Transport ins KH

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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else
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Transport ins KH

Beitragvon else » 04.03.2019, 11:39

Hallo Zusammen,

bei meinem Sohn steht ein geplanter Krankenhausaufenthalt an. Die Klinik ist 600 km entfernt und ich traue mir die weite Strecke mit ihm alleine nicht zu. Mein Mann bringt uns sonst, ist diesmal aber selbst krank.
Wir haben ziemlich viel Gepäck für zwei Wochen dabei: Rollstuhl, Duschstuhl, zwei oder drei gr.Koffer.
Was muss der Arzt genau verordnen, damit wir gefahren werden und wie ist der Ablauf? Da hatte sich doch dieses Jahr etwas geändert oder? Muss ich dann einen Fahrdienst (Malteser, Johanniter) nehmen oder kann ich auch ein Behindertentaxi nehmen?
Das Behindertentaxi ist vielleicht nicht ganz so klapperig auf die weite Strecke.
Vielen Dank.
Else

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Sinale
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Beitragvon Sinale » 04.03.2019, 17:41

Hallo else,

neben Krankentransporten mit dem Taxi sind auch Krankentransporte mit dem Krankenwagen (liegend) zu stationären Behandlungen möglich. Beide sollten vor Durchführung in eine weit entfernte Klinik von der GKV mittels eines Krankentransportscheines, den der Arzt ausgefüllt hat, genehmigt werden.

Falls ohne vorherige Genehmigung gefahren wird, kann es sein, dass die Fahrten privat bezahlt werden müssen, da die GKV sich weigern kann, zu zahlen.

Nachzulesen in folgender Richtlinie:

https://www.g-ba.de/downloads/62-492-14 ... -12-23.pdf

Zu beachten ist hierbei, dass die GKV Beförderungen in die nächst erreichbare, geeignete Klinik bezahlt. Hier muss also begründet werden, weshalb eine Klinik, die 600 km entfernt ist, besonders geeignet ist.

Beförderungen in die nächst erreichbare geeignete Klinik zur stationären Behandlung sind nicht genehmigungspflichtig.

Das Krankentransportunternehmen muss mit der GKV über Krankentransportschein abrechnen können. Es muss hierbei kein bestimmtes Unternehmen sein.

Grundsätzlich sind Notfallfahrten mit dem Krankenwagen nicht genehmigungspflichtig.

Zum 01.01.2019 hat sich geändert, dass Krankenfahrten zur ambulanten Behandlung bei manchen Pflegebedürftigen und manchen Schwerbehinderten nicht mehr genehmigungspflichtig sind, auch hier ist allerdings die Entfernung zu beachten, siehe folgend:

https://www.kbv.de/html/1150_38655.php
Viele Grüße
Sinale

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else
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Beitragvon else » 06.03.2019, 13:24

Hallo Sinale,
vielen Dank. Habe jetzt einen Kostenvorschlag von einem Fahrdienst, bei dem mir ganz schwindelig wird. Werde ihn einreichen und sehen was rauskommt.
Auf der KH-Enweisung steht auch immer nächst erreichbare Klink. Es ist die einzige in Deutschland auf ihrem Gebiet und daher müsste das passen.
LG
Else

Rita Schmidt
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Beitragvon Rita Schmidt » 06.03.2019, 14:14

Hallo Else,
ihr habt doch sicher eine Dauergehmigung wegen eurem Behindertenausweis und außerdem gibt es doch ein Wunsch und Wahlrecht, sicher auch bei Krankenhäusern. Wir fahren z.B. auch nicht nach Dresden, obwohl es näher wäre, sondern nach Arnstadt. In Dresden hatte der Arzt ihn trotz Hüftdysplasie nicht mal geröntgt. Da waren wir kurze Zeit später in Berlin und die stellten es fest.
Also müsste die KK auf jeden Fall übernehmen.

LG Rita

Sinale
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Beitragvon Sinale » 06.03.2019, 22:33

Hallo else,

ich drücke die Daumen!
Viele Grüße

Sinale



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Rollstuhlnutzerin


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