Fehlverhalten Konsequenzen in der Schule

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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GretchenM
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Beitragvon GretchenM » 21.02.2019, 09:39

Hallo,

Nachdem ich erlebt habe, dass ein Unterrichtsverweigerer (hat dagesessen und konsequent über Monate nicbts geschrieben, nicht gesprochen usw) für eine Woche ausgeschlossen wurde, weil er in Gegenwart eines Lehrers nicht die Hände aus den Taschen genommen hat, glaube ich alles....

Ich würde als Mutter darauf hinweisen, dass Suspendierungen oft als Freizeit empfunden werden, egal wie viele Aufgaben mitgegeben werden.

Gute Nerven wünsche ich!

Lg

GretchenM

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Anjali
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Beitragvon Anjali » 21.02.2019, 10:04

Hallo Barbara,

habe auch ein paar Gedanken deinem Bericht niedergeschrieben, nur leider versehentlich nicht hier, sondern in deinem Vorstellungsthread.

LG
Anja
Viele Grüße
Anja

Mutter mit Sohn (17 Jahre / Asperger-Autist)

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Sandra1978
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Beitragvon Sandra1978 » 21.02.2019, 10:16

Hallo,

seid wann ist Schulfrei eine Strafe? :D

Klar Strafe muss sein und sollte weh tun.

Bei Punkt 1 hätte es 3 Stunden nachsitzen gegeben wo sie den Stoff hätten nachholen können. Und bei Punkt 2 wäre der Bub eine Stunde länger geblieben und hätte einen Aufsatz über Schneebälle geschrieben.

Gruß Sandra
Mama Sandra (Asperger Autist)
Papa Jochen (Lernebehindert)
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Familiekühl
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Beitragvon Familiekühl » 21.02.2019, 11:00

Hallo

Bin auf der Arbeit und kann daher nicht ausführlich antworten. Ich danke euch für die zahlreichen Antworten.

Mein Bub hat keine Vorgeschichte. Er verweigert hier und da die Arbeit, mischt sich in alles ein und will Konflikte und Probleme sofort lösen. Er ist nicht gewalttätig. Musste schon mal die schulordnung abschreiben und eben die drei Situationen die ich geschildert habe.

Zum Schulweg und der Konsequenz wegen Fehlverhalten. Die Schule ist der Meinung, dass der Schulweg zur Schulzeit dazu gehört. Abgesehen davon gibt mein bub das dann zu. Wenn also einer der Lehrerin petzt ich habe B. Gestern auf dem nachhauseweg dabei erwischt und besagte Lehrerin bei b. Fragt. Du bist beobachtet worden bei .... Dann sagt B. ja und ich war nicht in der Schule das geht sie dann ja nix an. Vielleicht war die blöde Reaktion der Punkt weswegen die Suspendierung erfolgte.

Wir akzeptieren die strafen auch so. Die Nachfrage hat nur ergeben, die Schulleitung sieht das so wie ich ich von daher ist das so.

Wir haben jetzt beim Jugendamt mehr Stunden für die schulbegleitung beantragt. Vielleicht hilft das ja.

VG

mariannna
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Beitragvon mariannna » 21.02.2019, 19:55

Hallo,

ob ein Kind seine Suspendierung als Strafe empfindet oder nicht , das liegt ja in der Hand der Eltern.

Klar, wenn ich mein Kind am Tag der Suspendierung ausschlafen lasse und es danach vor dem Fernseher/Pc/Tablet... parke, klar, dann ist die Suspendierung keine Strafe!

Würde sich mein Kind dermaßen daneben benehmen, dass es suspendiert wird (und da muss schon was schlimmes vorgefallen sein), dann würde ich seinen Tag so gestalten, dass er es sehr wohl als Strafe empfindet. Und ich würde ihn auch bringen, darüber nachzudenken, was er gemacht hat und evt einen Aufsatz darüber schreiben lassen.

Die Lehrer können nicht die ganze Erziehungsarbeit übernehmen.
MfG,Marianna

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Beitragvon RikemitSohn » 21.02.2019, 20:15

Hallo Marianna,

was in zwei Fällen der Suspendierung vorgefallen ist wurde hier ja beschrieben. Und beide Fälle rechtfertigen keine Suspendierung. Im Fall mit dem Schneeball wäre die halbe Klasse meines Sohnes am nächsten Tag zu Hause geblieben. Das Thema war schon zu meiner Schulzeit ein sehr mühseliger Kampf für die Lehrer.
Ausserdem liegt das Empfinden einer Strafe nicht nur bei den Eltern. Mein Sohn wurde in der Grundschule zur Strafe in den Nebenraum zum Arbeiten geschickt und fand das wunderbar. Er hatte dort die nötige Ruhe. Ich fand die Massnahme durchaus vernünftig, da er so wieder runterfahren konnte, aber eine Strafe war es nicht.
Den Eltern zu unterstellen, dass sie nicht erziehen wollen, finde ich eine unangebrachte Unterstellung. Ich finde, dass sie sich sehr gut verhalten. Ich wäre schon längst in der Schule gewesen und hätte über Sinn und Unsinn diskutiert.

