Absage Therapietermin, 24-Stunden-Regel

Hier könnt ihr euch über die unterschiedlichsten Therapiemöglichkeiten (Logopädie, Petö, Cranio Sacrale) für eure Kinder austauschen und Fragen rund ums Thema Krankengymnastik und Frühförderung stellen.

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Alexandra2014
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Absage Therapietermin, 24-Stunden-Regel

Beitragvon Alexandra2014 » 18.02.2019, 11:01

Hallo!

Ich hätte Heute eigentlich das Erstgespräch vor Therapiebeginn (Autismus) gehabt. Nun hatte mein Kind am Samstag einen derben Rückfall der Bronchitis, mit hohem Fieber. Sie bekommt nun Antibiose und es ist schon viel besser. Aber Kind kann diese Woche nicht in die Schule und ich habe keinen Babysitter.

Ich musste den Gesprächstermin also heute Morgen absagen.

Nun sagte mir die Psychologin, sie müsse den Termin trotzdem abrechnen, da wir ihn nicht 24 Stunden vorher abgesabt haben.
Nun war 24 Stunden vorher aber Sonntag und zwangsläufig keiner zu erreichen.
Das war ihr natürlich bewusst, ändert aber an der Sache nichts.

Ich finde es ehrlich gesagt nicht richtig. An jedem anderen Tag der Woche hat man die Chance am Tag zuvor abzusagen. Es kann doch nicht zu Lasten des Kindes und des Amtes gehen, dass wir an einem Montag Therapie haben und nunmal nicht „früh genug“ absagen können.

Mein Kind war die letzten drei Mal jedesmal ab Samstag Nachmittag krank (wie so oft). Das wären dann schon drei Termine gewesen, die „unberechtigt“ abgerechnet worden wären.

Ich verstehe ja die Bedrouille, aber ich glaube eben auch nicht, dass sie den Termin noch neu besetzt bekommt, selbst wenn ich 24 Stunden vorher absagen würde (das war ihre Begründung).
Ist das überhaupt rechtens, etwas abzurechnen, das nicht stattfand aufgrund von Krankheit?

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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mamavonsarah
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Beitragvon mamavonsarah » 18.02.2019, 11:12

Hallo Alex,

aus Sicht der Therapeutin kann ich es verstehen. Warum sollte es, als selbständig Tätige, die auch Rechnungen zahlen muss, zu ihren Lasten gehen?

Es passiert gar nicht so selten, dass Termine gar nicht abgesagt werden.
Übrigens auch ein Grund für lange Wartezeiten beim Facharzt.
Die Therapeuten/Ärzte halten eine ganze Std frei, für jemanden, der nicht kommt.
Warum sollten sie auf dem Ausfall sitzen bleiben? Wer zahlt ihnen den Unterhalt für Personal/Praxis?

Es ist einfach blöd! Für beide Seiten.

Tatsächlich haben wir damals schon sehr kurzfristig Termine bekommen, die jemand abgesagt hatte.
Auch andere Therapeuten/ Ärzte nutzen solche kurzfristig frei werdenden Slots für andere .

Viele, die dringend auf einen Termin warten, grätschen dann in diese Lücke.

Aber verstehe ich dich richtig, dass du bereits 3x abgesagt hast?
Und die hast du jedes Mal erst am Tag vorher abgesagt?

Versetze dich mal in die Therapeutin.... was würdest du denken?
Bei "Stammkunden" wäre ihre Reaktion vielleicht anders ausgefallen.

LG Sandy

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Beitragvon JasminsMama » 18.02.2019, 11:14

Hallo Alex,

ich verstehe Deinen Ärger!

Bei uns war es so geregelt, dass wir, wenn das Kind am WE krank geworden ist, auf den AB gesprochen haben. Da konnte die Therapeutin dann auch Datum und Uhrzeit ersehen.
Wenn das innerhalb der 24-Stunden war, wurde nicht berechnet, wenn es außerhalb war, wurde berechnet.

Frag doch mal nach, ob das dort evtl. auch so gehandhabt wird oder werden könnte. Du bist bestimmt nicht die Einzige, deren Kind am WE krank wird.

