aldi Vibrationsboard am 28.02. - gut wie Galileo?

Hier könnt ihr die Hilfsmittel eurer Kinder vorstellen, z. B. Reha-Buggy, Pflegebett, Stehtrainer, Therapieliege usw. - gerne auch mit Foto.
Ihr könnt hier übrigens auch Fragen bezüglich Technik und Anwendung verschiedener Hilfsmittel stellen.

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elke.theaterfisch
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aldi Vibrationsboard am 28.02. - gut wie Galileo?

Beitragvon elke.theaterfisch » 23.02.2019, 17:43

Hallo,
Aldi Süd bietet am 28.02. ein Vibrationsboard an, seitenalternierend mit Frequenz 5 bis 16 HZ (20 Level) für 100 Euro. Was meint ihr, taugt das was als Galileo-Ersatz?
LG theaterfisch
https://www.aldi-sued.de/de/angebote/an ... -28022019/
Elke + Mann mit Sohn früh geboren im Mai 2009, 29. Woche, 1200 g. Motorisch entwicklungsverzögert. Muskulär hypoton, schwache Bänder, Knick-Senk-Füße. Erste Schritte mit dreieinhalb Jahren. Trug jahrelang Unterschenkel-Orthesen und Ringorthesen. Seit zwei Jahren ohne Orthesen.

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Quirin_Mama
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Beitragvon Quirin_Mama » 23.02.2019, 19:44

Hallo Elke,

lt. unserer Physio ist es das beste Gerät, welches es alternativ gibt.
Wahrscheinlich werden wir es auch dann nutzen.

LG Maria

Anne1301
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Beitragvon Anne1301 » 23.02.2019, 20:34

Hallo Elke,

wir trainieren mit unseren hypotonen Kinder ab 20 Hz aufwärts auf dem Galileo. Deshalb fielen damals bei uns Alternativen raus, da sie die benötigten Frequenzen nicht bieten konnten (16 Hz. war bei uns zu wenig).
Ihr solltet also überlegen, welche Frequenz ihr benötigt. Ansonsten habe ich auch gehört, dass das Gerät eine gute Alternative ist.

Gruß
Anne
A. (*2012) und B. (*2014) vermtl. unbekannter Gendefekt, Epilepsie, Rumpfhypotonie, globale Entwicklungsverzögerung (insbesondere Feinmotorik und Sprache)

r.bircher
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Beitragvon r.bircher » 24.02.2019, 00:19

Hallo zusammen

Das Gerät ist meiner Meinung eher zweitrangig für den Erfolg. Viel wichtiger ist der Aufbau der Therapiepläne. Natürlich wird das die Firma die Galileo vertreibt anders sehen, aber die wollen ja auch verkaufen. Die Qualität wird bestimmt nicht die selbe sein bei einem Aldi gerät. Sprich ist schneller kaputt.

Ich glaube auch, dass das mit den Frequenzen übertrieben wird. Es gibt gerade in Sportlerkreisen starke Kritik an der Viberationsplatte. Nämlich dass die Bewegungen so schnell sind, dass kaum noch Neurofeedback (Rückmeldung an das Gehirn) vorhanden sei. Ich persönlich hab auch das Gefühl dass die Wirkung be 10 Herz krasser ist als bei 20. Aber das ist vielleicht auch individuell.

Gruss Raphael
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Laura Nitsch
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Beitragvon Laura Nitsch » 24.02.2019, 10:18

Hallo zusammen,

habe auch schon mit meiner Therapeutin über diese Vibrationsplatten gesprochen. Sie hält davon GAR nichts. Sie sagt, dass man alles nur noch verschlimmbessert, als dass es Erfolge bringt.
Ich würde die Finger davon lassen.

LG,
Laura
Ich(10/88) Kloakenfehlbildung, inkompl. VAcTERl-Syndrom, caudales Regressionssyndrom, Sacrumdysplasie, Hysterektomie(12/06)Mitrofanoff-Stoma(08/08), chron. Nierenversagen, seit 3/10 dialysepflichtig
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Ihr lacht über mich, weil ich anders bin- Ich lache über Euch, weil ihr alle gleich seid.(K.Cobain)

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Beitragvon Monimama » 24.02.2019, 10:37

Hallo,zusammen,

wir haben ein Vibrationsboard an der Musikanlage. Diese reagiert auf den Bass und macht sehr sanfte Vibrationen. Unsere Kinder lieben dieses Board und legen sich oft darauf und entspannen.

Das Vibrationsboard von Aldi haben wir nun auch. Die Vibrationen empfinde ich als sehr stark. Die Kinder sind neugierig, aber die Vibrationen sind Ihnen dann wohl zu stark, denn sie wollen nicht auf das Board.

Wir werden es jetzt für uns nutzen und die Kinder bei Interesse.

Wünsche euch einen sonnigen Sonntag,
Moni
4 leibliche Kinder '88, '91, '92, '00, Pflegesohn '12 mehrfachbehindert, SOD, keine Sprache, PEG, seit 11/2018 Epilepsie und andere Baustellen, Pflegesohn '15 Dysmelien, Schwerhörig und andere Baustellen, BereitschaftsPfK

"Nicht die Dinge selbst, sondern ihre Vorstellung von den Dingen beunruhigt den Menschen" Epiktet vor 2000 Jahren

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Beitragvon Jörg75 » 24.02.2019, 14:27

Moin,

Nämlich dass die Bewegungen so schnell sind, dass kaum noch Neurofeedback (Rückmeldung an das Gehirn) vorhanden sei.

