Mama/Papa-Rücken! Wie macht ihr das?

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Kati_Li
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Mama/Papa-Rücken! Wie macht ihr das?

Beitragvon Kati_Li » 03.03.2019, 16:16

Hallo zusammen,

ich merke es mitlerweile immer öfter mal zwicken und zwacken im Rücken. Mein Kind ist noch recht klein, aber es zeichnet sich ab, dass ich noch lange, lange, lange heben und tragen werde. Ich überlege grade so rum was ich für meinen Rücken tun kann. Rückenschmerzen kann ich mir nicht leisten, dann bricht hier alles zusammen :wink:

Wie integriert ihr das in den Alltag?

Wie haltet ihr euren Rücken fit?

Macht ihr selbst Physioübungen? Wenn ja was?

Habt ihr spezielle rückenschonende Techniken erlernt?

Irgendwelche Tipps oder Erfahrungswerte?

Liebe Grüße,
Kati
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Anne-muc
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Beitragvon Anne-muc » 03.03.2019, 17:01

Hallo Kati,

ich gehe seit drei Jahren einmal wöchentlich (abends) zum Yoga.

Dabei habe ich lange nach einem Entspannungskurs gesucht, bei dem wird wöchentlich mit verschiedenen Übungen der ganze Körper einmal „durchbewegt“ aber immer mit Ziel Entspannung, nicht Muskelaufbau. Bei einem solchen Anspannungskurs war ich schnuppern und hatte hinterher schlimmer Rücken als vorher. Ich habe bestimmt 5 Kurse angeguckt bevor ich den richtigen gefunden habe. Die Übungen mache ich zwischendrin sich zuhause aber mit Kurs ist es besser. Ein Teil der Gebühren wird von der Krankenkasse erstattete, weil die Anbiwterin sich zertifiziert hat.

Der Muskelaufbau findet durchs Tagesgeschäft statt, mittlerweile meine Nichtläuferin 17 kg, der andere (fit, also nur im absoluten Notfall zu tragen) 19 kg.

Außerdem vermeide ich viel Tragen seit 13 kg. und mache hauptsächlich Transfers.

Ich merke auch dass je mehr Stress ich insgesamt habe der Rücken mehr ziept. Je mehr Unterstützung ich habe (Kindergarten, Putzfrau, Oma und Opa) und mich auch mal hinsetze, desto besser.

Alles Gute!
Viele Grüße Anne
Anne mit Tochter (*09/2013, Vorzeitige Plazentalösung, dadurch Asphyxie, ICP, Epilepsie)

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Beitragvon Maria.K. » 03.03.2019, 18:35

Ich hab mir ein Kg Rezept geholt und geh 1 mal in der Woche zum Massieren zur Kg. Sonst würde ich es nicht aushalten seit 5 Jahren trag ich mein Kind schon .

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Beitragvon Beccy mit Emilia » 03.03.2019, 20:02

Ich mache fast täglich Sport. 2x / Woche Krafttraining, 2-3x/Woche joggen, regelmäßig Gymnastik, Faszientraining. Außerdem Entlastung durch Kinderbetreuung und die rechtzeitige Anschaffung von Hilfsmittel, wie Deckenlifter etc. Da streite ich mit der Kasse, bis ich mich durchgesetzt habe. Unsere Kleine hat eine schwere neurodegenerative Erkrankung, es wird alles nicht leichter und wir werden noch einiges an Gewicht und Problemen zu stemmen haben. Da gibt es keine Kompromisse. Mein Mann macht auch Krafttraining, aber nicht so gerne. Dafür liebt er es, mit unserer Maus im Rollfiets auf Tour zu sein. Danach ist er ganz tiefenentspannt ;)
Beccy (*1975) und Emilia (*07/2012;), NBIA - BPAN durch Mutation auf dem WDR45-Gen. Globale psychomotorische Entwicklungsstörung mit Myelinisierungsverzögerung, Absence-Epilepsie, Muskelhypotonie. Pflegegrad 5. GdB 100, H, G, aG, B. Ausserdem ein sehr ausgeprägtes KKKQS (Knutsch-, Knuddel-, Kuschel- und Quengelsyndrom :) www.millys-mission.de

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Beitragvon melly210 » 03.03.2019, 21:44

Wir haben von vorne herein nicht viel herumgetragen, sondern nur von A nach B getragen. Ich würde dir raten das auch einzuführen. Ich war dann sehr froh drum, weil mein Sohn auch eher spät gelaufen ist (mit 17 Monaten). Wir sind stattdessen zb am Bett gesessen und haben gehalten und geschaukelt, oder auf einem Schaukelstuhl. Auch wichtig: nicht auf die Hüfte setzen, sondern das Gewicht mit dem Arm halten, und richtig runter bücken und aufstehen (in die Knie gehen bzw dann aus der Hocke wieder aufstehen). Draußen war er ab sowas dem 8. Monat im Kinderwagen/Buggy, nie in der Trage. Meine Mutter hatte damals für meine Schwester und mich auch einen Buggy für drinnen, wenn sie mal mehr herumlaufen musst weil sie geputzt hat oder so.
Und falls dein Kind voraussichtlich sehr spät oder nie gehen wird, dann auch Hilfsmittel anschaffen.

