Kosten Pflegeberatungseinsatz Beihilfe

Für beihilfeberechtigte privat krankenversicherte Beamte gelten besondere Regeln. Fragen rund um diese Themen können hier besprochen werden.

Moderator: Moderatorengruppe

Forumsregeln
JanisQ
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 61
Registriert: 16.12.2016, 17:14
Wohnort: NRW

Kosten Pflegeberatungseinsatz Beihilfe

Beitragvon JanisQ » 12.03.2019, 15:26

Hallo,
im Januar hatte ich den halbjährlichen Beratungseinsatz.
Statt der bisher anfallenden 23,00 Euro waren es 66,76 Euro,
das habe sich einheitlich für alle Pflegegrade geändert ab 1.2.2019.

Die Beihilfe hat nun die Kosten nur bis zu den 23,00 Euro übernommen
und führt §38a Abs.6 BBhV an.
Da steht : "Der Umfang der beihilfefähigen Aufwendungen bestimmt sich entsprechend § 37 Absatz 3 des Elften Buches Sozialgesetzbuch."

In §37 Abs 3 SGB 11 steht :
"Die Vergütung für die Beratung ist von der zuständigen Pflegekasse, bei privat Pflegeversicherten von dem zuständigen privaten Versicherungsunternehmen zu tragen, im Fall der Beihilfeberechtigung anteilig von den Beihilfefestsetzungsstellen. Die Höhe der Vergütung für die Beratung durch einen zugelassenen Pflegedienst oder durch eine von der Pflegekasse beauftragte Pflegefachkraft vereinbaren die Pflegekassen oder deren Arbeitsgemeinschaften in entsprechender Anwendung des § 89 Absatz 1 und 3 mit dem Träger des zugelassenen Pflegedienstes oder mit der von der Pflegekasse beauftragten Pflegefachkraft unter Berücksichtigung der Empfehlungen nach Absatz 5. "

Hat jemand eine Rechtsgrundlage für mich, woraus sich die neuen Beträge ergeben?? Die Vereinbarung zwischen Pflegekassen und Pflegedienstträgern ?
Die private KK und der Pflegedienst haben sich noch nicht geäußert.
Viele Grüße
Janis
Rollstuhlfahrerin
Kind mit ehemals Asthma, Reflux 3.Grades in beide Nieren, Sphinkter-Detrusor-Dissynergie, hat sich alles mit der Zeit ausgewachsen

Werbung
 
corina78
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 259
Registriert: 26.02.2010, 13:35
Wohnort: Berlin

Beitragvon corina78 » 12.03.2019, 17:48

Hallo,

ich hatte vor ein paar Tagen den Beratungseinsatz.Ich habe noch keine
Rechnung bekommen.Da bin ich mal gespannt , was abgerechnet wird.
Es wurde nichts erwähnt, von einer Preiserhöhung 🙄
Beihilfe Bund und Beihilfe Land, machen auch oft unterschiedliche Dinge.
Corina'78 Carsten'71 mit Lukas'96 Finn'05 und Mattis'09 perinataler Asphyxie Abgar 3/3/6 Ph.6,81
Mikrozephalie,CP, mehr geistig betroffen als körperlich (keine Spastik).

JanisQ
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 61
Registriert: 16.12.2016, 17:14
Wohnort: NRW

Beitragvon JanisQ » 12.03.2019, 17:52

Hallo ,
hab mich verschrieben, der Beratungseinsatz war natürlich im Februar.
Ja, es gibt oft Unterschiede zwischen Beihilfe Bund und Land und dann zwischen den einzelnen Ländern.
Wir haben hier beides, meine Tochter hat Beihilfe Land NRW.
Viele Grüße
Janis
Rollstuhlfahrerin
Kind mit ehemals Asthma, Reflux 3.Grades in beide Nieren, Sphinkter-Detrusor-Dissynergie, hat sich alles mit der Zeit ausgewachsen

EmanuelsMama
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 951
Registriert: 14.12.2009, 21:12

Beitragvon EmanuelsMama » 12.03.2019, 19:11

Hallo,

wir hatte hier einen Beratungseinsatz im Januar 19. Der Preis ist 31 Euro wie seit eh. Von einer Preiserhöhung weiß ich nichts.

Bist du sicher, dass sie den Beratungseinsatz aberechnet haben und nicht irgendetwas anderes?

Abgesehen davon, ist es meines Wissen so, dass die Pflegekasse der PKV die Rechnugn prüft, ihren Anteil erstattet und die Beihilfe dann entsprechend nachziehen muss.

Gruß

Ingrid

MichiF
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 144
Registriert: 18.05.2012, 18:24

Beitragvon MichiF » 12.03.2019, 20:43

Hallo,
wir hatten auch den Pflegeeinsatz im Februar. Rechnungsbetrag war 23€. Bei uns wurde also nicht erhöht.
Schönen Gruß
Michi

JanisQ
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 61
Registriert: 16.12.2016, 17:14
Wohnort: NRW

Beitragvon JanisQ » 13.03.2019, 11:41

Hallo,
ich habe gerade Antwort bekommen von der Pflegeberatung beim Kreis (NRW).
Es ist hier tatsächlich so, dass die Punktwerte für die Leistungserbringung
in der Pflege für unseren Kreis ab 1.2.19 neu vereinbart wurden.
Stand der Betrag für den Beratungseinsatz bisher explizit in der Beihilfeverordnung??
Ich bin unsicher, ob der Punktwert der gesetzlichen Krankenversicherung auch für die Beihilfe gilt...

