Zeugnisse, bzw. keines

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Anja68S
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Beitragvon Anja68S » 09.02.2019, 12:11

* heißt nur, dass unten eine nähere Erklärung auf die zieldiffernete Beschulung
steht. Es ist keinerlei Wertung.

Klassenarbeiten muss er auch mitschreiben und es wird auch sonst keinerlei
Unterschied gemacht, außer die nochmalige mündliche Abfrage.
Er besucht ein SBBZ mit Förderschwerpunkt Lernen, keine Regelschule.
Allerdings kommen einige Lehrer aus dem G-Bereich.
Wir sind so gerne in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat.
Nietzsche
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*68
*2003 Tochter, Zicke
*2007 Sohn, partielle Tetrasomie 15, frühkindlicher Autismus
*2010 Sohn, Trotzphase

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Bastelia
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Beitragvon Bastelia » 10.02.2019, 20:10

Hallo,

Also zum Thema: Ich versteht nicht, warum man KEIN Zeugnis bekommen kann? Jedes Kind wird unterrichtet, egal nach welchem Lehrplan, und mittlerweile gibt es so viele unterschiedliche Möglichkeiten einer Beurteilung bzw. einer Nachricht (denn zum Semester ist es ja prinzipiell nur eine Nachricht)!
Unverständlich für mich!
Mein Sohn bekommt eine verbale Beurteilung als Zeugnis und es ist wirklich sinnvoll und aufschlussreich geschrieben! Wir haben uns alle sehr darüber gefreut!

Dann zum Off- Topic: @Lisa, also dass man leichter vom ASO- LP in den Regelschullehrplan raufstufen kann als runter ist für mich ein recht recht großer Unsinn, wenn man vom Inhaltlichen aus geht!! Die LP- Anforderungen von ASO sind ja natürlich viel leichter , d.h. auch wenn man im ASO LP ein Sehr Gut bekommt, heißt das im Umkehrschluss noch lange nicht, dass man den Regelschullehrplan mit Genügend schaffen würde! Wenn das Ziel besteht, KD irgendwann nach VS- LP zu unterrichten, dann DARF der Lehrer nicht nur die ASO - LP Anforderungen erfüllen, denn so verliert man immer mehr den Anschluss! Was jetzt aber in eurem konkreten Fall prinzipiell eh kein Problem ist, da ohnehin für ihn extra individuell unterrichtet und vorbereitet wird!
Von den formalen inoffiziellen "Auflagen" her stimmt das mit dem Stufen leider sicherlich, weil in den letzten Jahren die I- KK (und damit die Kosten) explodiert sind - deshalb heißt es hinter vorgehaltener Hand so wenige ASO- Abstufungen wie möglich vornehmen!

Aber alleine aus diesem Grund heraus ein Kind von Haus aus mit dem ASO- LP beginnen zu lassen?? Das wär in meinen Augen schon ziemlich frech und unverschämt...

Schüler mit NICHT- Regelschullehrplan nehmen übrigens NICHT an der PISA Studie (die ohnehin nur Oberschüler betrifft) teil! Auch bei den Kompetenzmessungen in der VS- Zeit sind a.o.Schüler und ASO oder erhöhter LP außen vor und werden nicht berücksichtigt! Also das Argument versteh ich auch nicht wirklich!
Und bitte lass uns wissen, wie sich die Lehrer zur Musiknote äußern, denn wie gesagt, die Gehörlosigkeit kann nicht ausschlaggebend für das Gut sein!


