Verhinderungspflege, Tipps, wer, wie, Erfahrungen

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Maze_Maerker
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Verhinderungspflege, Tipps, wer, wie, Erfahrungen

Beitragvon Maze_Maerker » 04.03.2019, 11:24

Hallo ihr Lieben,

ich überlege, Verhinderungspflege (VHP) in Anspruch zu nehmen.
Hat jemand Tipps für mich?

Wir sind bei der AOK.

Muss einen Antrag ausfüllen, mehr weiß ich dazu noch nicht.

Überlege die Schwiegermutter oder die Tante um VHP zu bitten.
Bei Schwiemu gibts nicht das volle Geld, richtig? Sonden das 1,5 fache, was bedeutet das?

Und bei der Tante? Würde es da das volle Geld geben?

Brauche ich Quittungen von den Personen?

Wird dadurch das Pflegegeld gekürzt?

Plane eine Woche, 6 Wochen im Jahr geht das maximal, richtig?

Kann mir jemand Erfahrungen berichten?

Vielen lieben Dank im Voraus.

LG Diane
Gedeihstörung, Entwicklungsverzögerung, Schluckstörung, Klumpfüße, Herzfehler (Löchlein), Hypertonie an Extremitäten, Hypotonie am Rumpf, nicht fertig modellierte Ohren, Frühchen, Verstopfung, PEG 10/18, AUTS2 Syndrom

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JennyK
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Beitragvon JennyK » 04.03.2019, 14:33

Bei deiner Schwiegermutter kannst du maximal einen Tagessatz in Höhe von (Pflegegeld entsprechend des PGs x 1,5):42 abrechnen. Zumindest handhaben das die meisten Pflegekassen so, obwohl in den Vorgaben eigentlich nur steht, dass Verwandte bis zum 2. Grad maximal das 1,5-fache des Pflegegeldes erhalten.
Zusätzlich kann deine Schwiegermutter noch Fahrtkosten geltend machen.

Die Tante des Kindes kann ganz normal abrechnen.

Gekürzt wird das Pflegegeld, wenn du mehr als 8 Stunden verhindert bist. Bist du weniger Stunden verhindert, kannst du stundenweise abrechnen und unterliegst weder einer Kürzung noch einer Anrechnung auf die 6Wochen.

Wenn du planst, eine Woche am Stück die Verhinderungspflege in Anspruch zu nehmen, wird sowohl das Pflegegeld gekürzt als auch die Tage auf die 6 Wochen angerechnet bzw von Ihnen abgezogen.
Sohn 1 (06), ADS und Asperger Autismus; PG 3; SBA 50 mit B, G, H
Sohn 2 (13), gesund

Maze_Maerker
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Beitragvon Maze_Maerker » 04.03.2019, 14:48

Hallo Jenny,

vielen Dank für die Info.
Muss das von der Tante oder Schwiemu irgendwie quittiert werden?

Liebe Grüße

Diane
Gedeihstörung, Entwicklungsverzögerung, Schluckstörung, Klumpfüße, Herzfehler (Löchlein), Hypertonie an Extremitäten, Hypotonie am Rumpf, nicht fertig modellierte Ohren, Frühchen, Verstopfung, PEG 10/18, AUTS2 Syndrom

Katja_S
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Beitragvon Katja_S » 04.03.2019, 14:57

Hallo,
Gekürzt wird das Pflegegeld, wenn du mehr als 8 Stunden verhindert bist.

Nur, wenn du 3 Tage am Stück mehr als 8 Stunden verhindert bist. Am 1. und letzten Tag wird nicht gekürzt (so zumindest meine Info und es wurde bei uns bei 1 Tag über 8 h auch noch nie gekürzt).
Mit VHP bei Verwandten kenne ich mich nicht aus.
Gruß
Katja
Katja mit E. (geb. April'08), Frühchen 26. SSW, Hirnblutungen, Hydrocephalus (Shunt-versorgt), gehörlos (2 CIs), Epilepsie, geistige und körperliche Behinderung

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Christine Sp.
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Beitragvon Christine Sp. » 04.03.2019, 15:19

Hallo Diane,
deine Pflegeperson muß auf dem Abrechnungsformular der AOK unterschreiben,
dass sie die Verhinderungspflege erbracht hat und das Geld erhalten hat.
Ich lege meiner VHP-Kraft das Geld aus und erhalte es von der AOK zurück.
Eine weitere Quittung wird nicht benötigt. Ich kopiere aber immer die Abrechnung für mich, falls bei der Kasse mal was verloren geht.
Grüße
Christine
Christine Sp. (1970) mit Niclas (2004)
ICP mit beinbetonter Tetraparese
Seit Sept. '15 Regelschüler an einer Realschule

EvaHH
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Beitragvon EvaHH » 05.03.2019, 09:27

Hallo Ihr Lieben,

eine Frage hierzu:
darf man eigentlich 2 Mal bis zum 1,5 des Pflegesatzes abrechnen? also einmal Oma und einmal Opa?
oder ist es auf einmal begrenzt?

LG
Eva
Eva mit Sohn 2012 (MRD7 bei Mutation im DYRK1A-Gen, ASD II, Veränderung der weißen Substanz mit Hypomyelinisierung, ASS, expressive Sprachstörung, Krampfanfälle...)

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Beitragvon MichaelK » 05.03.2019, 12:18

Hallo Eva,

ich verstehe das Gesetz so, dass die Aufwendungen der Pflegekasse den Betrag des Pflegegeldes für sechs Wochen nicht überschreiten dürfen- also nur einmal.

Gemeint ist m.E. pro Kalenderjahr. Das lese ich aus § 39 Absatz 1.

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
(Martin Luther King)


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