Fehlverhalten Konsequenzen in der Schule

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Anjali
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Beitragvon Anjali » 26.02.2019, 07:55

Ich war auch nicht von einer intellektuellen Überforderung ausgegangen, du doch wahrscheinlich auch nicht?
Dein Sohn hat doch einen Pflegegrad und einen Schulbegleiter, beides wird er ja nicht umsonst zugewilligt bekommen haben.
Viele Grüße
Anja

Mutter mit Sohn (17 Jahre / Asperger-Autist)

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Familiekühl
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Beitragvon Familiekühl » 26.02.2019, 09:27

Guten Morgen,

nein intellektuell nicht. Ich dachte es ist ihm zu viel. Aber die Lehrer sagten, wie soll es ihm zu viel.sein wenn er nichts tun muss um dir Noten zu bekommen.

Ja, stimmt mein Bub hat einen SB die dame vom Jugendamt sagt, so wie es aussieht zukünftig sogar an allen Tagen. (zur Zeit nur an drei Tagen). Einen PG haben wir auch und ganz frisch einen SBA mit 80 und die merkzeichen GBH. Das erschlägt mich auch irgendwie alles. Es ist ganz schön viel auf einmal.

Meine Idee ist es, dass der Therapeut mal in der Klasse hospitiert. Manche Ergotherapie bieten so etwas auch teilweise an. Vielleicht bekommen wir da einen Einblick.


Vielen Dank!

Michaela44
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Beitragvon Michaela44 » 26.02.2019, 10:26

Familiekühl hat geschrieben:Guten Morgen,

nein intellektuell nicht. Ich dachte es ist ihm zu viel. Aber die Lehrer sagten, wie soll es ihm zu viel.sein wenn er nichts tun muss um dir Noten zu bekommen.


Auch wenn dein Sohn (noch) keine Autismusdiagnose hat, einem Autisten wäre zum Beispiel in einer Regelschulklasse folgendes zuviel (und Kinder mit ADHS, ADS, Hochsensibilität usw haben ähnliche Probleme):

- zu viele Geräusche (Papierrascheln, Stühleruckeln, Reißverschluss der Federtasche, Husten,..... was halt alles an Geräuschen anfällt bei einer Gruppe von Menschen), Autisten hören viel mehr als NTs und haben eine schlechte Reizfilterschwäche, d. h. sie hören immer alles, Hintergrundgeräusche genauso laut wie die Worte des Lehrers
- zu viele Menschen, die sich unvorhersehbar bewegen, unruhig sind, eben nicht wie Bücher sortiert im Regal stehen :wink:
- soziale Überforderung,
-ständige Veränderungen (Lehrerwechsel, Raumwechsel, Wechsel im Unterrichtsablauf - vieles, dass NTs als strukturiert erscheint, ist für Autisten immer noch chaotisch, unvorhersehbar und unstrukturiert. Ich habe noch keinen Lehrer erlebt, der meinem Verständnis nach strukturiert unterrichtet)
- "unlogische" Dinge, vieles im Schulalltag widerspricht sich, ist unlogisch oder ungerecht - von den Aufgaben bis zu den Menschen

Dies alles sind Probleme, die oft nicht verstanden werden, da die meisten Menschen sie schlichtweg aus eigener Erfahrung nicht kennen.

Ich kenne einen Jungen, der hat weder Autismus noch ADHS usw. sondern aufgrund eines frühkindlichen Traumas (Verbrühungen) ähnliche Probleme.

Du hast Glück mit dem JA, es ist selten, dass man um eine SB nicht kämpfen muss, und anscheinend niemand den Fehler bei dir sucht.
Asperger Autistin
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Familiekühl
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Beitragvon Familiekühl » 26.02.2019, 20:32

Hallo

Euer Feedback hat mir neue Nahrung zum Nachdenken gegeben. Ich hab ganz neue Ansätze.

Zu viel kann ihm sicherlich sein, dass die Kinder für jedes Fach den Klassenraum wechseln müssen. B. Muss immer seinen schulranzen dabei haben, auch in den Pausen.

Allerdings fand die Kjp das gut für den bewegungsdrang.


B. hat als Unterstützung die Möglichkeit bekommen, dass er Kaugummi kauen darf. Er muss vorher allerdings vor unterrichtsbeginn den Lehrer fragen. Dieser kann auch nein sagen. Das ist heute passiert. Es gab keine Begründung warum nicht. Einfach nur nein. Natürlich kann etwas dagegen sprechen in einer Stunde ein Kaugummi zu kauen. Aber wenn gesagt wird, dass es die Möglichkeit gibt, Wenn es ihm hilft, dass er Kaugummi kauen darf und es dann verboten wird, macht es für mich keinen Sinn. Dann sollte man das gleich wieder streichen. B. verlässt sich drauf. Der SB konnte das dann anders händeln. Sinnig ist das aber nicht. B. fragt ja nicht aus Lust und Laune heraus.

Aber, weil ja gerade noch nicht genug passiert, haben wir Post bekommen. Die Schule hat eine Einladung zur Teilkonferenz nach Paragraf 53 verschickt. Begründung unerlaubtes Fernbleiben vom Unterricht und das was auf dem Schulweg passiert ist. Ich habe keinen blassen Schimmer. :oops: Mein Bub ist für seine vergehen "bestraft" worden. Nachholen der versäumten stunden, Ausschluss vom Unterricht fast 2 Tage und das verbot an einer schulveranstaltung teilzunehmen. Bis jetzt bin ich davon ausgegangen, dass man etwas falsch gemacht hat eine Konsequenz erhält und dann auch gut ist. Wir haben noch nie etwas von einer Teilkonferenz gehört.

Mir wächst das alles über den Kopf. Falls einer Informationen hat wie so eine Teilkonferenz abläuft usw. Freue ich mich über Nachrichten.

VG
Barbara

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Beitragvon Bika » 26.02.2019, 20:57

Hallo Barbara,

Ohje,
Einladung zur Teilkonferenz klingt nicht gut, da müsst ihr euch gut vorbereiten

http://www.bildungsmanagement.net/pdf/F ... snahme.pdf

ein gaaaaaaanz festes Daumendrücken
von unbekannter Seite schicke ich zu euch!!!!

LG

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Beitragvon Michaela44 » 26.02.2019, 20:57

Paragraph 53 von welchem Gesetz?
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Bika
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Beitragvon Bika » 26.02.2019, 21:01

Schulgesetz NRW

https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_det ... _id=410074

kommt mir so maßlos überzogen vor

Bika
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Beitragvon Bika » 26.02.2019, 21:07

Barbara, vielleicht setzt du den Sachverhalt nochmal kurz in die Rubrik
Rechtliches,
vielleicht kann dir dort jemand hilfreichen Rat geben!

Manno, ich fühl echt mit dir,
hoffe das geht gut aus!

Chantal-Marie
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Beitragvon Chantal-Marie » 26.02.2019, 21:21

Nimm einen Anwalt mit..............was da abgeht könnt ihr allein kaum stemmen.

Viel Erfolg!
Liebe Grüße von Chantal-Marie und Mama

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JennyK
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Beitragvon JennyK » 26.02.2019, 21:46

Es scheint mir, die Schule möchte ihn los werden....
Sohn 1 (06), ADS und Asperger Autismus; PG 3; SBA 50 mit B, G, H
Sohn 2 (13), Asperger Autismus, leicht ausgeprägt


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