Kirsten2 heute bei @sterntv- Selbständigkeit durch Inklusion

Kontakte zu anderen Eltern mit besonderen Kindern gewünscht? Kein Problem - Kontaktgesuche könnt ihr hier unter Angabe eurer E-Mail-Adresse einstellen.
Wer möchte, kann auch auf Krabbel- und Spielgruppen für besondere Kinder aufmerksam machen und wichtige Termine (z. B. von Selbsthilfegruppen, Fernsehsendungen über besondere Kinder etc.) angeben.

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elke.theaterfisch
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Re: Kirsten2 heute bei @sterntv- Selbständigkeit durch Inklusion

Beitragvon elke.theaterfisch » 24.09.2019, 17:01

Liebe Monika,
danke für die Twitter-Nachhilfe! Ich hatte es gar nicht probiert. Es geht tatsächlich.
Viele Grüße Elke
Elke + Mann mit Sohn früh geboren im Mai 2009, 29. Woche, 1200 g. Motorisch entwicklungsverzögert. Muskulär hypoton, schwache Bänder, Knick-Senk-Füße. Erste Schritte mit dreieinhalb Jahren. Trug jahrelang Unterschenkel-Orthesen und Ringorthesen. Seit zwei Jahren ohne Orthesen.

elke.theaterfisch
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Re: Kirsten2 heute bei @sterntv- Selbständigkeit durch Inklusion

Beitragvon elke.theaterfisch » 24.09.2019, 17:10

Danke, Engrid, für den eingestellten Artikel!
Elke + Mann mit Sohn früh geboren im Mai 2009, 29. Woche, 1200 g. Motorisch entwicklungsverzögert. Muskulär hypoton, schwache Bänder, Knick-Senk-Füße. Erste Schritte mit dreieinhalb Jahren. Trug jahrelang Unterschenkel-Orthesen und Ringorthesen. Seit zwei Jahren ohne Orthesen.

mariannna
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Re: Kirsten2 heute bei @sterntv- Selbständigkeit durch Inklusion

Beitragvon mariannna » 24.09.2019, 21:05

"Hans Jakobs Lohn wird zu 60 Prozent von der Agentur für Arbeit bezahlt, zu zehn Prozent vom Integrationsfachdienst und die restlichen 30 Prozent bezahlt Friseurmeister Francesco Scavo. Der Vertrag ist auf drei Jahre befristet. Danach werde die Leistung von ihrem Sohn evaluiert."

Mal sehen, was bei der Evaluation rauskommt....2 Jahre ist er ja schon bei dem Friseur beschäftigt........
Hans scheint für den Friseur mehr ein vom Amt bezahltes Marketing-Instrument (seht her wie sozial wie sind...) als ein richtiger Mitarbeiter zu sein, sonst würde der Friseur mehr als 30% seines Gehalts selber zahlen.
(Stichwort : "Hans leistet genausoviel wie jeder andere ungelernte Mitarbeiter hier")

Immerhin kann die Scavo-Filiale in Ulm jetzt mit kostenlosen Handmassagen werben. :wink: :lol:
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Nachdenkliche Grüße
Marianna

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Re: Kirsten2 heute bei @sterntv- Selbständigkeit durch Inklusion

Beitragvon Sigrid Zas » 24.09.2019, 21:53

Hi

Ich finde es gut das über solche Arbeitgeber berichtet wird . Dann macht das vielleicht Schule und für meine Tochter wird es vielleicht leichter eine Arbeit zu finden.

LG Sigrid
Sigrid mit Tochter L *2005 geistig behindert, nach umfangreicher Diagnostik immer noch ohne Diagnose

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Re: Kirsten2 heute bei @sterntv- Selbständigkeit durch Inklusion

Beitragvon * anja * » 25.09.2019, 07:13

"Hans Jakobs Lohn wird zu 60 Prozent von der Agentur für Arbeit bezahlt, zu zehn Prozent vom Integrationsfachdienst und die restlichen 30 Prozent bezahlt Friseurmeister Francesco Scavo. Der Vertrag ist auf drei Jahre befristet. Danach werde die Leistung von ihrem Sohn evaluiert."

