Fahrdienst

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Karin D.
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Fahrdienst

Beitragvon Karin D. » 18.02.2019, 16:56

Ein nettes Hallo in die Runde :-)

Mein Sohn bekommt einen neuen Rollstuhl. Dieser hat keine Kopfstütze und kein Punktsystem für den Transport. Die Sanifirma sagt mir, der Fahrdienst müsse meinen Sohn auch umsetzen. Macht Fahrdienst aber nicht. Sagt, er müsse sich allein umsetzen. Morgens kann ich das machen, obwohl es auch schwierig wäre, da sie über kein Fahrzeug mit Dreh- und Schwenkvorrichtung verfügen. Unser Privat-PKW hat diese. Ob ich Sohn, 22, ohne auf ein Beifahrersitz bekommen könnte, sei dahingesetellt.

Ich habe einen Fahrdienst gefunden, der ein Fahrzeug hat mit Dreh- und Schwenksitz, und sie würden ihn nachmittags, wenn er aus der Werkstatt kommt, auch umsetzen! Jipiie.

Sie sind aber teurer als der jetzige Fahrdienst. Ich würde den Fahrdienstwechsel beim Bezirksamt beantragen. Der Fahrdienst sagt, ich muss "beim Bezirksamt aber richtig auf die Kacke hauen!"

Ok, wenn es nicht reicht, dass mein Sohn im Moment nicht sicher befördert wird (wird er nicht) und mit dem neuen Rolli schon gar nicht, und dass sie meinen Sohn auch gar nicht mehr transportieren können, wenn der Rolli ohne Kopfstütze und Punktsystem da ist (das würden sie bestimmt aber liebend gern trotzdem tun, Sicherheit sowieso egal), was soll ich noch begründen, wie "haut man denn denn richtig auf die Kacke"?
Ausreichend "K..." ist doch die Art und Weise, wie sie ihn befördern jetzt schon. Was soll ich noch schreiben?

Für Hinweise wäre ich dankbar :-)

Liebe Grüße

Karin
Karin (06/67) mit Zwillingen (12/96)
Frühgeborene (SSW 25), 1 Zwilling ohne Behinderung, 1 Zwilling mit Epilepsie, CP (Rollikind), Kyphose, Skoliose, Hydrocephalus

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Kitty74
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Beitragvon Kitty74 » 18.02.2019, 21:17

Hallo Karin,
unsere Tochter wurde für den Kindergarten- bzw. Schultransport jahrelang umgesetzt. Irgendwann bekam sie einen Fahrer, von dem sie nicht gerne hochgehoben werden wollte (Schweißgeruch, Rückenprobleme). Da hat sie entschieden, dass sie von nun an im Rollstuhl transportiert werden möchte. Ihr Rolli wurde mit einer abnehmbaren Kopfstütze und einem Kraftknoten nachgerüstet und das Kind war wieder glücklich.

Vielleicht wäre eine Nachrüstung auch eine Lösung für Deinen Sohn. Die Fahrt im Reha-Autositz mag sicherer sein, allerdings birgt das Umsetzen auch Gefahren für die großen Kinder und angenehm ist es auf keinen Fall.
Liebe Grüße
Katja
mit Liv 05/06 CP, Tetraspastik und zuckersüß

Karin D.
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Beitragvon Karin D. » 18.02.2019, 21:39

Liebe Katja,

liebsten Dank für deine Antwort. Diese war schon mal sehr nett <3

Ich hoffe nun aber auf Antworten auf meine Frage: Wie begründen, was ist neben dem Sicherheitsthema "richtig auf die Kacke hauen"? Was kann noch schlimmer sein, als keine sichere Beförderung, oder mindestens fast oder ebenso schlimm?

