Feststellung Null Pflegebedarf bei Überleitung möglich?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Jula1
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Feststellung Null Pflegebedarf bei Überleitung möglich?

Beitragvon Jula1 » 17.02.2019, 15:57

Mich würde interessieren, ob das ünerhaupt möglich wäre..
bei einer gesicherten Diagnose, die ein Leben lang besteht, denn dann würde der Bestandsschutz ja wegfallen.
Wir hatten MDK Besuch. Laut Gutachter PG 2(bisher hatten wir 3), haben aber Bestandsschutz. Mein Sohn fährt mit dem Fahrrad zur Schule, aber nur gesicherte Gehwege mit nur 2 mal Straße überqueren. Deswegen glaube ich nicht, dass der Punkt "Erkennen von Risikrn und Gefahren" stark berücksichtigt wird, aber sozial gesehen ist er auf jeden Fall durchgehend beeinträchtigt (haben deswg Schulbegleitung)

Weiß das jemand, ob das in dem Fall überhaupt gehen würde, dass der MDk eingach angibt, es gäbe keinen Pflegebedarf mehr?

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 17.02.2019, 16:12

Hallo Jula,

wenn er tatsächlich keinen Pflegebedarf mehr hat, dann fällt der Pflegegrad weg, auch nach Überleitung. Bestandsschutz gilt nur, solange ÜBERHAUPT noch Pflegebedürftigkeit da ist. Ist ja auch sinnvoll. An der Diagnose hängt das nicht, sondern an der tatsächlichen Pflegebedürftigkeit.
Die Schulbegleitung an sich weist keinen Pflegebedarf nach, da musst Du schon konkreter belegen. Hast Du denn mal einen Pflegerechner ausprobiert? Er braucht also mindestens 12,5 Punkte.

Guck zb hier: https://www.pflege.de/pflegende-angehoe ... rftigkeit/

Grüße
Engrid
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Beitragvon Jula1 » 17.02.2019, 16:24

Ja, kommen da auf PG 2. Bin nur verunsichert. Man weiß leider nicht, was im Gutachten letztendlich drinsteht :?
Mein Sohn zwinkerte beim Gespräch unumterbrochen, meinte, er wolle nie duschen gehen und Milch trinken, damit er krank wird (er verträgt keine Milch)
aber ich weiß nicht, habe ein blödes Gefühl😕

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Beitragvon Engrid » 17.02.2019, 16:31

Ja nun, wenn das Gutachten nicht richtig ist, dann gehst Du eben in den Widerspruch.
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Beitragvon LasseUndJohannes » 17.02.2019, 23:05

Hi,
richtig Sorgen würde ich ​mir nicht machen. Die Schulbegleitung hat dein Kind ja nicht ohne Grund. Alleine mit dem​ Rad zur Schule ist, bei behinderten Kindern, schon eine Leistung. Ich könnte mir aber vorstellen, dass unser großer das vielleicht auch bald schaffen könnte. Oder in ein oder zwei​ Jahren. Trotzdem bleibt ein relativ hoher Hilfebedarf. Du hast alles andere dargestellt, wo er Hilfe braucht?
Johannes 2008, SBA 50% B H, PG3, extremes ADHS (nach Fehldiagnose Autismus)
Benedikt 2014, PG 3, SBA 80% B H G, non verbal, auto aggressiv, ADHS, atypischer Autismus

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Beitragvon Jula1 » 18.02.2019, 03:47

Ja. Großer Hilfebedarf ist zB im Punkt Körperpflege. Er braucht Anweisungen, sonst macht er es einfach nicht. Dann rennt er im Winter ohne Socken und Jacke raus.
Vor allem im Sozialen ist es schwer. Andere Kinder halten sich an Regeln. Er rennt zB bei Veranstaltungen an Instrumente, an die er nicht hin darf(war erst kürzlich)


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