Arbeiten gehen als pflegende Person

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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belleclaire
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Arbeiten gehen als pflegende Person

Beitragvon belleclaire » 22.02.2019, 12:37

Hallo zusammen,

mich würde interessieren, wie ihr eure Arbeit mit den Bedürfnissen der Kinder in Einklang bringt/bringen könnt.
Noch bin ich in Elternzeit. in 6 Monaten endet diese. Die überlergung ist, ob ich Teilzeit wieder arbeiten gehe(n kann). In meinem alten Betrieb (wo ich wieder hin könnte), gibt es keine Gleitzeit. Auch kein Home Office. Und einen wenig empathischen Chef. Die Frage stellt sich für mich: Kann ich überhaupt regulär Arbeit und die Bedürfnisse meines Kindes verbinden? Wir haben etliche regelmäßige Termine, zusätzlich die Untersuchungen bei den Fachärzten. Kardiologe, Orthopäde, Neurologe, Klinikaufenthalte, normale Krankheiten. Pflegebegutachtung, Runde Tische fallen ja auch meist auf den Vormittag...
Die "Kindkanktage" sind mit ärztlicher Bescheinigung nachzuweisen. Aber die sind nicht mehr als bei "gesunden" Kindern, oder? Ich habe die befürchtung, dass so viele facharzttermine sind, dass die normalen Kindkranktage nicht reichen.
Ja, klar, mein Mann unterstützt, und ja, er geht auch mal mit der kleinen zum facharzt, allerdings gibt es bei ihm auch keine Gleitzeit oder andere variable Lösungen.
Gibt es eine rechtlich einwandfreie Lösung, auf die man ein Recht hat? Gesetzlich festgehalten? Dass der Chef nicht nur aus Kulanz Sonderurlaub genehmigt? Der reguläre Urlaub ist auch eher eng, da er sich an die KiTaSchließzeiten orientiert und im Sommer überwiegend genommen werden muss.

Wie macht ihr das so?

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Susanne1887
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Beitragvon Susanne1887 » 22.02.2019, 13:18

Hallo :hand: ,

meine Tochter ist nur noch leicht betroffen, trotzdem schreibe ich kurz wie wir das aktuell so handhaben. Vielleicht ist es eine Anregung für dich.

Bei uns ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie schwierig. Meine Tochter schafft einfach eine Nachmittagsfremdbetreuung nicht. Sie braucht 1 zu 1 Unterstützung bei den Hausaufgaben und auch Ruhezeiten mit absoluter Ruhe. 2x die Woche haben wir nachmittags Therapie.

Mein Mann macht morgens die Kinder fertig und bringt sie zum Bus/Kindergarten. Dafür stehe ich besonders früh auf und fange so früh wie möglich das Arbeiten an. Ich arbeite halbtags, arbeite aber jeden Tag eine Stunde länger. So habe ich immer etwas Spielraum und kann notfalls Überstunden nehmen.

Trotzdem ist es sehr schwierig. Ganz besonders in Krankheitszeiten, das ist schon Stress pur. Denn ich werde einfach auf der Arbeit gebraucht. Und wir haben Personalmangel und ich spüre, dass meine Kollegen auf Zahnfleisch gehen, wenn ich fehle. Hier empfiehlt es sich, dass sich wir Eltern mit den Krankheiten abwechseln. Jeder muss mal in den sauren Apfel beißen und kinderkrank zu Hause bleiben.

Es empfiehlt sich auch nach einer Tagesmutter umzuschauen. Da hatten wir bis jetzt leider Pech.

Die Nerven meines Arbeitgebers sind trotzdem ausgereizt 😉 . Ich solle mehr arbeiten und später auch schwierigere Arbeitsfelder übernehmen. Das ist im Moment nicht möglich.

So ist unsere Situation im Moment.

LG Susanne
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Hypersensibilität und leichte globale Entwicklungsverzögerung, Verd. a. LRS

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else
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Beitragvon else » 22.02.2019, 13:24

Hallo,
es gibt ein Recht auf Teilzeit, wenn der Betrieb eine gewisse Größe hat. Du kannst z.b. nur 15 Std. in der Woche arbeiten und die Verteilung auf bestimmte Tage festlegen, wenn ihr keine Gleitzeit habt. Ich habe nur eine 3 Tage-Woche und immer zwei feste Tage unter der Woche frei, dorthin lege ich die ganzen Arzttermine. Das klappt seit Jahren.
Bei einer 5-Tage-Woche und ständigen Ausfällen, wäre sonst das Betriebsklima irgendwann gestört.
LG
Else

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Beitragvon Elli157 » 22.02.2019, 13:55