Mal sehen, was bei der Evaluation rauskommt....2 Jahre ist er ja schon bei dem Friseur beschäftigt........
Hans scheint für den Friseur mehr ein vom Amt bezahltes Marketing-Instrument (seht her wie sozial wie sind...) als ein richtiger Mitarbeiter zu sein, sonst würde der Friseur mehr als 30% seines Gehalts selber zahlen.
(Stichwort : "Hans leistet genausoviel wie jeder andere ungelernte Mitarbeiter hier")

Immerhin kann die Scavo-Filiale in Ulm jetzt mit kostenlosen Handmassagen werben. :wink: :lol:
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Nachdenkliche Grüße
Marianna
Hallo Marianna,

du hast natürlich völlig recht, dass der Friseur ein berechnender Schmarotzer ist.
Nicht zu vergleichen mit den edlen Absichten vieler großen Firmen. Die großzügig Ihre Mini- Strafen bezahlen, damit alle Behinderten in den Werkstätten arbeiten können, weg von der Gesellschaft, wo sie eh nicht hingehören.

( Das war Ironie, falls Du es nicht bemerkt hast)
Viele Grüße

Anja

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* anja *
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Re: Kirsten2 heute bei @sterntv- Selbständigkeit durch Inklusion

Beitragvon * anja * » 25.09.2019, 07:16

Hi

Ich finde es gut das über solche Arbeitgeber berichtet wird . Dann macht das vielleicht Schule und für meine Tochter wird es vielleicht leichter eine Arbeit zu finden.

LG Sigrid
Ich finde es auch sehr gut, dass damit gezeigt wird, dass es funktionieren kann.

Und ein Bericht in der Handwerkerzeitung ist wohl eher keine Werbung, als Informationen für andere Handwerker.
Aber es wäre ja noch schöner, wenn noch mehr Firmen auf diese Mega Idee kämen, Unsummen an Personalkosten einzusparen.
Viele Grüße

Anja

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 25.09.2019, 07:44

Hallo,

ich finde es bemerkenswert, dass jemand in einem Forum für Eltern behinderter Kinder sich traut, solche Sachen rauszuhauen.
Hans scheint für den Friseur mehr ein vom Amt bezahltes Marketing-Instrument (seht her wie sozial wie sind...) als ein richtiger Mitarbeiter zu sein, sonst würde der Friseur mehr als 30% seines Gehalts selber zahlen.
Die produktive Arbeitsleistung von jemand mit Behinderung ist behinderungsbedingt manchmal niedriger als die vergleichbare Arbeitsleistung eines Nichtbehinderten. Würde ein Arbeitgeber keinen Zuschuss vom Amt bekommen, könnte er sich nicht leisten, einen (in dem Fall geistig) behinderten Arbeitnehmer zu beschäftigen. Die 30 % sind seriös berechnet worden. So ist das für Hans Jakob UND für seinen Arbeitgeber in Ordnung.

Findest Du, Mariannna, diese Art des Ausgleiches generell bei Behinderten unpassend, weil sie gefälligst auch mit weniger Augenlicht oder zb nur einer Hand auf dem Ersten Arbeitsmarkt exakt gleiche Leistung zu bringen haben wie Nichtbehinderte? Oder möchtest Du vielmehr nur den geistig Behinderten damit den Zugang zum Ersten Arbeitsmarkt komplett absprechen?

Grüße
Engrid
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monika61
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Re:

Beitragvon monika61 » 25.09.2019, 09:04

Hallo,

ich finde es bemerkenswert, dass jemand in einem Forum für Eltern behinderter Kinder sich traut, solche Sachen rauszuhauen.
Hans scheint für den Friseur mehr ein vom Amt bezahltes Marketing-Instrument (seht her wie sozial wie sind...) als ein richtiger Mitarbeiter zu sein, sonst würde der Friseur mehr als 30% seines Gehalts selber zahlen.

Hallo,

ist es nicht Normalität, das bei einem positiven Inklusionsbeitrag, Mariannna alles und jeden schlecht redet?

Schade das manche Menschen in ihrem Negativdenken so feststecken, statt auch mal die Möglichkeiten und Chancen zu sehen...



Ich finde es gut das die Handwerkerzeitung über Inklusion berichtet und so auch andere Betriebe darauf aufmerksam machen.
Wir brauchen viel mehr Menschen mit einer positiven Inklusionseinstellung.

Mein Lieblingsspruch dazu:
"Alle sagten immer, das geht nicht, dann kam jemand, der wusste das nicht und machte es einfach!"
(Verfasser leider unbekannt)


Inklusion schlecht zu reden und/oder ins Lächerliche zu ziehen hilft keinem.



