kein Kindergarten,Betreuungskosten von der Stadt

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Larissa7
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kein Kindergarten,Betreuungskosten von der Stadt

Beitragvon Larissa7 » 19.02.2019, 15:34

Hallo zusammen, :)

mein 6 -jähriger Sohn besucht keinen Kindergarten, früher hat er einen Kindergarten für KB besucht, die Betreuung wurde von der Stadt finanziert, jetzt ist der Kindergartenbesuch nicht möglich und wir bezahlen wenige Stunden pro Woche Betreuung aus eigener Tasche. Jetzt ist mir aber eingefallen, dass die Stadt doch sehr viel spart dadurch, dass mein Sohn nicht mehr im Kindergarten ist, warum soll ich selbst die Betreuungskosten tragen, zumal wir uns bei weitem nicht so viele Betreuungsstunden leisten können, die unser Kind im KiGa bekommen hat.
Meine Frage: Haben wir Anspruch auf finazielle Unterstützung, damit wir die Betreuung vom unseren Sohn bezahlen können?

Danke :)

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kati543
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Beitragvon kati543 » 19.02.2019, 15:59

Hallo,
wurde dein Sohn zurückgestellt und ist eigentlich schon schulpflichtig? Dann ist die Stadt nicht zuständig, da der Rechtsanspruch nur bis zu Beginn der Schulpflicht besteht.
Ansonsten gilt: Wenn der Kiga euch den Platz gekündigt hat müsst ihr euch beim Jugendamt melden, um einen neuen Platz zu bekommen. Euren Rechtsanspruch müsst ihr schon einfordern und damit der Stadt/dem Staat auch die Chance geben, euren Anspruch überhaupt erst zu erfüllen. Private Kosten werden so ohne weiteres nicht übernommen.
LG
Katrin
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Larissa7
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Beitragvon Larissa7 » 19.02.2019, 16:52

kati543 hat geschrieben:Hallo,
wurde dein Sohn zurückgestellt und ist eigentlich schon schulpflichtig? Dann ist die Stadt nicht zuständig, da der Rechtsanspruch nur bis zu Beginn der Schulpflicht besteht.
Ansonsten gilt: Wenn der Kiga euch den Platz gekündigt hat müsst ihr euch beim Jugendamt melden, um einen neuen Platz zu bekommen. Euren Rechtsanspruch müsst ihr schon einfordern und damit der Stadt/dem Staat auch die Chance geben, euren Anspruch überhaupt erst zu erfüllen. Private Kosten werden so ohne weiteres nicht übernommen.
LG
Katrin


Hallo Katrin, Danke für die Antwort. Einen neuen Patz im Kiga brauchen wir nicht, der geignete Kiga wäre auch zu weit von uns, wollen wir nicht. Ja, unser Kind ist zurückgestellt. Ich habe gedacht solange er nicht in die Schule muss, ruht die Shulpflicht, nicht? und die Stadt bleibt solange zuständig.

LG Larissa

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Beitragvon Sascha11 » 19.02.2019, 18:30

Hallo,
naja, es kommt darauf an. Wir sind bei allen KIGAs abgelehnt worden zunächst (alle I- und Förderkiga im Einzugsgebiet und beim zuständigen KIGA im Wohngebiet weil keine I-kraft) und die Eingliederungshilfe hätte übergangsweise stundenweise eine Betreuung bezahlt bis eine Einrichtung die Aufnahme angeboten hätte.

Nun verstehe ich aber bei so, dass ihr einen Platz hättet, aber nicht nutzen wollt.

In dem Fall weiß ich nicht ob das ein Fall für die Eingliederungshilfe ist?

LG
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entwicklungsverzögert, hypoton, Mikrozephalie, Esstherapie bisher erfolglos und daher nur flüssige Kost, bisher kein sprechen
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Beitragvon Sascha11 » 19.02.2019, 18:32

Hallo,
naja, es kommt darauf an. Wir sind bei allen KIGAs abgelehnt worden zunächst (alle I- und Förderkiga im Einzugsgebiet und beim zuständigen KIGA im Wohngebiet weil keine I-kraft) und die Eingliederungshilfe hätte übergangsweise stundenweise eine Betreuung bezahlt bis eine Einrichtung die Aufnahme angeboten hätte.

Nun verstehe ich aber bei so, dass ihr einen Platz hättet, aber nicht nutzen wollt.

In dem Fall weiß ich nicht ob das ein Fall für die Eingliederungshilfe ist?

