KJP-Termin, bin gerade irgendwie überfordert - was nun?

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s.till
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KJP-Termin, bin gerade irgendwie überfordert - was nun?

Beitragvon s.till » 12.02.2019, 14:41

Hallo zusammen,

ich weis gerade nicht wo mein Kopf steht. Wir kommen gerade von der KJP mit unserem großen. Das M uns immer wieder überrascht, das sind wir ja gewohnt. Jetzt aber auch noch B.😔 eigentlich wollten wir uns nur über die LRS mit der KJP unterhalten und wie das mit der Verlängerung seiner Rechtschreibbefreiung im nächsten Schuljahr ist.
Ja wir wissen, dass er Schwierigkeiten hat sich zu konzentrieren und das er sich damit im Weg steht. Auch das er sehr impulsiv sein kann und nicht versteht warum wir dann böse sind. Aber das er ADHS haben soll, dass war uns nicht so klar. Laut den Testungen und den Fragebögen gab es zwar kleine Anzeichen aber uns wurde immer gesagt, nein B. hat kein ADHS.
Bis zu unserem heutigen Termin....
Jetzt steh ich mit ner Menge an Infobroschüren und einem Termin beim Neurologen da um die Voruntersuchungen zu Tabletteneinstellung zu machen.

Habt ihr Tipps für mich?
Sorry wenn ich so wirr schreibe bin immer noch irgendwie von der Rolle.

LG Susanne
M *2010 Frühchen der 27SSW, Pneumothorax, Meningitis, diverse RSV Infektionen, Pneumonien, dystroph, kleinwüchsig, stimulationsbedürftige Apnoen, Asperger Autismus, Koordinationsstörung, PEG/PEJ seit 07/16 weg :D Pflegegrad 4 und SBA von 80% G,aG,B,H
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Engrid
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Beitragvon Engrid » 12.02.2019, 16:47

Hallo Susanne,

war das denn eine richtige Testung bzw Diagnostik? Oder nur so hingesagt?

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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Beitragvon Rita2 » 12.02.2019, 19:55

Hallo Susanne,

eine ADHS Diagnose heißt nicht unbedingt, daß dein Sohn Ritalin/Medikinet nehmen muß.
Es ist eine Behandlungsmöglichkeit, die sehr sinnvoll sein kann. Aber bei jeden Kind sollte individuell entschieden werden, ob es zu dem jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ist.

Viele Grüße
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

s.till
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Beitragvon s.till » 12.02.2019, 21:42

Hallo,

getestet wurde er schon vor 1 1/2 Jahren als seien Rechtschreibschwäche festgestellt wurde. Damals hieß es, dass er zwar auffällig ist aber von Medikamenten war nie die Rede. Er geht einmal in der Woche zu einem LRS "Training". Dort die Psychologin hat uns angesprochen und gemeint, dass er sich oft selber im Wege steht, da er sich nicht konzentrieren kann. Die Lehrerin sagt im Gespräch, dass es nicht so schlimm ist. Aber seine Leistungen stark davon abbängig sind ob er sich konzentriert oder nicht. Die Zeugnisse sind da eindeutiger in der Beurteilung.
Wir bekommen haben zwar nochmal Fragebögen mitbekommen aber testen wollen sie ihn nicht mehr. Wir müssen zum Neurologen um dort ein EEG machen zu lassen um auszuschließen, dass seine Absencen doch der Auslöser ist. Ansonsten will die KJP ihm Tabletten geben.

Oh Mann eigentlich hab ich dafür jetzt keinen Kopf.
Bei seinem Bruder läuft es nicht so gut in der Schule er wird immer "seltsamer" und wir hoffen dass wir endlich die Diagnose Asperger bekommen. Vor dieser Testung hab ich total bammel, dass da wieder nichts heraus kommt, da wir an einen nicht Fachkundigen Psychologen kommen. Dabei sagt die Autismusambulanz, die Sonderpädagoging an seiner Schule und eigentlich alle die ihn kennen, dass es sshr eindeutig ist. Allerdings nicht auf den ersten Blick.

