aktenlage entsch.

Beitragvon sofia2011 » 13.03.2019, 10:30

Guten Morgen liebe User,

die Pflegekasse hat sich vor 2 Wochen bei mir gemeldet - bei meinem Sohn sollte eine Wiederbegutachtung stattfinden. Der MDK wird sich bei mir melden hiess es.

Jetzt habe ich abgewartet und es hat sich keiner bei mir gemeldet. Also rief ich heute beim MDK an. Die Dame am Telefon war sehr verwirrt, weil unser Sohn laut dem System letzte Woche begutachtet wurde. Dann sagte sie mir, dass wir nach Aktenlage begutachtet wurden.
Da war ich schon ein wenig enttäuscht, da ich mich nicht getraut hätte, einen Höherstufungsantrag zu stellen.
Seit einem Monat (nach fast 1 Jähriger Testung) wissen wir, dass auch er von Autismus betroffen ist.

Was meint ihr… soll ich mich freuen, dass der MDK nach Aktenlage entschieden hat oder soll ich den Höherstufungsantrag stellen?
Bisher dachte ich immer, dass bei Kindern nicht nach Aktenlage entschieden wird….
Mein Sohn hat Pflegegrad 3 (er wurde übergeleitet) und SBA 100 G,B, und H.

Liebe Grüsse und danke für eure Einschätzung.
Sofia

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Jakob05
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Beitragvon Jakob05 » 13.03.2019, 10:46

Hallo Sofia,
letztlich ist doch eigentlich nicht die Frage, wie begutachtet wurde, sondern, ob die Beeinträchtigungen deines Sohnes in dem PG angemessen berücksichtigt wurde. Hast du das Gutachten samt Ergebnis schon ? Wenn es nicht dem entspricht, was angemessen ist, kannst du jederzeit einen Höherstufungsantrag oder Widerspruch einlegen, auch bei Begutachtung nach Aktenlage.
Auch bei meinem Grossen kam die ASS-Diagnose sehr spät (mit 22) und ich hatte diese dann an das Versorgungsamt weitergeleitet, einfach weil es immer heisst, dass Änderungen gemeldet werden müssen.
Die Antwort: Die Diagnose ist ja nur ein Name, die Besonderheiten, die seit Geburt bestanden, sind im aktuellen GdB und MZ bereits berücksichtigt. Keine Änderung !
Insgesamt musst ich dieser Aussage zustimmen.
Cordula (65) mit I. (86), M. (88 mehrfachbehindert, HF-Autist), J. (†28.07.05,*02.08.05,37.SSW) + K. 10/07 (GS, HD, Rachenfehlbildung,Tracheostoma)

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 13.03.2019, 10:48

Liebe Sofia,

wir wissen von Deinem Sohn nur, was Du in diesem Post schreibst. Danach kann keiner von uns beurteilen, welcher Pflegegrad für ihn angemessen ist, das ist ja individuell.
Mein Sohn hat auch Pflegegrad 3, übergeleitet. SBA 80 GBH. Ein ziemlich betreuungsaufwendiges Kind. Wir kämen nur mit einer extrem wohlwollenden Gutachterin knapp auf PG 4, und nur in einer Phase, wo Junior nachts öfter aufwacht.
Ich finde die Pflegegradrechner ganz gut, spiel das doch mal durch.

Und wenn Du dann auf PG 4 kommst, dann beantragst Du eine Höherstufung. Aufgrund des Bestandsschutzes nach Überleitung gehst Du da null Risiko ein.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

sofia2011
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Beitragvon sofia2011 » 13.03.2019, 23:03

Vielen Dank für eure Beiträge und Ratschläge. Ich warte jetzt erstmal das Gutachten ab und schaue, was da alles berücksichtigt wurde.
@Engrid, mein Sohn ist auch ein ziemlich betreuungsaufwendiges Individuum :)

Ganz liebe Grüsse….
Sofia


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