Hallo belleclaire,
ich fahre auch gut damit, nur an drei Tagen zu arbeiten. Auf die freien Tage lege ich wie Else die vielen Arzt- und Gesprächstermine. Da viele Termine bei Fachärzten ja auch eher langfristig geplant werden, klappt das ganz gut. Sollte dann an meinem freien Tag nichts anstehen und es herrscht Bedarf bei der Arbeit, springe ich ein und kann dafür dann auch mal an einem anderen Tag aussetzen. Meine Chefin ist aber zum Glück sehr verständnisvoll und sieht auch mein Bemühen, die Fehlzeiten gering zu halten. Morgens übernimmt an meinen Arbeitstagen bei uns mein Mann und die Kindkranktage teilen wir uns auch auf. Im Notfall spingt auch mal eine unserer Betreuungskräfte ein. Die Therapien haben wir allerdings überwiegend in den HPK verlagert, damit wir das nicht auch noch alles an den freien Tagen abdecken müssen. Ich drücke euch die Daumen, dass ihr eine gute Lösung finden könnt.

Lg
Elli
E. mit großem Sohn (2010) und kleinem Sohn (2015),
33. SSW, Asphyxie, Choanalatresie, gehörlos (einseitig CI versorgt), Kolobome, Netzhautablösung, Schluckstörung, PEG

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Beitragvon Beate139 » 22.02.2019, 14:16

Hallo,

ich arbeite zur Zeit noch immer voll. Mein Sohn hat auch 1 mal die Woche Ergo und einmal die Woche Krankengym. Die habe ich auf die Zeit nach meiner Arbeit gelegt. Also von der Arbeit heim, sofort Sohn fertig machen und wieder los.
4-5 mal im Monat haben wir dann Arzttermine. Ich versuche sie möglichst an die noch freien Nachmittage zu verlegen, wenn das nicht geht, dann lasse ich mir den Termin bescheinigen und reiche ihn bei der KK ein oder ich nehme mir einen Tag Urlaub. "Schnelle" Termine, wie zb beim Orthopäden mache ich meistens innerhalb der Arbeitszeit. Das trägt dann die Firma.

Krankenhaustermine gehen nur über Kindkrank oder Urlaub.

Nun soll allerdings noch Logo dazu kommen. Und im SPZ einmal die Woche sein. Das SPZ allerdings hat ähnliche Arbeitszeiten wie ich und ist nicht grad "ums Eck". Da werde ich dann wohl unbezahlten Urlaub für nehmen müssen.

Mein Chef siehts zur zeit noch locker, er hatte selbst mal eine Frau mit einem besonderen Kind und weiss um den Spagat zwischen Job und Kind. Meine Kolleginnen sehen es nicht ganz so locker. Da braucht man dann ein dickes Fell, damit Sprüche wie : "machst mit deinem Kind wieder n Tag Urlaub"... oder "so gut wie du möchte ich es auch mal haben" ...einfach an einem abprallen.

Die freie Zeit mit oder ohne Kind allerdings ist so gut wie garnicht vorhanden. Und deswegen geht meine Überlegung auch seit Tagen in Richtung persönliches Budget. Für Freizeitassistenz für meinen Sohn und Begleitperson zu seinen Therapien.
Damit wäre nicht nur ihm geholfen, es würde auch den Stress sowohl im Familienleben, wie auch im Arbeitsleben heraus nehmen.

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Andrea5
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Beitragvon Andrea5 » 22.02.2019, 15:04

Hallo,

arbeiten als pflegende Person, ja das geht bei mir. Ich habe allerdings auch gleitende Arbeitszeit. Da kann man so einiges auffangen mit.


Bei Ben (damals hatte er einen Ganztagsplatz in der Kita) fing ich mit 19 Stunden an auf drei Tage verteilt. Therapien waren bis auf Logo im Kindergarten. Sicher hätte von den Kindergartenstunden fast vollzeitarbeiten können. Aber mein Großer hatte nachmittags Therapien und brauchte durch die Grundschule bis zur 5.Schuljahr Hilfe bei den Hausaufgaben. Da ging auch viel Zeit weg. Außerdem hatte ich eine Mutter, die damals schon etwas mehr Unterstützung brauchte. Klar legte ich Logo vom Kleinen und das Legasthenietraining auf einen Tag und ähnlicher Uhrzeit zusammen.


Später kamen beim Kleinen 3x die Woche Therapien außerhalb der Schule dazu. Meine Arbeitszeit hatte ich dann inzwischen auf 24 bis 26 Stunden erhöht. Das hieß jeden Tag zur Arbeit fahren. Mein Mann war Schichtgänger. Ich musste ja spätestens um 14:30 Uhr zu Hause sein. Vorneweg fing ich meistens auch früher an, damit ich auch ein paar Überstunden für den Notfall hatte. Und meine Mutter bespaßen mit Abendbrot kam auch noch dazu, lebte allerdings zu diesem Zeitpunkt im Pflegeheim.


