Methylphenidat und Alkohol

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RikemitSohn
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Methylphenidat und Alkohol

Beitragvon RikemitSohn » 10.03.2019, 20:40

Hallo,

ich habe eine Frage wegen dieser Kombination. Im Beipackzettel steht, dass Methylphenidat die Nebenwirkungen verstärken kann. Ich habe zusätzlich im Internet geschaut und habe dort herausgelesen, dass sich Alkohol und diese Medikamente fast ausschließen. Ich werde natürlich auch noch einmal den Arzt fragen, aber vielleicht weiß ja auch hier schon jemand den Umgang damit.
Ich weiß, dass man grundsätzlich bei Medikamenten aufpassen sollte, aber in der Regel passiert ja nichts Gravierendes. Das klingt bei Methylphenidat aber zum Teil anders.

LG Rike
Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB

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LasseUndJohannes
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Beitragvon LasseUndJohannes » 11.03.2019, 13:58

Hi,
So wie ich es verstanden habe, gibt MPH unter Alkohol andere Abbauprodukte. Das bedeutet, mit Alkohol hast du dann tatsächlich andere Wirkstoffe in deinem Körper. Die Wirkung ist individuell unterschiedlich. Unser Arzt berichtete von Patienten, die dadurch mehrere Wochen​ in der geschlossenen gelandet sind. Sicherlich ein extremer Fall, macht aber deutlich, dass hier mit Alkohol wirklich Vorsicht geboten ist.
Johannes 2008, extremes ADHS, Fehldiagnose (?) Autismus
Benedikt 2014, non verbal, auto aggressiv, ADHS, atypischer Autismus

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Beitragvon RikemitSohn » 12.03.2019, 18:10

Hallo,

danke für deine Antwort. Ich habe jetzt auch einen Rückruf vom KJP. Mit Alkohol kann es zu unvorhersehbaren Reaktionen kommen- also komplett lassen.
Klingt jetzt erst einmal harmlos, aber das wird für Sohn schwer werden mit immer mehr schluckenden Freunden.

LG Rike
Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB

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Beitragvon Regina Regenbogen » 13.03.2019, 05:49

Gruppenzwang zum Saufen mit 15 Jahren? :shock:
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
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Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 13.03.2019, 08:33

Hallo Rike,

vielleicht grade andersrum: vielleicht schützt ihn das mph-bedingte Alkoholverbot vor Selbstmedikation, Kontrollverlust, und nachfolgenden Schwierigkeiten, die junge AD(H)Sler sich mit übermäßiger Alkoholzufuhr leider gerne einschänken. Er hat dann ja einen guten (=akzeptablen) Grund.
Gemäßigt geht ja bei Heranwachsenden plus ADHS und Gruppendynamik oft nicht gut. :P

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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Beitragvon RikemitSohn » 13.03.2019, 10:59

Hallo,

ich war auch entsetzt, als Sohn erzählte, wie viele massiv getrunken haben. Allerdings muss ich zugeben, dass es bei uns auch nicht anders war. Darum hätte ich es ihm unter anderen Umständen nicht verboten. Das hätte wohl nichts gebracht. Und das er neugierig ist und auch mal möchte, kann ich nachvollziehen. Natürlich ist Nichttrinken besser und so wird mir einiges an Stress erspart. Ausserdem ist mir die Problematik mit Adhs sehr bewusst. Besonders das Problem der Masslosigkeit. Da kann Alkohol auch schnell zum Problem werden.
Trotzdem ist es für einen Teenager doof immer vernünftig sein zu müssen. Er hat nicht nur diesen Punkt, an dem er verzichten und vorsichtig sein muss. Und trotz all dem Irrsinn beim alkoholischen Ausprobieren gehörte es auch in meiner Jugend dazu und mein Sohn wird lernen müssen stark zu sein. Ich weiß, dass ér sich daran halten wird. Er hat auch bei der letzten Party nein gesagt, weil er nicht sicher war wegen der Medikamente. Das rechne ich ihm hoch an.

LG Rike
Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB

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Beitragvon Lisaneu » 13.03.2019, 22:41

Regina Regenbogen hat geschrieben:Gruppenzwang zum Saufen mit 15 Jahren? :shock:


So traurig das auch ist, aber gerade in dem Alter ist der Gruppenzwang zum saufen groß. Und das nicht nur heute, sondern schon vor über 30 Jahren, als ich 15 war! Mit 18 stand ich da persönlich schon "drüber", mit 15 noch nicht.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)


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