Wie wahrscheinlich kann es denn sein, dass der eine Autist ist und der andere ADS hat? Oder hat B etwa auch eine Form von Autismus?

LG Susanne
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Beitragvon Engrid » 12.02.2019, 22:04

Autismus und ADHS kommen oft innerhalb einer Familie vor. Ich kenne viele wahrnehmungsmässig „bunte“ Familien.
Und ein guter Teil der Autisten hat auch AD(H)S. Auch eine LRS ist im Grunde eine Wahrnehmungsbesonderheit, gehört also auch ungefähr in die Liga, ist halt nicht so gravierend. Wobei auch unter Autisten und AD(H)Slern viele mit „Teilleistungsschwächen“ wie LRS sind.

Jetzt mach Dich mal nicht verrückt. Die Testung vom Großen kommt mir ein bisschen schlampig vor? Von der Medikamentierungsempfehlung musst Du Dich nicht überfahren lassen. Denk in Ruhe drüber nach, informier Dich.

Ich persönlich lege Wert darauf, dass die KJP alles erklärt, und mich und meine Sicht ernst nimmt. Einfach „verordnen“ lasse ich mir nix. :wink:

Viel Glück für die ASS-Testung vom Kleinen.

Grüße
Engrid
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Beitragvon Regina Regenbogen » 13.02.2019, 14:23

Engrid hat geschrieben:Autismus und ADHS kommen oft innerhalb einer Familie vor. Ich kenne viele wahrnehmungsmässig „bunte“ Familien.
Und ein guter Teil der Autisten hat auch AD(H)S.


Ja, hier zum Beispiel. :lol:

@ s.till: Wie schon geschrieben wurde, mach dich nicht verrückt, lass es langsam, aber dafür gründlich angehen.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

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Beitragvon s.till » 13.02.2019, 21:47

Hallo,

ich hatte heute ein langes und vorallem gutes Gespräch mit der Psychologin, welche die LRS bei unserem Sohn macht. Sie ist er Meinung, dass wir auf alle Fälle es mit Medis versuchen sollen. Nach ihrer Meinung steht er sich selber im Weg und kann gar nicht die Leistungen bringen, zu der er eigentlich fähig wäre.
Ich weis dass uns keiner eine Garantie gibt und ich glaub das ist mein Hauptproblem. Ist es wirklich so, dass wir kein Risko eingehen, wenn wir die Tabletten ausprobieren?

LG Susanne
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Beitragvon Regina Regenbogen » 14.02.2019, 06:16

s.till hat geschrieben:Ist es wirklich so, dass wir kein Risko eingehen, wenn wir die Tabletten ausprobieren?


Welches Risiko meinst du?

Meine beiden Söhne haben als "Soforthilfe" erst MPH bekommen, damit sie aufnahmefähig sind für den weiteren Verlauf der Therapie.
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Beitragvon s.till » 14.02.2019, 07:25

Hallo,

unter Risiko mein ich Nebenwirkungen und damit meine ich nicht, dass er weniger hunger hat. Die KJP meinte, dass manche Kinder Schlafprobleme bekommen. Wie wenig soll er denn noch schlafen?
Therapie soll er keine bekommen außer weiter seine LRS Therapie.

Wenn er dafür aber wieder gerne in die Schule geht... wir haben fast täglich Theater, dass es ihm schlecht ist er meint, dass er brechen muss, Kopf und Bauchschmerzen. Ist er dann mal in der Schule dann geht es meistens und er kommt gut gelaunt heim.

LG
Susanne
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Beitragvon Regina Regenbogen » 14.02.2019, 07:37

Ja, manche Kinder kommen dann mit weniger Schlaf aus, aber das ist auch sehr individuell. Das, was du mit Theater meinst und mit seinem Brechreiz, Kopf- und Bauchschmerzen ist sein Leidensdruck. Und ja, der kann, sofern sich MPH als erfolgreich herausstellt, stark gemindert, wenn nicht sogar abgestellt werden.

Die Medikation mit MPH ist immer erstmal nur ein Versuch. Sollte es nicht anschlagen oder negative Auswirkungen haben, kann es sofort abgesetzt werden, da MPH keinen Spiegel aufbaut.
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