Organisatorisch musste ich auch genau planen. Essen auf Vorrat kochen und auch Einfrieren bzw. TK-Gerichte genügende im Gefrierschrank haben. Zettel aufschreiben, was mein Mann noch zu erledigen hatte. Am Wochenende erledigte ich den ganzen Papierkram mit den Behörden, FED. Ach ja meinen Urlaub so legen, dass Ben in die Ferienbetreuung ging.

Bis 2015 hatte Ben auch drei Therapien pro Woche. Aber dieses ganze Pensum ging auch bei uns an die Substanz. Freitags war letzter Therapie-Termin in der Woche und anschließend Besuch im Pflegeheim. Ben hatte trotz zwischendurch Therapiepause dann bald auch keine Lust mehr zur Ergotherapie. Die lies ich mit Rücksprache der Therapeuten auslaufen. Ende 2016 ließen wir auch die Autismustherapie auslaufen, die kann jeder Zeit über die Eingliederungshilfe wieder beantragt werden. Es wurde zuviel. Und ganz ehrlich, Zeit für mich und den Rest der Familie, das war purer Luxus.

Seit fast zwei Jahren hat Ben Nachmittagsuntericht, erst einmal, jetzt zweimal.
Wir haben die Therapien bis auf Logo aufgegeben. Ein regelmäßiges Hobby für längere Zeit ist schwierig. Wir waren über zwei Jahre im Sportverein. Das mussten wir canceln, da Ben erst um 16:30 Uhr zu Hause ist und es sich nicht lohnt zum Sport zu fahren. Dann hätten wir auch nur noch eine halbe Stunde.
Jetzt trommelt er zumindestens bis zu den Sommerferien. Und Logo musste bis jetzt auch immer neu verteilt werden. Nach dem Nachmittagsunterricht ist Kind nicht mehr zu gebrauchen. Freitags fahren wir immer zu meiner Mutter, ist auch ein schlechter Tag. Und mein Wochenende ist mir sehr heilig. Das ist die einzigste Zeit wo man etwas mehr Zeit hat.

Wir haben jetzt etwas mehr Zeit, nicht mehr alles so zeitlich gedrängt. Ich gehe auch wieder zum Sport. Das durfte ich früher nicht drüber nachdenken, keine Zeit für so etwas. Und temporäre Termine wie SPZ, Facharztbesuche, Pflegeberatung kann ich so legen, dass ich mich nicht immer abhetzen muss. Früher hatte ich teilweise durch diese Geschichten bis zu 5 Termine in der Woche. Das fand ich immer ziemlich vollgestopft.
Klar solange Ben bei uns noch zu Hause wohnt, wird Zeit weiterhin Luxus bleiben.

Aber wegen den ganzen Therapien die Arbeit einstellen, war nie und nimmer eine Option. Ich sitze eh in der Pflegefalle, würde mit 67 Jahre etwas mehr als die Mindestversorgung bekommen und der Rest wird ggf. mit der gesetzlichen Rente aufgstockt dank Beiträge der Pflegekasse. Zum Verständnis, ich bin Beamtin.

LG Andrea
Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD), Legasthenie mit kormobide AVWS
/Ben 01/04 KISS(KIDD)2 Jahre blockadefrei , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, expressive Sprachstörung , Hyperakusis
"WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT" (von Peter Thorwarth)

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 22.02.2019, 15:48

Hallo!

Ich arbeite schon eine ganze Weile nicht mehr, ich wüsste auch nicht wie.
Eine Jahr lang musste ich mein Kind zur Schule fahren und mittags wieder abholen, 140 km am Tag, zusätzlich die Therapien. Die Logo war 45 km in die andere Richtung, einfache Strecke.
Da wir sehr ländlich wohnen, habe ich auch noch einen gewissen Weg gehabt bis zur Arbeitsstelle.
Auch wenn ich immer gerne in meinem Beruf gearbeitet habe, war es mir das, trotz Studium, nicht wert.
Wir haben ein großes Haus und Grundstück und ich mache gerne alles selbst. Ich möchte weder Putzfrau, noch Gärtner - das macht es nicht einfacher. Halbtags ist in meinem Job zwar möglich, aber schwierig. Man kommt nie pünktlich raus.
Dazu lassen sich Haushalt und Gartenarbeit prima mit Kind verbinden. Gerade im Garten haben wir immer riesen Spaß.

Für mich war es arbeitend auf beiden Seiten nichts halbes und nichts ganzes. Ich konnte meinen Job nicht machen, wie ich wollte und konnte mich nicht ums Kind kümmern, wie ich wollte.
Finanziell müssen wir uns nicht einschränken, da mein Mann sehr gut verdient. Da fiel die Entscheidung natürlich nicht schwer.
Ich bin wirklich froh, dass wir uns so entschieden haben. Viel weniger Stress, ich bin entspannter und das kommt uns allen zugute.
An so manch schönem Tag, macht mein Mann auch frei und wir unternehmen spontan etwas. Diese Freiheit ist unersetzlich...