Gruß
Monika

Lisa Maier
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Re: Kirsten2 heute bei @sterntv- Selbständigkeit durch Inklusion

Beitragvon Lisa Maier » 25.09.2019, 17:34

Hallo Marianna,
quote: Hans scheint für den Friseur mehr ein vom Amt bezahltes Marketing-Instrument (seht her wie sozial wie sind...) als ein richtiger Mitarbeiter zu sein, sonst würde der Friseur mehr als 30% seines Gehalts selber zahlen.quoteende.
Das ist, mit Verlaub, Blödsinn. Diese Gehaltszuschüsse dienen dazu, die Bereitschaft einer Firma zu erhöhen, sich überhaupt einmal auf einen behinderten Mitarbeiter einzulassen. Leider wird in dieser Gesellschaft beim Vorliegen einer Behinderung oft davon ausgegangen, daß keinerlei Leistungsfähigkeit vorliegt, auch wenn dieses sehr oft nicht stimmt. Auch mein Chef erhielt vor über 20 Jahren 80% meines Gehalts, befristet auf 3 Jahre. Ich arbeite immer noch dort und bekomme immer noch das meiner Qualifikation entsprechende Gehalt, allerdings schon lange nicht mehr vom Amt sondern vom Chef. Und warum hätte er auf das Geld verzichten sollen?

Viele Grüße

Lisa

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Re:

Beitragvon mariannna » 25.09.2019, 22:18

Hallo,
Hans scheint für den Friseur mehr ein vom Amt bezahltes Marketing-Instrument (seht her wie sozial wie sind...) als ein richtiger Mitarbeiter zu sein, sonst würde der Friseur mehr als 30% seines Gehalts selber zahlen.
Die produktive Arbeitsleistung von jemand mit Behinderung ist behinderungsbedingt manchmal niedriger als die vergleichbare Arbeitsleistung eines Nichtbehinderten. Würde ein Arbeitgeber keinen Zuschuss vom Amt bekommen, könnte er sich nicht leisten, einen (in dem Fall geistig) behinderten Arbeitnehmer zu beschäftigen. Die 30 % sind seriös berechnet worden. So ist das für Hans Jakob UND für seinen Arbeitgeber in Ordnung.

Findest Du, Mariannna, diese Art des Ausgleiches generell bei Behinderten unpassend, weil sie gefälligst auch mit weniger Augenlicht oder zb nur einer Hand auf dem Ersten Arbeitsmarkt exakt gleiche Leistung zu bringen haben wie Nichtbehinderte?
Grüße
Hallo Ingrid,

Ich finde es gut, dass in Deutschland Arbeitgeber, die jmd mit Behinderung einstellen, Zuschüsse erhalten und die anderen Arbeitgeber die Strafabgabe zahlen müssen!
Nur sollten der Teil, den der Arbeitgeber dem Behinderten zahlt und der Zuschuss in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Ansonsten werden Fehlanreize gesetzt.

Bei 70% "Lohnkostenzuschuss " kann man nicht mehr von einem "Zuschuss" sprechen. Das ist der Hauptanteil des Einkommens! Der Zuschuss ist in dem Fall die 30%, die Hr. Scavo bereit ist dazutun.
Und genau deswegen hat der IFD ja anfangs (wie ich finde zurecht) die Förderung abgelehnt. Die Zuschüsse sind dafür gedacht, einem Menschen mit Behinderung den EINSTIEG in den 1. Arbeitsmarkt zu erleichtern/zu ermöglichen - nicht als Dauergehalt. Es sollte daher die reelle Chance bestehen, dass der Behinderte nach einer ausgedehnten Anlernphase einen Großteil seines Gehalts selber erwirtschaften kann.

Und wenn Herr Scavo so Sätze raushaut wie: "Hans arbeitet genauso gut wie jeder andere Hilfsarbeiter" .... Dann fragt man sich schon, warum er Hans nicht einfach für die 16 Std/Woche einen ganz normalen Hilfsarbeiterlohn bezahlt :?:

Dass es ihm um einen Marketing-effekt für sein Unternehmen geht kann man hier erkennen:
"Neben seiner Arbeit bringe der junge Mann andere positive Aspekte in seinen Betrieb: „Die Kommunikation und das Klima haben sich verbessert. Außerdem bringt Hans einen Image-Gewinn. Viele meiner Kunden finden es gut, dass er bei uns arbeitet.“
https://www.swp.de/suedwesten/staedte/u ... 40192.html

Naja, mal sehen, wo Hans in 3 Jahren steht..... und was Herr Scavo mit ihm macht, wenn die großzügigen Zuschüsse wegfallen .

LG,Marianna

P.S. Ich kenne viele Behinderte, die ihren Arbeitslohn tatsächlich selbst erwirtschaften, ggf mit Nachteilsausgleichen.
Sie arbeiten jedoch alle über 16Std/Woche und haben sich einen Job gesucht, der zu ihrem Behinderungsbild passt bzw wo ihre Behinderung nicht so eine große Rolle spielt.


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