LG und gute Nerven
Sandra
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Jasmin Marie 05/02 globale Entwicklungsverzögerung, vis. Wahrnehmungsstörung, Lernbehinderung, starke Hyperopie rechts, hochpathologisches EEG (Besserung seit Jan. 12),
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Beitragvon Yvonne und Kjeld » 18.02.2019, 11:16

hlex,
es ist nicht rechtens das abzurechnen, aber stattdessen müsste sie es dir in Rechnung stellen, das ist Rechtens und darüber wird auch überall informiert. Falls du mal wieder einen solchen Fall hast, rufe Sonntags trotzdem an und sprich auf den AB, dann können sie dir eigentlich ncihts mehr, du kannst ja ncihts dafür, wenn der AB nicht sonntags abgehört wird.

Aus Kulanz Gründen berechnen wir in der Praxis so etwas nicht, wenn jemand einmalig kurzfristig erkrankt, aber ansonsten kommt es halt zu einigen finanziellen Ausfällen, wenn Termine kurzfristig abgesagt werden und man sie nicht neu besetzen kann.

LG Yvonne
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Kjeld *03.16 globale Entwicklungsverzögerung, Wahrnehmungsstörungen, Brille, Hörgerät, Abscencen- Epilepsie, insgesamt auf dem Stand eines ca 18-20Monate alten Kindes
Svea *10.18

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Beitragvon GretchenM » 18.02.2019, 11:17

@ Sandy,

Da es ja heute das Erstgespräch sein sollte, gehe ich nicht davon aus, das schon ein Termin abgesagt wurde. Sie hat ja nur gesagt, dass sie bei einem in der letzten Zeit dreimal am Wochenende erkrankten Kind dann schon dreimal absagen hätten müssen, wenn die 24 Stunden Regel streng gehandhabt wird.
Gretchen JG 76 Epilepsie (Grandmalserien, jetzt anfallfrei), Zwänge, Migräne, alleinerziehend und im Augenblick völlig symptomfrei :-) :-) :-)
Sohn 11/2007 Grenzgänger zwischen nt und Autismus, entwickelt sich prima :-) einige Verdachtsdiagnosen mittlerweile aus der Welt :-)

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Beitragvon RikemitSohn » 18.02.2019, 11:22

Hallo,

ich finde eure Regelung auch sehr grenzwertig. Jeder kann mal krank werden. Bei uns gilt die 24h-Regelung bei Erkrankung nicht. Da kann auch eine Stunde vorher abgesagt werden. Das hatte ich schon einmal als mein Sohn mit hohem Fieber aus der Schule kam. Im Gegenzug beschwere ich mich auch nicht, wenn von der anderen Seite abgesagt wird. Das passiert auch öfter, da unsere Therapeutin ein kleines Kind hat, das auch mal krank wird. Aber ich denke, dass ich da auch Glück habe.
Ich mache es am Wochenende auch so, dass ich auf den AB spreche. Schau doch noch mal in den Therapievertrag, den du wahrscheinlich unterschrieben hast. Da müsste es genau drinstehen, wie zu handeln ist.

LG Rike
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Beitragvon Engrid » 18.02.2019, 11:24

Hallo Alex,

Yvonne hat recht.
Wenn es eine Bestellpraxis ist, also feste wöchentlich wiederkehrende Termine für langfristig kommende Klienten, dann finde ich diese Regel auch okay, sonst bleibt die Therapeutin auf den ausgefallenen Stunden sitzen.

Wenn Dein Kind am Wochenende öfter krank ist, dann würde ich um einen anderen Therapietag bitten. Wenn viele Termine ausfallen, ist das ungünstig, Therapie braucht Beständigkeit.

Grüße
Engrid

mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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Beitragvon Alexandra2014 » 18.02.2019, 11:27

mamavonsarah hat geschrieben:Hallo Alex,

aus Sicht der Therapeutin kann ich es verstehen. Warum sollte es, als selbständig Tätige, die auch Rechnungen zahlen muss, zu ihren Lasten gehen?