Ich habe die genauen Rechtsgrundlagen dafür nochmal angefordert.

@Ingrid: Außer dem Beratungseinsatz gibt es hier nichts abzurechen,
in der Rechnung taucht auch nichts anders auf.

@Michi: Kann sein, dass es bei euch noch nicht neu geregelt wurde?

Viele Grüße
Janis
Rollstuhlfahrerin
Kind mit ehemals Asthma, Reflux 3.Grades in beide Nieren, Sphinkter-Detrusor-Dissynergie, hat sich alles mit der Zeit ausgewachsen

silkemausk
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 44
Registriert: 08.03.2013, 19:56
Wohnort: bei Hamburg

Beitragvon silkemausk » 13.03.2019, 11:43

Hallo,

diese Vergütungsvereinbarung ist wieder mal so eine Ländersache, d.h. es kommt auf das Bundesland an, in dem der Beratungseinsatz durchgeführt wurde. Und dann können die abgerechneten Beträge natürlich grundsätzlich unterschiedlich sein.

In S-H gibt es z.B. keine Vereinbarung weil Krankenkassen und Land sich nicht einigen konnten.

Eigentlich müsste man die Vergütungsvereinbarung googlen können.

LG
Silke
Silke *1970, Z.n. Hinterwandinfarkt 2017, BurnOut 2016
N. *2005, möglicherweise hochbegabt und aktuell Pupertier
L. *2009, ADHS

JanisQ
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 61
Registriert: 16.12.2016, 17:14
Wohnort: NRW

Beitragvon JanisQ » 13.03.2019, 13:25

silkemausk hat geschrieben:Eigentlich müsste man die Vergütungsvereinbarung googlen können.


Ich suche schon seit gestern :wink:
Für Bayern krieg ich das über die AOK gegoogelt :
https://www.aok-gesundheitspartner.de/imperia/md/gpp/by/pflege/ambulant/by_pflege_ambulant_pv_gebuehren_arbeitskreis_vertrag_ab_01.02.2019.pdf
Aber ohne Anlagen, aus denen sich die Beträge ergeben.
Allerdings hat auch der Verband der privaten Krankenversicherungen mit unterzeichnet.
Für NRW gibt es das beim LfK (Landesverband freie ambulante Krankenpflege NRW) , aber nur zugänglich für Mitglieder.

Der Pflegedienst schreibt auf meine Nachfrage nur, dass sich das eben geändert hat ab 1.2.19 und sich unabhängig vom Pflegegrad nach Punkten (1350) und dem jeweiligen Punktwert bemisst.
Leider keine Rechtsgrundlage, die brauche ich aber für den Widerspruch.
Ich warte mal ab, was die Pflegeberatung des Kreises noch schickt und was die private KK sagt.

Das dürfte ja demnächst noch andere hier im Forum mitbetreffen.

Viele Grüße
Janis
Rollstuhlfahrerin
Kind mit ehemals Asthma, Reflux 3.Grades in beide Nieren, Sphinkter-Detrusor-Dissynergie, hat sich alles mit der Zeit ausgewachsen

Ursula M.
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3533
Registriert: 13.11.2006, 20:15
Wohnort: NRW

Beitragvon Ursula M. » 13.03.2019, 14:06

Hallo Janis,
bei uns hat sich der Betrag 63,23 Euro erhöht. Nun bin ich gespannt, was mir erstattet wird (Beihilfekasse Stadt Köln und Bayerische Versicherungskammer). Ich habe die Rechnung gestern eingericht, also muss ich noch ca. 5 bis 6 Wochen warten, bis ich die Erstattung von der Beihilfe habe. Ich habe diesmal zwei Rechnungen bekommen, der Gesamtbetrag wurde auf Beihilfe (80 %)und PKV (20 %) aufgeteilt. Auf der Rechnung steht "L17P Beratungsbesuch §37.3 Grad 1-5".
Warum bitte habt ihr einen anderen Rechnungsbetrag? Eigentlich müsste es doch dann bei allen gleich sein....

VG Ursula

Werbung
 
JanisQ
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 61
Registriert: 16.12.2016, 17:14
Wohnort: NRW

Beitragvon JanisQ » 13.03.2019, 15:00

Hallo Ursula,
jetzt fühle ich mich nicht mehr ganz so allein damit :)

So wie ich das verstanden habe errechnet sich der Betrag aus den Punkten von Leistungskomplex 17 (Beratungsbesuch=1350 Leistungspunkte) malgenommen mit dem Punktwert, für unseren Kreis durchschnittlich 0.04349 Euro,
zuzüglich Refinanzierungsaufschlag zur Altenpflegeumlage in Höhe von 0,00584 Euro.
Dieser Punktwert scheint unterschiedlich zu sein, je nach Kreis oder Stadt.
Es scheint so, als ob der noch nicht mal innerhalb eines Kreises einheitlich ist, ich komme nur ungefähr auf den Betrag in der Rechnung.

Ich bin gespannt, was bei euch erstattet wird. Vielleicht wissen die in Köln besser Bescheid, meine Beihilfe sitzt in Berlin.
Na, die kriegen ja Spaß, wenn die das für jeden einzeln nachrechnen müssen.

Viele Grüße
Janis
Rollstuhlfahrerin
Kind mit ehemals Asthma, Reflux 3.Grades in beide Nieren, Sphinkter-Detrusor-Dissynergie, hat sich alles mit der Zeit ausgewachsen


Zurück zu „Rechtliches - Beihilfe (Private Krankenversicherung)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 7 Gäste