LG Rike
Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB

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Beitragvon Sandra1978 » 21.02.2019, 20:19

Hallo Marianne,

klar bin ich als Eltern für die Erziehung zuständig.

Aber im Vormittag liegt die Verantwortung bei den Lehrern und die sollten das auch selbst regeln und nicht an die Eltern abgeben.

Gruß Sandra
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Beitragvon mariannna » 21.02.2019, 20:38

Hi,

über die Berechtigung der Suspendierung maße ich mir kein Urteil an, da ich in den Situationen nicht dabei war.
Ich habe lediglich gesagt, dass es in der Hand der Eltern bzw Erziehungsberechtigten liegt, ob der Tag als Strafe empfunden wird oder nicht.


P.S. Wegen einem einmaligen Schneeballwurf würde bei uns niemand suspendiert werden.... Da muss schon mehr vorgefallen sein. Es kommt ja darauf an, wie jmd reagiert, wenn man ihn auf ein Fehlverhalten hinweist. Macht er einfach weiter damit? Wird er vll frech, ausfallend, beleidigend...?
Über die richtige Konsequenz kann und muss dann letztlich derjenige entscheiden, der zu dem Zeitpunkt die Aufsicht über das Kind hat (Eltern, Großeltern, Lehrer, Trainer, Nanny...).

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Beitragvon Familiekühl » 21.02.2019, 21:04

Hallo Marianne,

Ich muss mich auch auf die Infos verlassen, die ich von der Schule bekomme. Schließlich war ich auch nicht dabei. Wenn selbst die klassenlehrer sagen, wir hätten wegen dem schneeballwurf keine Suspendierung ausgesprochen.....

Es ging mir doch gar nicht um Sinn oder Unsinn zu entscheiden.

Die Schwierigkeiten meines Sohnes, waren sind und werden nie eine Entschuldigung oder gar Ausrede sein. Er muss gewisse Dinge einfach lernen.

Diese Dinge wird er einfach nicht lernen, Wenn er dann irgendwelche Annehmlichkeiten zu Hause erfährt ist die Konsequenz dahin. Mein Sohn bekommt die Konsequenz in der Schule mitgeteilt, geht aus dem Büro raus und jubelt. In dieser Situation kann ich nichts an seiner Freude ändern. Die Ernüchterung folgt dann recht schnell.

Da es aber eigentlich ein ganz normaler Schultag ist, gelten die gleichen Regeln. Er darf nicht länger wachbleiben und ausschlafen geht einfach auch nicht, da wir arbeiten müssen. Da wir nicht an die Schule gebunden sind wird sogar früher aufgestanden.

Geparkt vor TV& Co haben wir ihn noch nie. Unser Interesse ist einfach ein anderes. Das hat auch unser Bub übernommen. Dennoch freut er sich über einen schulfreien Tag. Obwohl er schularbeiten machen muss und auch über sein Fehlverhalten wird gesprochen. Alle einzelheiten mag ich hier auch nicht aufzählen. Den Tag noch monotoner gestallten, kann ich nicht. Eine Steigerung wäre ihn bei Wasser und trocken Brot in den Keller zu sperren. ;-)

Ich kann allerdings versichern, dass wir die Erziehung nicht an die Schule abtreten. Immerhin ist das unser Sohn und nicht der Sohn von der Schule. Nur irgendwie habe ich eine andere Auffassung von Konsequenzen. Ich werfe mit schnellen, darf zu Hause bleiben,

Ich schwänzte den Unterricht, ich muss zu Hause bleiben

Ich mache jenes muss daheim bleiben und ich mache dieses und muss zu Hause bleiben.

Da wird es sich doch irgendwie einfach gemacht. Mein Bub weiss was sich gehört, er kann auch wunderbar andere Kinder über alle Regeln informieren. Aber in manchen Situationen verhällt er sich originell. Das will ich unterbinden, verhindern. Ich möchte wirklich, für ihn, dass dieser Impuls verlangsamt wird oder gar aufhört.

Wir haben mit dem Arzt gesprochen. Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit ein anderes Medikament auszuprobieren um die Steuerung zu verbessern.

Antwort vom Arzt ohne eine gesicherte Diagnose können Sie doch keine Medikamente verabreichen.

Ich weiss nicht weiter und bin einfach auf der Suche nach Ideen. Den Arzt wechseln ist schwierig da die Wartezeiten so wahnsinnig lang sind.

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GretchenM
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Beitragvon GretchenM » 21.02.2019, 21:38

Ich finde es auch seltsam, das gleich jemand davon ausgeht, dass die Eltern etwas falsch machen, wenn sich ein Kind freut, nicht zur Schule zu müssen...

Ich kann nur sagen, das für mich Ärger durch die Eltern, ein Langweilen, oder im Haushalt helfen , ein viele Aufgaben zuhause machen, und früh aufstehen und schlafen bei mir jahrelang nichts an der Tatsache geändert hätten dass ich wahnsinnig froh gewesen wäre, einen Tag nicht zur Schule zu müssen. Nicht aus Faulheit, sondern weil ich nichts mehr gehasst habe.

Davon ab: Suspendierungen kommen je nach Schule nicht erst vor, wenn etwas „Heftiges“ passiert. Da reicht je nachdem schon eine unhöfliche Körperhaltung aus....


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