Es passiert gar nicht so selten, dass Termine gar nicht abgesagt werden.
Übrigens auch ein Grund für lange Wartezeiten beim Facharzt.
Die Therapeuten/Ärzte halten eine ganze Std frei, für jemanden, der nicht kommt.
Warum sollten sie auf dem Ausfall sitzen bleiben? Wer zahlt ihnen den Unterhalt für Personal/Praxis?

Es ist einfach blöd! Für beide Seiten.

Tatsächlich haben wir damals schon sehr kurzfristig Termine bekommen, die jemand abgesagt hatte.
Auch andere Therapeuten/ Ärzte nutzen solche kurzfristig frei werdenden Slots für andere .

Viele, die dringend auf einen Termin warten, grätschen dann in diese Lücke.

Aber verstehe ich dich richtig, dass du bereits 3x abgesagt hast?
Und die hast du jedes Mal erst am Tag vorher abgesagt?

Versetze dich mal in die Therapeutin.... was würdest du denken?
Bei "Stammkunden" wäre ihre Reaktion vielleicht anders ausgefallen.

LG Sandy


Wie gesagt, war es Heute der erste Termin. Würden wir die Therapie schon länger machen, hätte ich aber schon dreimal seit Dezember nicht pünktlich absagen können, da mein Kind irgendwie fast immer am WE krank wird...
Ich habe also nicht schon dreimal abgesagt.

Und die Psychologin ist auch nicht selbstständig, sondern bei der Caritas angestellt, die Träger des Therapiezentrums ist. Es geht also nicht zu ihren Lasten. :wink:
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Beitragvon Alexandra2014 » 18.02.2019, 11:40

Engrid hat geschrieben:Hallo Alex,

Yvonne hat recht.
Wenn es eine Bestellpraxis ist, also feste wöchentlich wiederkehrende Termine für langfristig kommende Klienten, dann finde ich diese Regel auch okay, sonst bleibt die Therapeutin auf den ausgefallenen Stunden sitzen.

Wenn Dein Kind am Wochenende öfter krank ist, dann würde ich um einen anderen Therapietag bitten. Wenn viele Termine ausfallen, ist das ungünstig, Therapie braucht Beständigkeit.

Grüße


Das ist schon richtig. Wenn das Kind aber über Nacht krank wird - das ist ja auch nicht selten - kannst du auch nicht 24 Stunden vorher absagen.
Wir machen ja nun schon seit 11 Jahren Therapie in verschiedenen Praxen. Ein krankes Kind war da noch nie ein Problem.

Es geht ja nicht um „keine Lust“, sondern um höhere Gewalt. Privat würde ich den Ausfall auf keinen Fall bezahlen, nur weil mein Kind krank geworden ist. Überlege mal, wieviele Eltern es gibt, für die die Kosten einer Therapiestunde das komplette Wochenbudget bedeuten...

Ich meine, es gibt Leute, die sagen nur, ihr Kind sei krank. Verstehe ich alles. Meinetwegen sollen sie ein ärztliches Attest fordern, um nachzuweisen, dass das Kind auch wirklich krank ist.

Einen Anrufbeantworter haben sie gar nicht angeschlossen in der Zweigstelle, in der wir sind.
Ich werde die Therapeutin nach ihrer Emailadresse fragen, so dass ich pünktlich absagen kann. Wenn sie die am WE nicht liest, sollte das auch nicht mein Problem sein.
Ansonsten spreche ich nochmal mit ihrem Chef darüber.

Einen Vertrag haben wir noch gar nicht gesehen, geschweige denn unterschrieben.
Wie gesagt, ist Heute das Erstgespräch geplant gewesen.

Gruß
Alex
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LovisAnnaLarsMama
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Beitragvon LovisAnnaLarsMama » 18.02.2019, 11:46

Hallo Alex,
da sind wohl die Leute dran schuld, die Termine einfach vergessen oder nicht absagen...
Bei uns gibt es diese Regelung bei der Physiotherapie, bei der Logopädie... Ich bin auch etwas genervt davon, denn umgekehrt ist es auch schon häufiger vorgekommen, dass ich mit dem Kind schon vor der Praxis stand, als der Anruf kam, der Termin wäre abgesagt...
Uns wurde auch schon knallhart ein Termin vom Rezept gestrichen- zum Glück nur ein Einzelfall.
LG S.
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt


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