Das wird gerade beim Galileo von der Herstellerfirma und von "Auf die Beine" als (ein) Sinn und Zweck des ganzen beschrieben. Es soll eben so schnell gehen, dass die Muskulatur "alleine" arbeiten muss bzw. es auf der Reflexebende läuft und das Gehirn "ausgeschaltet" ist - das ist insofern beabsichtigt.

Das Gerät ist meiner Meinung eher zweitrangig für den Erfolg. Viel wichtiger ist der Aufbau der Therapiepläne.

Das ist ein Punkt, den ich für sehr bedenkenswert halte.
Bei "Auf die Beine" gibt es von denen Studien, die zeigen, dass das Programm "Erfolg" hat und Verbesserungen schafft - im Vergleich zur "Null-Alternative". Ich frage mich, wie ein "Erfolgsvergleich" aussähe, wenn man vergleichen würde das "Auf die Beine"-Programm mit einer Alternative, wo bei sonst gleichem Setting die 10 wöchentlichen Galileo-Einheiten durch 10x wöchentlich 10 Minuten konventionelle Physiotherapie ersetzt werden.


Aldi Süd bietet am 28.02. ein Vibrationsboard an, seitenalternierend mit Frequenz 5 bis 16 HZ (20 Level) für 100 Euro.

Aldi Nord und Lidl und Penny haben das alles schon vor wenigen Wochen durch. Ich hatte mir die Geräte angeschaut, und sie haben allesamt das gleiche Problem - maximal 16 Hertz. Unsere Übungen von "Auf die Beine" fangen aber alle bei über 16 Hertz an, so dass für uns die Geräte nicht brauchbar sind.


habe auch schon mit meiner Therapeutin über diese Vibrationsplatten gesprochen. Sie hält davon GAR nichts. Sie sagt, dass man alles nur noch verschlimmbessert, als dass es Erfolge bringt.
Ich würde die Finger davon lassen.

Das finde ich in der Allgemeinheit doch sehr schwierig. Ja klar, es gibt Therapeuten, die halten davon gar nichts. Kenne ich auch. Es gibt aber auch eine Masse Therapeuten, die halten von den Platten ziemlich viel - jedenfalls für spezielle Zielgruppen.
"Auf die Beine" in Köln ist evaluiert und Gegenstand auch der Forschung, und die Ergebnisse sind da durchaus positiv. Unsere bisherigen Erfahrungen mit dem Programm "Auf die Beine" und der Nutzung der Platte zu Hause sind ebenfalls positiv, aber das ist letztlich nur unsere Erfahrung.


Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass man mit den Geräten umgehen können muss. Wenn ich sie einfach als "Fitnessgeräte" nutzen möchte - okay, dann kann ich ich wohl auf die Übungen verlassen, die da mitgeliefert werden. Wenn ich die aber als Rehabilitation oder Training für Behinderte verwenden will, dann sollte man meines Erachtens schon sich jemanden holen, der sich damit ein bißchen auskennt und einen da "anleitet".

Ich hatte übrigens mal im Netz gesucht und hatte eine seitenalternierende Platte im Preissegment von ca. 250 Euro gefunden, die auch die höhere Frequenzen kann. Ich bin am Überlegen, ob ich so eine Platte für uns - für K. und uns Eltern - kaufe, wenn wir die Galileo-Platte wieder abgeben müssen.
Wobei mir auch klar ist, dass es natürlich Qualitätsunterschiede zwischen einer 5000,- Euro-Platte und einer 250,- Euro-Platte gibt.

Gruß
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
J., *2016, aktuell keine Besonderheiten

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Beitragvon rena99 » 24.02.2019, 14:46

Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass unter

(1) fachkundiger Anleitung und Überwachung
(2) die professionellen Vibrationsplattformen (verschiedene Ferquenzgänge etc., angepasst an das Erkrankungsbild)
(3) in Kombination mit anderen therapeutischen Maßnahmen
eine Menge bringen.

Ich möchte daher nicht mehr darauf verzichten. Allerdings braucht es wirklich diese 3 Dinge, so dass ich ein Billig-Gerät nicht anschaffen würde.

LG
Rena
Rena mit Tochter (V.a. Autismusspektrumsstörung, Zwangsstörung)
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Beitragvon Ronja123 » 24.02.2019, 17:19

Wir haben seit einem Jahr ein höherwertiges Vibrationsgerät im Einsatz mit 3D d.h. oszillierend und linear. Die Frequenz geht auch nur bis 15. Meine mittlerweile 19-jährige Tochter mit DS ist seit der Pubertät ein "Bewegungsmuffel" und sehr übergewichtig.
Nach Rücksprache mit unserem Orthopäden nutzen wir das Gerät beide fast täglich und sind begeistert von den Erfolgen. Auf unserem Gartentrampolin kam meine Tochter nie mit den Füßen hoch, nach 3 Monaten auf der Platte klappte es auf einmal problemlos :D
Ich denke mal dass es kein Ersatz für Sport an der frischen Luft ist und eher als zusätzliche Maßnahme zu sehen ist. Im Falle meinter Tochter aber wäre die Alternative das Muskeln verkommen und da sehe ich es klar als besser als gar nichts ...
Liebe Grüße
Karin
Karin
mit Tochter 18 J. Down Syndrom

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anna h.
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Beitragvon anna h. » 24.02.2019, 20:06

Hallo Karin,
welches Gerät nutzt Ihr u wie teuer war es?
LG
Anna


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