KJP-Termin, bin gerade irgendwie überfordert - was nun?

Hier könnt ihr euch über ADS und ADHS austauschen.

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s.till
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Beitragvon s.till » 14.02.2019, 08:43

Für mich ist es schwierig zu erfassen, was sein Problem in der Schule auslöst. Von uns bekommt er keinerlei Druck. Auf einer alternativen Schulform wäre er unserer Meinung auch nicht gut aufgehoben. Er hättr zwar keinen Notendruck mehr käme aber überhaupt nicht damit zurecht aus eigenem Antrieb was zu lenen/ zu arbeiten.
Selber benennen kann er es nicht. Die Lehrer verstehen sein Problem auch nicht und sind glaub ich der Meinung, dass er keine Medikamente braucht. Er sei doch ein so liebes Kind und beteilige sich rege am Unterricht. Solange man in seiner Schule nicht gewalttätig ist, zählt man nicht als auffällig.

Heute hab ich nochmal ein Gespräch mit seiner Klassenlehrerin mal schauen was dabei raus kommt. Ich habe das Gefühl wenn ich ihr mit dem Thema Medikamente komme, dann ist es gleich aus und ich stoße auf Unverständnis. Dir Lehrer setzten ADS gleich mit Kindern die den Unterricht stören und nicht still sitzen können.

LG Susanne
M *2010 Frühchen der 27SSW, Pneumothorax, Meningitis, diverse RSV Infektionen, Pneumonien, dystroph, kleinwüchsig, stimulationsbedürftige Apnoen, Asperger Autismus, Koordinationsstörung, PEG/PEJ seit 07/16 weg :D Pflegegrad 4 und SBA von 80% G,aG,B,H
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Beitragvon Engrid » 14.02.2019, 09:08

Hallo Susanne,

das Thema Medikamente würde ich nicht mit der Lehrerin erörtern. Davon würde ich ihr erstmal gar nichts sagen. Falls ihr tatsächlich Medikamentierung probiert, hast Du dann auch unvoreingenommene Rückmeldung, ob es besser läuft oder nicht.

Grüße
Engrid
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Beitragvon Regina Regenbogen » 14.02.2019, 09:21

das Thema Medikamente würde ich nicht mit der Lehrerin erörtern.
Ja, würde ich auch nicht, habe ich auch bei keinem meiner Jungs gemacht. Wenn man als Elternteil die Diagnose (oder auch nur den Verdacht) ADHS vor dem Kind herträgt wie eine Fahne und dann auch noch Rat hinsichtlich der Medikation von den Lehrkräften erhofft, ist das Kind ganz schnell in einer Schublade.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

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Beitragvon s.till » 14.02.2019, 09:33

Hallo,

danke für den Tip.
Eigentlich vertrete ich ja immer den Standpunkt, dass man offen reden sollte. Aber ich denke das die Diagnose ADHS oft dazu für, dass man die Kinder in eine Schublade steckt.
Einen wirklichen Rat kann ich mir bei seiner Lehrerin nicht holen. In seinen Zeugnissen steht ganz eindeutig, dass er Probleme mit der Konzentration hat, spricht man mit ihr dann bekommt man eine andere Rückmeldung. Ich glaube, dass er wirklich nicht als Person mit all seinen Facetten gesehen wird, sondern als nicht allzu schlechter Schüler, welcher nicht durch Gewalttaten auffällt und damit nicht beachtungswürdig ist. Es gibt leider in seiner Klasse ganz andere "Chaoten". Da gehen seine Probleme unter.

Da lege ich mehr Wert auf die Meinung der Psychologin, welche das LRS Training mit ihm macht.

LG Susanne
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Beitragvon s.till » 14.02.2019, 09:40

Irgendwie plagt mich auch mein Gewissen....

Hätten wir schon früher was machen müssen? Haben wir seinen Problemen zu wenig Beachtung geschenkt? Der kleine hat und hält uns ja immer noch auf trapp. Was keine Entschuldigung sein soll. Aber im Vergleich zu seinem kleinen Bruder fallen doch die Probleme nicht so stark ins Gewicht.
Verschiebt sich da die eigene Wahrnehmung?
Und dann ist immer noch der Gedanke da, welchen die Psychologin ausgesprochen hat. Es könnte auch sein, dass B auch wie sein Bruder ins Autismusspecktrum passt....

LG Susanne
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Beitragvon Regina Regenbogen » 14.02.2019, 10:11

Irgendwie plagt mich auch mein Gewissen....
Lass es, das bringt nichts, blockiert dich nur. Ich kenne das. Unser Jüngster wurde früh diagnostiziert, der Ältere wurde erst Jahre später auffällig. Ich hatte auch lange das Gefühl, ich habe was versäumt, übersehen, verpasst.

Aber wir sind alle nur Menschen. Und wir sind bereit aus unseren Fehlern zu lernen.
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