Viele Grüße

Karin
Karin (06/67) mit Zwillingen (12/96)

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Kitty74
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Beitragvon Kitty74 » 18.02.2019, 21:48

Ah ok. Jetzt muss ich aber trotzdem noch mal nachfragen. Dein Sohn sitzt gar nicht in einem Rehasitz sondern auf dem normalen Beifahrersitz?
Gruß Katja
mit Liv 05/06 CP, Tetraspastik und zuckersüß

Karin D.
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Beitragvon Karin D. » 18.02.2019, 22:01

In unserem PKW sitzt er immer auf dem Beifahrersitz. Jetzt im Fahrdienst wird er nicht umgesetzt. Er hat eine Kopfstütze am Rolli, einen Kraftknoten, und wird komplett samt Rolli ins Fahrzeug geschoben. Bald bekommt er einen neuen Rollstuhl. Ohne Kopfstütze ohne Kraftknoten. Einmal scharf gebremst, und der Kopf knickt nach hinten. Daher soll er, sobald der neue Rolli da ist, so sicher wie privat gefahren werden. Und zwar: Umgesetzt. Er hilft, und dann wird auf den Beifahrersitz im Transport zur Arbeit umgesetzt.

So stelle ich es mir zumindest vor, und der Berliner Fahrdienst, den ich heute kontaktiert habe, sichert mir auch zu, dass es so geschehen wird. Dies bedeutet einen Fahrdienstwechsel hin zu einem teureren Fahrdienst. Der derzeitige hat mir heute etwas gehustet zu der Frage, ob sie meinen Sohn umsetzen können nachmittags nach der Arbeit in ihr Fahrzeug. Daher strebe ich den Wechsel zu DEM Fahrdienst an, der mir zusichert, meinen Sohn umsetzen zu können und ein Fahrzeug mit Dreh- und Schwenksitz zu haben.

Meine Frage geht nun immer noch darum, dass dieser hoffentlich neue Fahrdienst wesentlich teurer ist, und das Bezirksamt ablehnen könnte, weil "Sicherheit" sch... egal ist, Hauptsache billig. Um sicher zu gehen, dass wir den Zuschlag zum Wechsel erhalten, riet der potenzielle neue Fahrdienst dazu, "richtig auf die Kacke zu hauen" in der Begründung für den Antrag zum Fahrdienstwechsel beim Bezirksamt.
So, wie ich die Sachbearbeiter oder "Entscheider" dort einschätze, und meine 22-jährigen Erfahrungen bekräftigen dies, wird es auch tatsächlich bitter notwendig sein tatsächlich "auf die Kacke zu hauen" (O-Ton potentieller neuer Fahrdienst, der den sicheren Transport gewährleisten will). Daher die Frage: Womit kann ich denn in meiner Begründung "auf die Kacke hauen"?

Ich hoffe, meine Frage ist nicht zu kompliziert :roll:

Aufgrund Kitty74s nettem Beitrag und Rückfrage, hab ich versucht es noch etwas deutlicher darzustellen.

Liebe Grüße
Karin (06/67) mit Zwillingen (12/96)

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Beitragvon Kitty74 » 18.02.2019, 22:14

Sorry, ich wollte dich nicht schikanieren. Das dein Sohn nicht ohne Kopfstütze und Kraftknoten im Bus transportiert werden kann ist völlig klar und wäre sicherheitstechnisch unverantwortlich. Ich habe nur nicht verstanden, was besser daran sein soll, ihn auf den Beifahrersitz zu setzen.
Gruß Katja
mit Liv 05/06 CP, Tetraspastik und zuckersüß

Karin D.
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Beitragvon Karin D. » 18.02.2019, 22:36

Nichts für Ungut, liebe Kitty. Falls ich gereizt klinge, dann liegt das einzig und allein an dem Telefonat mit dem derzeitigen Fahrdienst und einigen anderen behördlichen Dingen, von denen ich mich wirklich schikaniert fühle :icon_shaking2: :icon_spiderman: :crymore: - nicht von dir! :icon_flower: :icon_sunny:
Karin (06/67) mit Zwillingen (12/96)

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