Liebe Grüße
Bastelia mit Sohn (geb. Mai 2011) , kombinierte Entwicklungsstörung, myoklonische Epilepsie (erkannt Jänner 2015) und seit 2017: Störung des Knochenstoffwechsels - idiopathische Osteoporose
Tochter (geb. August 2015)

Lisaneu
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Beitragvon Lisaneu » 11.02.2019, 11:52

Bastelia hat geschrieben:
Dann zum Off- Topic: @Lisa, also dass man leichter vom ASO- LP in den Regelschullehrplan raufstufen kann als runter ist für mich ein recht recht großer Unsinn, wenn man vom Inhaltlichen aus geht!! Die LP- Anforderungen von ASO sind ja natürlich viel leichter , d.h. auch wenn man im ASO LP ein Sehr Gut bekommt, heißt das im Umkehrschluss noch lange nicht, dass man den Regelschullehrplan mit Genügend schaffen würde! Wenn das Ziel besteht, KD irgendwann nach VS- LP zu unterrichten, dann DARF der Lehrer nicht nur die ASO - LP Anforderungen erfüllen, denn so verliert man immer mehr den Anschluss! Was jetzt aber in eurem konkreten Fall prinzipiell eh kein Problem ist, da ohnehin für ihn extra individuell unterrichtet und vorbereitet wird!
Von den formalen inoffiziellen "Auflagen" her stimmt das mit dem Stufen leider sicherlich, weil in den letzten Jahren die I- KK (und damit die Kosten) explodiert sind - deshalb heißt es hinter vorgehaltener Hand so wenige ASO- Abstufungen wie möglich vornehmen!

Aber alleine aus diesem Grund heraus ein Kind von Haus aus mit dem ASO- LP beginnen zu lassen?? Das wär in meinen Augen schon ziemlich frech und unverschämt...

Schüler mit NICHT- Regelschullehrplan nehmen übrigens NICHT an der PISA Studie (die ohnehin nur Oberschüler betrifft) teil! Auch bei den Kompetenzmessungen in der VS- Zeit sind a.o.Schüler und ASO oder erhöhter LP außen vor und werden nicht berücksichtigt! Also das Argument versteh ich auch nicht wirklich!
Und bitte lass uns wissen, wie sich die Lehrer zur Musiknote äußern, denn wie gesagt, die Gehörlosigkeit kann nicht ausschlaggebend für das Gut sein!


Liebe Grüße


Hallo Bastiella,

Alexander wird GsD ohnehin zieldifferenziert unterrichtet. Ich habe erst gestern mit einer Bekannten telefoniert, deren Sohn auch in die erste Klasse geht. Der wurde das ganze erste Halbjahr damit gequält, im Zahlenraum 5 rechnen zu müssen! Alexander hingegen, der in Mathe GL-Lehrplan hat, darf schon über den 1000er rechnen.

PISA selbst wurde nicht als Argument für den ASL gebracht, aber sehr wohl, dass "in Zeiten von Pisa" der Druck auf die Lehrer deutlich gestiegen ist und eben möglichst wenig Runterstufungen erwünscht sind.

Meine Cousine ist Sonderpädagogin in NÖ und sie hat mir das so bestätigt.

Ehrlich gesagt bin ich auch schon gespannt, was beim nächsten Gespräch mit dem Lehrer rauskommt. Ich werde berichten!
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

Elke35
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Beitragvon Elke35 » 11.02.2019, 12:08

Wenn er sowieso nach seinem Stand unterrichtet wird, dann ist im Grunde der LP ja egal...d.h. wenn er in D nach seinen Möglichkeiten lernen kann/darf und diese Möglichkeiten vielleicht sogar dem GL entsprechen, dann ist ein Raufstufen sicher möglich.

Fatal wäre halt nur, wenn - wie es halt normalerweise ist - die Kinder mit ASL einfach wesentlich langsamer unterrichtet werden und weniger Stoff, Teilgebiete einfach von vorne herein ausgeklammert sind (da man annimmt, dass man das mit einer Lernbeeinträchtigung sowieso nicht lernen kann) und dann, im Laufe der Jahre, die Schere immer größer wird und ein Raufstufen nicht mehr geht, wenn das Kind in der 4.Klasse VS am Stand der 2. VS ist.

Im GL hätte das Kind übrigens auch einen anderen Rahmen vom Tempo her, speziell in D und E jedennfalls.

Lg


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