fieberhafter Infekt und Anfälle

Hier geht es um Epilepsie und die Behandlung verschiedener Epilepsie-Formen mit Medikamenten.
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Alexandra2014
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fieberhafter Infekt und Anfälle

Beitragvon Alexandra2014 » 19.02.2019, 19:37

Hallo!

Meine Kleine hat seit einer Woche einen Infekt (Bronchitis). Nach erst moderaten Temperaturen, ging das Fieber am Donnerstag deutlich hoch. Es folgte ein Anfall. Nach deutlicher Besserung Freitag und Samstag, hatte sie Samtag Abend plötzlich Schüttelfrost. Trotz Ibuprofen Saft ging das Fieber hoch bis 40.
Mir war gleich klar, dass sich da etwas bakterielles drauf gesetzt hatte und habe ihr Amoxicillin gegeben (hatte ich zum Glück noch da). Habe dann später mit lauwarmen Wadenwickeln das Fieber um ein Grad auf 38,9 senken können. Es kam danach aber wieder ein Anfall.

Sie war allerdings auch richtig schwer krank, hat nur noch ganz flach geatmet, hatte Schmerzen in der rechten Brusthälfte von der Achsel bis in die Taille, die Lunge hat gebrodelt - konnte man sogar ohne Stethoskop hören. :?
In der Nacht hat sie nur 4 Stunden geschlafen...

12 Stunden nach Antibiotika Start war das Fieber runter auf um die 37,3/37,8. Ihr ging es deutlich besser, die Rasselgeräusche in der Lunge rückläufig, der Husten besser.
Trotzdem hatte sie Heute Mittag beim Essen wieder einen Anfall, hat danach eine Stunde freiwillig auf dem Sofa geschlafen, war verlangsamt, blass, einfach schlecht zurecht.

Die Anfälle sehen auch anders aus, als sonst. Sie hat eigentlich immer Anfälle mit Kopf- und Blickdrehung nach rechts oder stundenlanges Erbrechen.
Die Anfälle während des Infekts waren jetzt eher mit halb offenen Augen geradeaus starren und Augen nach oben verdrehen. Sah aus wie Absencen.

Wir haben seit 4 Wochen Orfiril (neben Apydan und Ospolot) drin. Ich hoffe, es kommt nicht davon.
Vor dem Infekt war sie anfallsfrei, wenn man das nach 4 Wochen schon so sagen kann.

Den ersten Anfall während des Infekts hatte sie schon vorm Antibiotikum. Ich würde also tatsächlich den Infekt ansich als Übeltäter sehen, da der letzte Anfall heute ja auch ohne Fieber auftrat.

Wie ist das bei euren Kindern während (schwereren) Infekten?

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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nur bei Fieber

Beitragvon LenchensMom » 19.02.2019, 20:51

Unsere Motte hat nur noch bei schnellem Fieberanstieg Anfälle. Ansonsten können ihr Infekte nichts anhaben. Aber ein Zusammenhang besteht da sicher bei euch.
Sanne *1978
Papa *1971
Lenchen * Juli 2013 (entwicklungsverzögert wegen pränatalem Schlaganfall oder Anämie, strukturelle Epi, die süßeste Maus überhaupt)
kleine Schwester * Juli 2015, ganz fit
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LadyAnna
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Beitragvon LadyAnna » 19.02.2019, 21:36

Ward ihr nicht im Krankenhaus? Oder hast du die Sauerstoffsättigung zu Hause im Blick gehabt?

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 19.02.2019, 22:03

LadyAnna hat geschrieben:Ward ihr nicht im Krankenhaus? Oder hast du die Sauerstoffsättigung zu Hause im Blick gehabt?


In welchem Bezug meinst du jetzt?
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Beitragvon Martina78 » 20.02.2019, 14:02

Hallo,
im Moment ist Julia anfallsfrei, aber zu ihrer krampfzeit hat sie erstaunlicherweise bei Infekt und Fieber so gut wie gar nicht gekrampft. Verstanden habe ich das nie, aber war so... :lol:
LG
Martina
Martina mit Julia (*1/2012), Pachygyrie und Epilepsie, Pflegegrad 5. Seit 6/15 sehr erfolgreich Ketogene Diät. Kann kurze Strecken laufen. Plus Neuankömmling Franziska (*12/16).
"Das Schicksal mischt die Karten, und wir spielen." (Schopenhauer)

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Beitragvon GabySP » 20.02.2019, 14:39

Hallo Alex,

hast du deiner Tochter tatsächlich Antibiotika gegeben, ohne vorher beim Arzt gewesen zu sein? Und war das ein Rest aus der „Hausapotheke „? Tut mir leid, aber das kann ich so gar nicht nachvollziehen. Oder bist du zufällig aus dem medizinischen Bereich?

LG Gaby
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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 20.02.2019, 17:02

GabySP hat geschrieben:Hallo Alex,

hast du deiner Tochter tatsächlich Antibiotika gegeben, ohne vorher beim Arzt gewesen zu sein? Und war das ein Rest aus der „Hausapotheke „? Tut mir leid, aber das kann ich so gar nicht nachvollziehen. Oder bist du zufällig aus dem medizinischen Bereich?

LG Gaby


Ja, bin ich zufällig. :wink: Natürlich war es ein unangebrochenes Antibiotikum, das dem Kindesalter entsprechend noch als Saft angemischt werden musste und ich habe auch zuerst die Wechselwirkungen mit dem neuen Antiepileptikum überprüft. :)

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Beitragvon GabySP » 20.02.2019, 17:08

Hallo Alex,

nichts für ungut, aber es gibt nichts, was es nicht gibt....
Ich bin bereits Müttern begegnet, die angebrochene Packungen in der Hausapotheke haben und bei „Bedarf“ mal drei Tabletten geben, bis es wieder besser geht. Da reagiere ich in Anbetracht der resistenten Keime echt allergisch.

LG Gaby
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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 20.02.2019, 17:19

Hallo Gaby,

da gebe ich dir Recht! Ich kann das absolut nachvollziehen!

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Re: fieberhafter Infekt und Anfälle

Beitragvon Ario » 17.06.2019, 16:54

Hallo Alexandra,

wir habe deinen Beitrag gelesen und sehr viele Parallelen entdeckt. Wir sind momentan auch wieder im KH. Unser kleiner hatte Fieber und einen Krampfanfall der über 45min ging, mit erbrechen, Augen verdrehen nach rechts oben. Auch wir haben vor knapp 4 Wochen mit Orfiril begonnen. Allerdings haben wir bisher immernoch keine Diagnose. Zuvor hatten wir fast drei Monate keine Anfälle.
Mikrozephalie, Entwicklungsstörung, Epilepsie bisher unklarer Ätiologie...

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