Besuchsfahrten zum "Behinderten Kind" absetzbar?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Sofia 10.07.
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Besuchsfahrten zum "Behinderten Kind" absetzbar?

Beitragvon Sofia 10.07. » 03.03.2019, 20:55

Hallo ich habe mal eine Frage, vielleicht kann mir ja jemand helfen.
Und zwar lebt meine Tochter in eine Art Pflegeeinrichtung weil wir keinen Pfledienst für zu Hause finden.
Diese Pflegeeinrichtung ist ca. 26 km von unserem zu Hause entfernt.
Ich fahre jeden Vormittag zu ihr hin und Mittags wieder zurück weil ich dann meine "große" nach der Schule betreuen muss. Manchmal fahre ich Abends sogar wieder hin und schlafe dort.
Jetzt haben wir endlich den Schwerbehinderten-Ausweis mit 70% und Merkzeichen H (gegen Streichung der Merkzeichen G&B wurde Wiederspruch eingelegt) bekommen.
Meine Frage ist , kann ich die Fahrten zur Einrichtung als aussergewöhnliche Belastung absetzten? Und muss ich ein Fahrtenbuch führen?
Ausserdem habe ich in der Einrichtung sowas wie eine kleine Ferienwohnung die zum Pflegezimmer meiner Tochter dazu gehört. Kann ich die doppelte Haushaltführung (Miete muss ich dafür nicht zahlen) auch steuerlich geltend machen 🤔

Man wird mit allem immer so alleine gelassen.....😔
Naja wie gesagt vielleicht kennt sich ja einer von Euch damit aus.

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IlonaN
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Beitragvon IlonaN » 04.03.2019, 06:55

Hallo Sofia 10.07.,

du kannst die Fahrtkosten bei der Steuererklärung mit absetzen. Doppelte Haushaltsführung meines Wissens nicht, da es dort um die Arbeit geht.
Ich 1961 Ösophagusatresie
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kati543
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Beitragvon kati543 » 04.03.2019, 08:44

Hallo,
bitte informiere dich, wie genau du das Fahrtenbuch führen musst. Es muss weit weniger genau sein, als in Unternehmen üblich. Allerdings musst du dir von einem unabhängigen Dritten (Werkstatt, Finanzamt,...) am Anfang und Ende des Jahres den Kilometerstand bestätigen lassen.
Fahrtenbücher aus dem PC werden bei uns leider nicht anerkannt. Ich nutze tatsächlich die handelsüblichen aus dem Schreibwarenladen und passe diese an. Nur Fahrten mit und für die Kinder (Beide haben H) werden ausführlich aufgeführt, der Rest wird zwar wegen der Vollständigkeit erwähnt, aber der Zweck ist dann eben nur geschäftlich/privat (wir haben Firmenwagen zur Privatnutzung).
Ich weiß nicht, wie hoch eure jährlichen Kosten für den Platz im Pflegeheim sind, nur rechnet euch mal aus, ob ihr nicht besser kommt, wenn ihr sämtliche behinderungsbedingten Kosten direkt absetzt und nicht den Behindertenpauschbetrag nehmt.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

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Beitragvon Silvia & Iris » 04.03.2019, 08:57

Hallo,

zwar noch nicht für Erwachsene...
aber bei uns ist es so, ich muss am Anfang vom Schuljahr fixieren wer fährt, da übernimmt dann das Land die Kosten... wenn ich es mache, dann stelle ich einmal im Quartal die Rechnung an die Behörde. - Alle weiteren Fahrten (KH und anderes) - hier geht es entweder über den grünen Schein und KK oder ich schreibe diese Posten in den Lohnsteuerjahresausgleich...

Es ist ein Aufwand, weil man VORHER alles amtlich regeln und festsetzen muss...

Viel Erfolg
Silvia
Liebe Grüße
Silvia
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Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

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Beitragvon Rita2 » 04.03.2019, 09:29

Hallo Silvia,

du beschreibst, wie es bei euch in Österreich ist.
Das hilft jemanden der in Deutschland lebt nur sehr begrenzt.

Viele Grüße
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

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Beitragvon Silvia & Iris » 04.03.2019, 09:45

Liebe Rita,

manches ist doch ähnlich... und dennoch, selbst in D sind manche Regeln sogar von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und dann noch von KK zu KK...
Liebe Grüße

Silvia

Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein

Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

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Beitragvon kati543 » 04.03.2019, 10:42

Liebe Silvia,
die wenigen Bereiche, die bei uns unter die Länderhoheit fallen, sind extrem begrenzt. In diesem Forum scheint dies nur anders zu sein, weil wir häufig über ausgerechnet diese Bereiche sprechen: Schulbildung fällt nämlich unter Länderhoheit. Fast alles andere fällt unter Bundesrecht und da gilt die bundeseinheitliche Gesetzgebung.
LG
Katrin
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Beitragvon Silvia & Iris » 04.03.2019, 15:24

Liebe Katrin,

sollten nicht auch mehr einheitliche Regeln durch die EU manifestiert werden?

- wobei das natürlich auch nicht immer passt, da natürlich in Italien, z. B. - ganz andere Gegebenheiten herschen als in Norwegen...

oder Rumänien...


einheitliche Systeme und Konzepte sind da sicherlich nicht durchführbar... Oder scheitert das auch am Willen? - Wie viel Einheit und wie viel Diversität soll uns die EU bringen?

LG
Silvia
Liebe Grüße

Silvia

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