LG
Bieni 2/ 15:

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Beitragvon NicoleWW » 19.02.2019, 20:40

Larissa7 hat geschrieben:
kati543 hat geschrieben:Hallo,
wurde dein Sohn zurückgestellt und ist eigentlich schon schulpflichtig? Dann ist die Stadt nicht zuständig, da der Rechtsanspruch nur bis zu Beginn der Schulpflicht besteht.
Ansonsten gilt: Wenn der Kiga euch den Platz gekündigt hat müsst ihr euch beim Jugendamt melden, um einen neuen Platz zu bekommen. Euren Rechtsanspruch müsst ihr schon einfordern und damit der Stadt/dem Staat auch die Chance geben, euren Anspruch überhaupt erst zu erfüllen. Private Kosten werden so ohne weiteres nicht übernommen.
LG
Katrin


Hallo Katrin, Danke für die Antwort. Einen neuen Patz im Kiga brauchen wir nicht, der geignete Kiga wäre auch zu weit von uns, wollen wir nicht. Ja, unser Kind ist zurückgestellt. Ich habe gedacht solange er nicht in die Schule muss, ruht die Shulpflicht, nicht? und die Stadt bleibt solange zuständig.

LG Larissa


Kann schon sein, dass die Stadt zuständig ist, aber nur soweit, dass sie euch einen Platz zur Verfügung stellen muss, nicht dass sie euch die Betreuung zahlt wie ihr sie möchtet.
Nicole (70, Morbus Bechterew, Asthma) mit

J.M. (92)
J.C. (93)
J.E. (95, ADHS, E80.4)
A.M. (04, F93.3, F98.8, F81,1)
S.F. (04,F84.5, F98.8, J30.3, E80.4, J45.0)
V.L. (07, J45.1, F98.0)
J.K. (07, F84.5, F98.0)

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Beitragvon Sascha11 » 19.02.2019, 20:52

Sorry dass mein Beitrag doppelt ist :wink:
Bieni 2/ 15:

entwicklungsverzögert, hypoton, Mikrozephalie, Esstherapie bisher erfolglos und daher nur flüssige Kost, bisher kein sprechen

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Beitragvon Larissa7 » 20.02.2019, 16:08

Sascha11 hat geschrieben:Hallo,
naja, es kommt darauf an. Wir sind bei allen KIGAs abgelehnt worden zunächst (alle I- und Förderkiga im Einzugsgebiet und beim zuständigen KIGA im Wohngebiet weil keine I-kraft) und die Eingliederungshilfe hätte übergangsweise stundenweise eine Betreuung bezahlt bis eine Einrichtung die Aufnahme angeboten hätte.

Nun verstehe ich aber bei so, dass ihr einen Platz hättet, aber nicht nutzen wollt.

In dem Fall weiß ich nicht ob das ein Fall für die Eingliederungshilfe ist?

LG


Hallo, Danke für die Antwort. Der Besuch vom Kindergarten ist dauerhaft nicht möglich, aus wichtigen vor allem gesundheitlichen Gründen, ist nicht so, dass wir bloß nicht wollen.

LG

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Beitragvon Engrid » 20.02.2019, 16:36

Hallo Larissa,

der gesetzliche Auftrag der Eingliederungshilfe ist, dem Behinderten die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu sichern (NICHT zb Betreuung der Kinder, damit Eltern zb arbeiten können). Deshalb zahlt das Amt den HPK. Wenn Dein Sohn behinderungsbedingt bzw medizinisch bedingt den KiGa nicht besuchen kann, dann lasse Dir das fachärztlich attestieren. Für Alternativen kannst Du Kostenübernahme beantragen, wenn sie Deinem Kind jetzt oder im Hinblick auf die Zukunft mehr Teilhabe ermöglichen. Wenn da nur zuhause jemand auf ihn aufpasst reicht das wahrscheinlich eher nicht, aber da bin ich nicht der Experte.

Grüße
Engrid

mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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Larissa7
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Beitragvon Larissa7 » 21.02.2019, 15:53

Engrid hat geschrieben:Hallo Larissa,

der gesetzliche Auftrag der Eingliederungshilfe ist, dem Behinderten die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu sichern (NICHT zb Betreuung der Kinder, damit Eltern zb arbeiten können). Deshalb zahlt das Amt den HPK. Wenn Dein Sohn behinderungsbedingt bzw medizinisch bedingt den KiGa nicht besuchen kann, dann lasse Dir das fachärztlich attestieren. Für Alternativen kannst Du Kostenübernahme beantragen, wenn sie Deinem Kind jetzt oder im Hinblick auf die Zukunft mehr Teilhabe ermöglichen. Wenn da nur zuhause jemand auf ihn aufpasst reicht das wahrscheinlich eher nicht, aber da bin ich nicht der Experte.

Grüße


Vielen Dank für Deine Antwort, Engrid. Ja, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben steht im Vordergrund, glaube ich. Habe ich gewusst, dass es irgendwo in Gesetzen steht, aber vergessen, dass es bei der Eingliederungshilfe in der ersten Linie darum geht.
ich habe heute mit unserem Sozialamt diesbezüglich telefoniert, die zuständige Sachbearbeiter konnte mir erstmals nichts sagen, kennt sich nicht aus, sie spricht mit ihren Kollegen und dann sagt mir Bescheid.

LG


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