Sinale
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Kinaesthetics

Beitragvon Sinale » 03.03.2019, 21:51

Hallo Zusammen,

hier wurde bereits geschrieben, wie wichtig es ist, sich frühzeitig für einen Lifter zu entscheiden.

Gleichzeitig ist es auch sehr sinnvoll, einen Kinaesthetics-Kurs für pflegende Angehörige zu besuchen. Dort werden auch individuelle rückenschonende Techniken vermittelt, die gleichzeitig auch für das Kind angenehm sind. Kinaesthetics ist auch für Pflegende von schwerstbehinderten Menschen geeignet. Kinaesthetics ist zwischenzeitlich sehr verbreitet. Die Kosten für einen Kurs werden für pflegende Angehörige von der GKV übernommen. Wer Kurse anbietet, kann im Internet Orts-, oder Ortsnah herausgefunden werden. Folgend ein Beispiel-Link:

https://www.kinaesthetics-trainer.de/ki ... gehoerige/
Viele Grüße
Sinale

Diagnose: Tetraspastik
Rollstuhlnutzerin

Yvonne und Kjeld
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Beitragvon Yvonne und Kjeld » 03.03.2019, 22:24

Hallo Kati,

neben den Tips meiner Vorredner kann ich als Physio dir nur dringend empfehlen, auch den Beckenboden regelmäßig zu kräftigen und vor allem die Hüftbeuger zu dehnen. Beides klappt hervorragend im Alltag.
De Beckenboden stützt/ unterstützt den Rücken nd auch die übrige Rumpfmuskulatur und kann wunderbar im alltag trainiert werden bei so ziemlich jeder Aktivität, das sieht ja niemand.
Zum Dehnen der Hüftbeuger brauchst du auch nur 2-4min/ Tag, da musst du nur mal gucken, wie du es einbaust z.B. noch im Bett, am Wickeltisch etc. Gerade die so genannte Iliopsoas verkürzt und verspannt sehr gerne und zieht dann ständig an der Lendenwirbelsäule, was zu Schmerzen und zusätzlichen Verspannungen führt.

Ansonsten auch ein wenig Bauchmuskeltraining, kleinere Entspannungs und Lockerungsübungen im Bett/ auf einer Matte, Beckenbewegung in jeder Position zur Lockerung, selbst rückengerecht aufstehen aus dem Bett, in die Hocke gehen und zusätzlich den BEckenboden anspannen, wenn du etwas schweres hebst (ich meine nicht nur das Kind)
Falls du noch weitere Anregungen brauchst kannst du mich gerne anschreiben

Liebe Grüße
Yvonne
Enya *08.14 gesund
Kjeld *03.16 globale Entwicklungsverzögerung, Wahrnehmungsstörungen, Brille, Hörgerät, Epilepsie, insgesamt auf dem Stand eines ca 18-20Monate alten Kindes PG4, GdB100
Svea *10.18 gesund

HeikeLeo
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Beitragvon HeikeLeo » 04.03.2019, 10:34

Liebe Kati,

meine Kinder habe ich seeeehr viel getragen. Aber ich bin dann auch in Rücken reingelaufen.

Seither gehe ich auf einem Laufband, wenn ich fernsehe. Dadurch habe ich Zeit für mich - bin aber trotzdem da und mein Rücken dankt es mir.

Liebe Grüße
Heike

else
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Beitragvon else » 04.03.2019, 13:25

Hallo Kati,
mein Sohn ist 17 und kann gar nicht mithelfen. Wir haben seit kurzem überall Deckenlifter und das Auto umgebaut. Für unterwegs habe ich eine Rutschbanane und ein Rutschtunnel. Außerdem habe ich zwei Kinestetik-Pflegekurse gemacht - sehr zu empfehlen. Aber 35 kg bleiben 35 kg, da hilft auch kein Kurs.
Ich habe trotzdem Probleme bekommen. Gehe jetzt zweimal die Woche zum Sport und war auch selbst bei der KG. Die KG hat am meisten geholfen, bin jetzt fast Beschwerdefrei. Der Orthopäde hätte immer nur Schmerzmittel verschrieben. Die KG bekam ich über meine Hausärztin. Von dort habe ich ein paar einfache Übungen, die ich täglich ein paar Minuten mache.
LG
Else

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Angela1983
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Beitragvon Angela1983 » 04.03.2019, 13:43

Ich hatte schon einige Bandscheibenvorfälle, durch Stress und durchs Tragen. Ich finde es toll, dass du schon auf deinen Rücken aufpassen willst, bevor es zu spät ist.

Ich habe seit zwei Jahren ein Pflegebetten, das sich rauf und runter fahren lässt. Kind kann, je nach Verfassung selbst auf und absteigen.


Außerdem mache ich auch, wie oben schon empfohlen,Yoga.
Was gut tut, ist Aquajogging.

Und ich habe mir ein Auto angeschafften mit Schiebetüren und hohen Sitzen. Nicht stylisch aber total hilfreich.

Vermutlich sind es viele kleine Maßnahmen, nicht eine Große, die einem helfen den Rücken gesund zu halten.
Franka *2014 PVL, Dysphagie, Hypotonie, PSII, GDB 100 und vor allem coole Socke


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