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

MelSch
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Beitragvon MelSch » 22.02.2019, 16:38

Hallo!

Ich arbeite 3 Vormittage. Das geht aber auch nur, weil Oma am Morgen eine Std. überbrückt und Junior in den KiGa bringt.
Wenn es ganz blöd läuft (und das tut es immer wieder mal..) tausche ich einen Tag oder nehme Überstunden.

Mir reichen die 3 Tage absolut! Unsere Therapien finden alle am Nachmittag statt und ich hab noch ein Schulkind.
Meine Chefin liegt mir alle paar Wochen in den Ohren, ich solle doch 4 oder 5 Tage arbeiten. Geht nicht, schaff ich nicht!

Liebe Grüße,
MelSch

Anne-muc
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Beitragvon Anne-muc » 22.02.2019, 19:40

Hallo,

hmm deine Voraussetzungen klingen nicht sehr gut. Gäbe es die Möglichkeit, etwas anderes zu finden? Insbesondere Verständnis vom Vorgesetzten und den Kollegen ist für mich der Schlüssel.

Bei mir ist es so, dass ich 16h an zwei Tagen arbeite und mein Mann für drei Jahre Elternzeit für unseren Jüngsten genommen hat und drei Tage in der Woche (Teilzeit in Elternzeit) arbeitet. Insgesamt geht also einer arbeiten, aber jeder von uns Erwachsenen hat vormittags etwas Zeit für sich/Bürokram/Haushalt etc. Langfristig werden wir auch überschneidend arbeiten, also halbe Tage zusätzlich. Ich werde langfristig mindestens an drei Tagen arbeiten. Zwei sind einfach zu wenig für alles spannende. Das machen wir derzeit schon je nach Auftragslage/Terminen, dafür können wir dann zu wichtigen Arzt- oder Besprechungsterminen gemeinsam gehen.

Gleitzeit finde ich also auch toll, bringt aber nichts, wenn die Kollegen nicht nett sind und Chef kein Verständnis hat.

Für mich ist die Arbeit dank verständnisvollem Umfeld wie Erholung von zuhause. Ich bin nach meinen Arbeitstagen wieder viel dankbarer und motivierter zuhause.

Ich drück die Daumen dass du eine gute Lösung findest. Als ich vor einem Jahr anfing, sah übrigens alles noch viel düsterer aus, aber seitdem gab es ein paar Änderungen im Mitarbeiterbestand...
Viele Grüße Anne
Anne mit Tochter (*09/2013, Vorzeitige Plazentalösung, dadurch Asphyxie, ICP, Epilepsie)

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Beitragvon sabine und Wolfgang » 22.02.2019, 21:06

Hallo

gäbe es in deiner Firma die Möglichkeit, dass du erst mal auf 450 € anfängst und später dann in die Teilzeit umschwänkst ?

Bei mir ist es so, dass ich von Anfang an nur auf 450 € gegangen bin. Ich habe 2 Kinder und damals war auch der grosse noch ein Kindergartenkind, und kam um 13 UHR heim. Mit dem kleinen war ich auch von Anfang an nur unterwegs. Er brauchte auch viele Therapien, die ich dann vormittags legen konnte so gut es eben ging.
Die anderen mussten nachmittags laufen. Wir wohnen auch ländlich und die Therapeuten waren natürlich alle in der Stadt.

Noch heute gehe ich nur auf 450 €. Das sind 3 Vormittage, und die beiden kommen mittags heim.
Ausser Reittherapie und Osteopathie habe ich nachmittags keine Termine.
Physio und Ergo bekommt er in der Schule, und 14 tägig noch zusätzlich Physio ausserhalb, das klappt aber gut, da ich ihn da direkt von der Schule abhole und gleich weiterfahren kann.

Grund ist aber auch, dass mir mit Teilzeit nicht mehr über bleiben würde als wenn ich gleich nur auf 450 € gehe. Ich könnte gut 4 vormittage gehen, aber unterm Strich bliebe nicht viel mehr über.
So kann ich den Tag nutzen für Erledigungen oder eben mal für Termine für mich selbst, wo ich dan nicht nachmittags mit Kindern machen muss.

LG
Jonas mit Phelan Mcdermid Syndrom geb. 03/06
stark hypoton, kein krabbeln, laufen ,keine Sprache.... kann seit 02.04. 2011 frei sitzen

WARTE NICHT AUF GROSSE WUNDER -
SONST VERPASST DU VIELE KLEINE


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