Pflegegrad

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Sandylein
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Pflegegrad

Beitragvon Sandylein » 20.02.2019, 10:22

Hallo zusammen,

Seit einem Jahr Kämpfe ich um den Pflegegrad meiner Tochter. Sie bekam im letzten Jahr nur Pflegegrad 1. Nun habe ich Erhöhung beantragt. Und es kam die gleiche Gutachterin wie im letzten Jahr.
Die blieb bei 1. Dann Widerspruch eingelegt. Nun hatte ich eine ganz andere neue hier. Die war super lieb. Verstand mich auch so hatte ich es zu mindestens aufgefasst.
Nun hab ich gerade mit MDK telefoniert, die sagten mir es läge nun beim Ärztlichen Dienst da Reha gemacht werden soll bzw vorgeschlagen wurde. Was heisst das denn jetzt?? Ich hatte der Gutachterin gesagt das ich es mir überlege und wenn damn nur mit der Familie. Ich verstehe es echt nicht mehr.
Lg

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Ninna
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Beitragvon Ninna » 20.02.2019, 11:22

Hallo,

wenn der Gutachter eine Reha empfiehlt , ist das nur positiv für euch. Die Krankenkasse wird dann nämlich zum Handeln gezwungen und ggf. mit einer Geldsumme bestraft, wenn sie nicht innerhalb einer bestimmten Zeit reagiert.

Aber selbstverständlich seid ihr nicht gezwungen eine Reha anzutreten bzw. zu beantragen. Vielleicht empfiehlt die Gutachterin ja sogar eine Familienreha.

Ist ein übliches Verfahren, aber unabhängig von der Pflegegradentscheidung der Pflegekasse.

Viel Erfolg

Ninna

Sandylein
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Beitragvon Sandylein » 20.02.2019, 11:26

Heisst es denn das Pflegegrad nun erhöht würde??

kati543
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Beitragvon kati543 » 20.02.2019, 11:33

Hallo,
ich bin überrascht dass der MdK dir diese Auskunft gegeben hat, denn damit hat er seine Kompetenz weit überschritten. Der MdK begutachtet nur. Die Feststellung obliegt allein der Pflegekasse. Falls du also eine Auskunft willst, ruf die Pflegekasse an. Bezüglich des Pflegegrades bedeutet das gar nichts.

Der andere Punkt...
Wenn die Gutachterin bei der Begutachtung der Meinung ist, die Situation könne sich durch eine Reha verbessern, dann schreibt sie das ins Gutachten. Deine persönliche Befindlichkeiten interessieren da leider nicht. Das ist eine Rehamassnahme für das Kind. Warum muss da die gesamte Familie mit? Diese Variante gibt es nur bei sehr wenigen, sehr schwerwiegenden Erkrankungen (ich kenne es von schweren Krebserkrankungen). Es gibt natürlich die Option, dass die gesamte Familie an den Rehaort mitfährt. Während du beispielsweise die Begleitperson bist kann der Papa vor Ort mit anderen Geschwisterkindern in eine Ferienwohnung. Ansonsten würde die Reha ja vielleicht auch wohnortnah gehen. So könnt ihr Erwachsenen regelmäßig wechseln. Letzteres habe ich damals gemacht mit meinen Jungs.

LG
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Sandylein
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Beitragvon Sandylein » 20.02.2019, 11:46

Es soll als Familie da es schwere psychische Erkrankungen sind

kati543
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Beitragvon kati543 » 20.02.2019, 12:33

Hallo,
:shock: wieso bekommt ihr bei schweren psychischen Erkrankungen nur PG1? Geht sowas überhaupt? Ihr müsst doch volle Punktzahl im Modul 2 oder 3 haben, wenigstens ein paar Punkte im Modul 4 und im letzten Modul gibt es doch dann garantiert auch starke Einschränkungen. Das sollte doch schon eher in die 3 rutschen.
...oder ist dein Kind noch sehr jung, sodass nicht alle Module und Unterpunkte zählen?
LG
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Sandylein
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Beitragvon Sandylein » 20.02.2019, 13:11

Sie ist 12 wird 13. Ich Kämpfe beteits seit letztes Jahr Februar.

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Beitragvon Beate139 » 20.02.2019, 19:24

Hallo Sandylein,

ich drücke euch ganz fest die Daumen, das es mit der Höherstufung klappt

Hallo Kati,

sowas geht. Du brauchst nur einen *** von Begutachter haben, der dann alles, was dein Kind hat, klein redet und viele angesprochene Dinge nichtmal in die Bewertung hinein nimmt.
Kenne ich bei meinem Sohn im Februar letzten Jahres. Er hat zu seinen körperlichen und geistigen Behinderungen auch Depressionen und Angstattacken. Und im Gutachten stand dann : die Module 2 und 3 können nicht bewertet werden, da die vorgelegten Berichte lediglich die persönlichen Meinungen der Ärzte widerspiegeln... Die Berichte waren vom SPZ und der Kinder- und Jugenpsychiatrie in Schleswig. Da fragt man sich dann doch : Wenn Spezialkliniken und SPZ Berichte nicht zählen, was will der MDK denn dann haben :roll:

Jörg75
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Beitragvon Jörg75 » 20.02.2019, 19:45

Moin,

Beate139 hat geschrieben:Und im Gutachten stand dann : die Module 2 und 3 können nicht bewertet werden, da die vorgelegten Berichte lediglich die persönlichen Meinungen der Ärzte widerspiegeln... Die Berichte waren vom SPZ und der Kinder- und Jugenpsychiatrie in Schleswig.


Widerspruch einlegen und klagen. So ein Unfug geht vor Gericht nicht durch.

Gruß
Jörg
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J., *2016, aktuell keine Besonderheiten

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kati543
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Beitragvon kati543 » 20.02.2019, 20:51

Hallo Sandy,
ist mir unverständlich. Ich habe zwar zwei Jungs, aber die sind auch in dem Alter - 11 und fast 13. Gerade mein Ältester, der eben „nur“ die Autismusdiagnose hat, schwebt bei dem PG immer zwischen 2 und 3.
Ich mache die Begutachtungen nun schon seit dem 2. Geburtstag alle 1,5 Jahre für beide Jungs mit und hatte echt noch nie einen derart schlechten Gutachter. Meine Gutachter waren alle realistisch. Ich hoffe die diesjährige Begutachtung wird wieder ok. Mich stört eigentlich eher die Häufigkeit der Begutachtungen.
LG
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